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An-Nawawi Hadith 37 Belohnung einer Tat
#1
Salam





An-Nannawi Hadith 37 



Ibn Abbas (radiallahu anhu) berichtet, dass der Gesandte Allahs (salallahu alehi wa salem) sagte: „Allah hat die guten und die üblen Taten nieder geschrieben.“


Dann erläuterte er dies: „Wer also eine gute Tat beabsichtigt und sie dann nicht vollbringt, dem schreibt Allah diese bei sich als eine volle gute Tat an. Und wenn er sie beabsichtigt und dann vollbringt, so schreibt ihn Allah bei sich zehn gute Taten an, bis zum Siebenhundertfachem und darüber hinaus. Wenn er (aber) eine üble Tat beabsichtigt und sie dann nicht vollbringt, so schreibt ihm Allah diese bei sich als eine volle gute Tat an. Und wenn er sie beabsichtigt und vollbringt, so schreibt Allah sie ihm bei sich als eine einzelne üble Tat an.“ Bukhary und Muslim.




Dieser Hadith ist eine unglaubliche Barmherzigkeit Allahs, ein Segen für die Muslime, eine große Hoffnung für Diejenigen, die diesen Hadith verinnerlichen. Und man hat das Gefühl, man kann eigentlich nur gut abschneiden bei Allah, solange man Muslim ist.



Der Prophet (salallahu  alehi wa salem) sagte: „Wahrlich, Allah hat die guten und schlechten Taten festgelegt…“

Festgelegt bedeutet, liebe Schwestern, dass ER festgelegt hat wie viel Belohnung man für bestimmte Taten bekommt, oder wie es aus diesem Hadith deutlich hervor geht: was einem aufgeschrieben wird für eine gute Tat.


Und was sind überhaupt gute Taten und ein wie vielfaches wird eine schlechte Tat aufgeschrieben. Wie man hier sieht, ist es so, als hätte man eine gute Tat mehrmals begangen. Das bedeutet: Wenn du eine gute Tat begehst, dann kann es sein, dass Allah für dich so viel aufschreibt, als hättest du sie mehrfach begangen.



Der Gesandte Allahs (salallahu alehi wa salem) sagte: „Allah hat die guten und die üblen Taten nieder geschrieben.“



Dann erläuterte Er (Allah) dies: Wer also eine gute Tat beabsichtigt… (dies bedeutet, dass man nicht nur die Absicht hat diese zu begehen, sondern man steht kurz vor dessen Vollbringung und man begeht sie trotzdem nicht, weil etwas dazwischen gekommen ist; z.B du hattest vor in die Moschee zu fahren um Jumaa zu beten und auf dem Weg dorthin wirst du krank oder hast eine Autopanne. Also es passiert etwas, dass dich davon abhält und es nicht in deiner Macht steht. Wenn dies so geschieht, dann schreibt Allah dir die Tat so auf, als hättest du sie begangen. Als eine vollkommene gute Tat, als hättest du sie vollbracht.




Dies ist eine große Barmherzigkeit von Allah, denn wenn Allah gerecht nach unserem Maßstab mit uns umgehen würde, dann würde Er uns diese gute Tat nicht aufschreiben, weil der Mensch sie nicht begangen hat.



Deswegen bitten wir immer Allah darum, dass er mit uns verfährt gemäß Seiner Barmherzigkeit und nicht gemäß Seiner Gerechtigkeit, denn Gerechtigkeit würde bedeuten: dieser Mann hat diese gute Sache nicht gemacht, deswegen wird er dafür auch nicht belohnt, höchstens für seine gute Absicht, aber nicht die volle Tat.


Aber Allah (subhanahu wa taala) schreibt diese Tat trotzdem auf, als hätte man sie begangen wa Alhamdulillah.
Wir danken Allah für diese Barmherzigkeit und wir bitten Allah um Standhaftigkeit und wir bitten Allah darum, dass wir immer eine gute Absicht haben.



Denn wenn man immer eine gute Absicht hat und es kommt etwas dazwischen, bekommt man die volle Belohnung- im Gegensatz zu einer Person, die sich freut, dass etwas dazwischen kommt. Das ist nicht das Gleiche!



Das eine Herz hätte diese eine Tat unbedingt gerne für Allah gemacht und das andere Herz sagt Alhamdulillah, das etwas dazwischen gekommen ist, weil er es widerwillig tun wollte. Jemand, der widerwillig z.B. Sadaqa gibt, ist nicht wie Jemand, der es aus freiem Willen gemacht hat, um Allahs Wohlgefallen zu erlangen.



Nochmal:  Es reicht nicht aus, zu sagen: „Ich hatte dieses oder jenes vor und es hat nicht geklappt.“ Zum Beispiel: „Ich hatte vor, heute Nacht zu beten und dann hatte ich doch keine Lust dazu.“  Sondern: Man hatte wirklich vor zu beten. Wenn du dir zum Beispiel den Wecker gestellt hast und er dann nicht anging und du hast deshalb verschlafen, dann bekommst du die volle Belohnung; als hättest du das Gebet zur richtigen Zeit gebetet.



Das bedeutet natürlich nicht, dass man die Pflichten nicht nachholen muss!




Der Prophet (salallahu alahi wa salem) sagte: „Wer ein Gebet verschlafen oder vergessen hat, der soll es verrichten, sobald er sich wieder daran erinnert, denn das ist dann die Gebetszeit für ihn.“ Sahih At-Tirmidhi

 Die Pflicht entfällt also nicht, nur weil etwas dazwischen kam. Nein, wenn du das Gebet dann nachholst, bekommst du es so als ob du zur richtigen Zeit gebetet hättest.


Der Hadith geht dann weiter: „…Wer (fest) entschlossen ist, eine gute Tat zu verrichten und macht sie dann auch tatsächlich…“



Dann hat Allah im Quran Surah 6:160 offenbart: Wer mit (etwas) Gutem kommt, erhält zehnmal soviel.“


Der Prophet (salallahu alahi wa salem) erklärt im Ahadith, dass man diese Tat zehnfach niedergeschrieben bekommt.
Ihr kennt sicher alle den Hadith des Propheten Muhammad (salallahu alahi wa salem), indem er sagt, dass für jeden Buchstaben den man im Quran ,liest eine gute Tat niedergeschrieben wird und jede gute Tat zehnfach belohnt wird.
Er (salallahu alahi wa salem) sagt: „Ich sage nicht, dass Elif- Lam- Mim als ein Buchstabe zählt (sind zwar 3 aber zusammen geschrieben…), sondern Elif einm Buchstabe ist, Lam ein Buchstabe ist und Mim ein Buchstabe…“



Allah z.B besteht aus mehreren Buchstaben, aber es ist ein Wort. Der Prophet (salallahu alahi wa salem) sagte: „…Elif ist ein Buchstabe, Lam ist ein Buchstabe und Mim ist ein Buchstabe.“ Man bekommt für jeden Buchstaben eine gute Tat x10, das heißt: nur Elif, Lam, Mim sind schon 30 aufgeschriebene gute Taten, mindestens! So etwas gibt es sonst nirgends…



Deswegen müssen wir uns gegenseitig animieren, Quran zu lesen! Wie sonst können wir innerhalb kürzester Zeit so viele gute Taten niedergeschrieben bekommen?!
Wenn man zum Beispiel zwischen zwei Freunden Frieden stiftet, was auch eine gute Tat ist, wie lange braucht man dafür? Oder du begrüßt eine Person und lächelst ihr ins Gesicht und erfreust diese Person dadurch, dann bekommst du dafür eine gute Tat niedergeschrieben und so weiter. Aber wenn du Quran liest: Elif, Lam, Mim…schon 30 Hasanat! Subhan Allah!
Und die Al-Fatiha…wie viel Hasanat!



Wenn man hört, dass man für eine gute Tat Hasanat bekommt, als hätte man viele Taten begangen, dann fragt man sich: welche gute Tat entspricht diese gute Tat, die einem aufgeschrieben wird?



Wenn man zum Beispiel Frieden stiftet zwischen zwei Leuten oder wenn man seinen Zorn unterdrückt hat oder wenn man mit dem Friedensgruß grüßt etc? Allahu alem.
Nur Allah alleine weiß, wie er diese gute Tat belohnen wird. Und Alhamdulillah, Allah kann dir dann am Jüngsten Tag für diese eine Tat so viel Belohnung geben wie ER möchte und er wird dich nicht ungerecht behandeln. (Waage sehr schwer z.B. dieser Hadith:


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: 
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Es gibt nur zwei Worte, die auf der Zunge leicht, in der waagschale schwer, beim Allerbarmer beliebt sind; sie lauten: (Gepriesen sei Allah, und alles Lob gebührt Ihm; Gepriesen sei Allah, Der Allmächtige)*.“


[Sahih Muslim Nr. 4860 (im arabischen)]



*im Original: Subhanallahi wa bihamdi, subhanallahil adhim



Dass man tagsüber, nachts oder einmal im Monat sagt: lâ ilâha illâ Allâh, Allâhu Akbar, lâ ilâha illâ Allâh wahdahu, lâ ilâha illâ Allâh, lâ scharȋka lah, lâ ilâh ill–Allâh, lahu-l-Mulk wa lahu-l-Hamd, lâ ilâha illâ Allâh, wa lâ haula wa la quwata illâ bil-llâh. In einem von An-Nasâ´i in dessen Werk As-Sunan Al-Kubrâ überlieferten und von Al-Albânî für authentisch erklärten Hadîth heißt es: „Wer das tagsüber, nachts oder einmal im Monat ausspricht und dann an diesem Tag, in dieser Nacht oder in diesem Monat stirbt, dessen Sünden werden vergeben.“



 In einem von Muslim überlieferten Hadîth heißt es: „Wer von euch Wudû vorschriftsmäßig durchführt und sagt: Aschhadu Anna Lâ Ilâha Ill-Allâh wa Anna Muhammadan Abdu-llah wa Rasûluh (ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Allâh gibt und dass Muhammad der anbetend Dienende und Gesandte Allâhs ist), dem wird gewiss das Paradies geöffnet, und zwar durch irgendeine der acht Pforten, wie er will.“



Das ist wie ein Blanko-Scheck- das bedeutet, ER kann dich für diese eine Hasana belohnen, z.B den einen Buchstaben den du gelesen hast; wie ER will (und das Minimum ist das Zehnfache, wie in der Ayah).



Der Prophet (salallahu alahi wa salem) sagte: „…und wer eine schlechte Tat bringt, der wird nur bestraft entsprechend dieser einen schlechten Tat.“
Aber der Prophet Muhammad (salallahu alahi wa salem) sagt in diesem Hadith von Ibn Abbas (radiallahu anhu) über die guten Taten: „…entweder ein zehnfaches oder sogar ein siebenhundertfaches!“




Und darauf weist Allah in Surah Al-Baqara:

2.276. Dahinschwinden lassen wird Allah den Zins und vermehren die Almosen.


Allah akzeptiert manche Spenden und obwohl es nur ein Euro gewesen ist, schreibt ER dir so viel auf, als hättest du 700 Euro gespendet! Allahu akbar!
Einige Gelehrte haben gesagt, dass die Belohnung für die Spende von verschiedenen Umständen abhängt: 



- Es kann von deiner Absicht abhängen. Je stärker die reine Absicht ist, je reiner das Herz ist, desto eher wird Allah es von dir annehmen und es vervielfachen.
Dann kann es natürlich davon abhängen, wofür es ausgegeben wird: Wenn du Jemanden Sadaqa gibst, der Geld braucht, ist es nicht so, als ob du es Jemanden gibst der wirklich Geld benötigt. Der eine braucht es, aber für den anderen ist es ein Notfall. Da ist es noch viel wertvoller. Wenn du zum Beispiel 100 Euro Zakat von deinem Vermögen abgeben musst und du gibst 100 Leuten je einen Euro, dann hast du zwar deine Pflicht erfüllt- aber wie groß ist der Nutzen für die einzelne, arme Person?



Aber wenn du 100 Euro hast und du weißt Jemand steckt in der Klemme und braucht dieses Geld dringend um zum Beispiel Schulden zu begleichen, dann hättest du ihm geholfen ein Problem zu lösen.
Wie der Prophet (salallahu alahi wa salem) in dem Hadith sagte:  „Wer einem Muslim eine Last im Diesseits nimmt, dem nimmt Allah eine Last im Jenseits ab.“Muslim



Es kommt also darauf an, wem man die Sadaqa gibt und wie man sie gibt. Eine Sadaqa zu einem nahen Verwandten der sie braucht zu geben, ist besser als zu Jemandem, den du nicht kennst, zum Beispiel ein Bettler von der Straße.
Beides ist gut, aber das Erstere ist besser, weil der Verwandte eher Anspruch darauf hat.



Der Prophet Muhammad (salallahu alahi wa salem) sagte sogar:  „…bis ein Siebenhundertfaches, bis ein vielfaches davon…“
Das bedeutet, Allah macht, was ER will. Das Erwähnte ist das Mindestmaß an Belohnung (als Beispiel Layatul Qadr nennen: wenn man in der Nacht gebetet hat, dann ist es so, als hätte man 83 Jahre (mehr als 1000 Monate!) gebetet). Mindestens für eine gute Tat das Zehnfache.
Vernünftige Gläubige bestimmen von ihrem Gehalt einen Teil davon für Allah auszugeben. Und der, der ganz vernünftig ist, tut alles, was er tut für Allah!
Jetzt fragt sich vielleicht Jemand: „wie kann man alles für Allah ausgeben? Ich muss doch essen und trinken etc...!“
Bedenke, dass die beste Sadaqa für die Familie ist, Alhamdulillah.



Wenn du also deine Familie mit Nahrung versorgst, ist das eine Sadaqa (maßvoll, also weder verschwenderisch, noch geizig).
Für die Kinder ist es zum Beispiel einer der besten Sadaqa, Geld für islamische Bildung auszugeben. Man muss nur die richtige Absicht haben! Wenn man einkaufen geht und die Absicht hat, Allahs Wohlgefallen zu erlangen, indem man für seine Familie ausgibt, bekommt man die entsprechende Belohnung für diese gute Absicht. Besser als eine Person, die so wie so jede Woche einkaufen geht und es aus Gewohnheit tut.



Die gute Absicht kann um ein vielfaches belohnt werden, also gebt Sadaqa mit reiner Absicht. Allah hat es versprochen und niemand hält seine Versprechen zuverlässiger und besser als ER denn ER ist am wahrhaftigsten im Sprechen.
Wenn man das weiß, was kann einem noch davon abhalten sein Geld für Allah auszugeben? Man bekommt es zurück, weil Allah es im Quran versprochen hat:

Sura 2:272
(ungefähre Übersetzung: Nicht dir obliegt ihre Rechtleitung, sondern Allah leitet recht, wen Er will. Was immer ihr an Gutem ausgebt, (das) ist für euch selbst. Und ihr gebt nur im Trachten nach Allahs Angesicht aus. Und was immer ihr an Gutem ausgebt, wird euch in vollem Maß zukommen, und es wird euch kein Unrecht zugefügt.)
Sura 8:60



(ungefähre Übersetzung: Und haltet für sie bereit, was ihr an Kraft und an kampfbereiten Pferden (haben) könnt, um damit den Feinden Allahs und euren Feinden Angst zu machen, sowie anderen außer ihnen, die ihr nicht kennt; Allah aber kennt sie! Und was immer ihr auf Allahs Weg ausgebt, wird euch in vollem Maß zukommen, und es wird euch kein Unrecht zugefügt.)



Sura 34: 39
(ungefähre Übersetzung:  Sag: Gewiß, mein Herr gewährt die Versorgung großzügig, wem von Seinen Dienern Er will, und bemißt auch. Und was immer ihr auch ausgebt, so wird Er es euch ersetzen, und Er ist der Beste der Versorger. )

Dies ist keine Übertreibung sondern die Wahrheit, jede Belohnung von Allah kennst du noch nicht. Allah weiß, was du liebst und ER weiß am Besten, was du gerne hättest. Außerdem sind die Belohnungen im Jenseits ewig!
Und die Welt ist nichts im Vergleich zum Jenseits, wie Imam Ahmad berichtete: „Ein Platz im Paradies in der Länge einer Peitsche ist besser als die ganze Welt und das, was auf ihr ist.“


(Musnad von Imam Ahmad (22290) und Bukhari, gemäß Sahl ibn Sad, radiaAllahu anhu)
Wie groß ist eine Peitsche? 2 Meter mal 1cm? C.a 200q²cm..wer könnte darauf stehen? Niemand! Dies reicht nicht mal für deinen Finger. Dieser Ort in dieser Größe im Paradies; wenn du nur das bekämest, wäre es besser als alles was es in diesem Leben gibt!!
Deswegen, liebe Schwestern, arbeiten vernünftige Menschen für das Jenseits.



Manche Geschwister wählen einen Hadith und dieser ist nicht authentisch, er ist bei Sheikh Al-Albani als daif eingestuft worden:
Die Absicht des Gläubigen ist besser als seine Tat…dieser Hadith wiederspricht dem Hadith von dem wir heute reden aus Bukhary und Muslim.



Unser Hadith besagt nämlich, wenn du etwas beabsichtigst und es kommt etwas dazwischen, so bekommst du eine gute Tat aufgeschrieben. Wem aber nichts dazwischen kommt und die Tat vollbringt, bekommt mindestens 10 Hasanat und nur die Absicht ohne Tat nur ein Hasana-
Wie kann man da sagen, dass die Absicht besser als die Tat ist? Es sei denn, man meint damit, dass die Tat ohne Absicht nicht funktioniert.
Zum Beispiel, wenn du mit den Geschwistern in der Moschee betest, aber deine Absicht zuvor nicht rein war (du hast es nicht für Allah gemacht, sondern um gesehen zu werden oder so).Weiter sagte der Prophet Muhammad (salallahu alahi wa salem):  „…Wenn er (aber) eine üble Tat beabsichtigt und sie dann nicht vollbringt, so schreibt ihm Allah diese bei sich als eine volle gute Tat an“



Zum Beispiel hast du vor zu rauchen und dann machst du es nicht aus Furcht vor Allahs Strafe, dann bekommst du eine gute Tat aufgeschrieben; obwohl du nichts Gutes getan hast, sondern das Schlechte weggelassen hast. 



Wenn du die Zigarette aber in den Mund gesteckt hast und sie gerade anzünden wolltest, aber dann Jemanden (z.B deinen Vater) kommen siehst und es aus Furcht vor Ärger mit dieser Person lässt…Dann bekommst du keine gute Tat aufgeschrieben, weil du aus Furcht vor dieser Person gehandelt hast und nicht für Allah.

(Umar ibn al-Khattab (radiAllahu ´anhu) berichtet: Ich hörte den Gesandten Allahs (sallalahu ´alaihi wa sallam) sagen:
„Die Taten sind entsprechend ihren Absichten,und jedem Menschen (gebührt), was er beabsichtigt hat. ….  Bukhari, Muslim)



Wenn er also die Tat unterlassen hat aus dem Grund, Allahs Wohlgefallen zu erlangen, dann bekommt er die gute Tat gut geschrieben.

Abu Huraira (radiAllahu anhu) sagte, dass der Gesandte Allahs (sallalahu alahi wa salem) sagte, dass Allah sagte: „Wenn Jemand von meinen Dienern eine schlechte Tat machen möchte, dann schreibt sie ihm nicht auf, bis er sie begeht… (die Engel sehen ja wenn Jemand etwas vorhat) Wenn er sie dann begangen hat, dann schreibt ihm eine (gleichwertige) Tat auf. (Das, was er begangen hat, wird aufgeschrieben- nicht mehr und nicht weniger.)“
Dann sagt Allah weiter: „Wenn er sie Meinetwegen unterlässt, dann schreibt für ihm eine gute Tat auf.“ Sahih Al Bukhary

Wenn eine Person eine Sünde begehen möchte, sie aber nicht begeht, kann es trotzdem sein, dass ihr diese Tat als volle schlechte Tat aufgeschrieben wird. Wie kann das sein?
Es kommt auch hier auf die Absicht an: wenn die Person vor hat, eine Sünde zu begehen und sie ist fest entschlossen die Sünde zu begehen, doch etwas kommt dazwischen. Wäre nichts dazwischen gekommen, hätte derjenige die Sünde begangen- in so einem Fall schreibt Allah einen die Sünde auf, als ob man sie begangen hätte. Der Beweis dafür ist folgender:

Abu Bakra Nufai ibn al-Harith ath-Thaqafi ® überliefert, dass der Prophet (s) sagte:
"Wenn zwei Muslime aufeinander losgehen, indem sie ihre Schwerter aufeinander richten, dann kommen alle beide, der Mörder und der Ermordete, ins Höllenfeuer." Daraufhin sagte ich: "Oh Gesandter Allahs: Für den Mörder ist das verständlich. Warum aber der Ermordete?" Er antwortete: "Er war auch darauf aus, seinen Gefährten zu töten."
(Al-Bukhari und Muslim)

Wenn sich die Absicht zur Sünde im Herzen manifestiert hat und etwas dazwischen kommt, schreibt Allah diese Sünde also auf, als ob man sie begangen hat. Hier muss man sehr vorsichtig sein.



Weiter sagte der Prophet (sallalahu alahi wa salem): „…. Und wenn er sie (die schlechte Tat) beabsichtigt und vollbringt, so schreibt Allah sie ihm bei sich als eine einzelne üble Tat an.“
Wenn man sich diesen Hadith verinnerlicht; also dass man pro gute Tat mindestens die zehnfache Belohnung bekommt und pro schlechte Tat eine einzige schlechte Tat…



Was ist dann am Tag der Auferstehung mit den Menschen, die mehr schlechte Taten als Gute getan haben? Sind das nicht Menschen, die weit weg vom Islam sein müssen?
Menschen, die sehr, sehr weit weg von der Sunnah des Propheten Muhammads (salallahu alahi wa salem) sein müssen? Vorsicht: So weit entfernt es auch klingen mag- trotzdem gibt es Menschen, die so sein werden.



Es gibt zum Beispiel Leute, die beten ihre fünf Gebete, aber sie machen es nicht so wie der Prophet (sallalahu alahi wa salem) es vorgemacht hat. Wie Einige, die ihre Gebete zu schnell verrichten und diese werden dann laut Ahadith vom Propheten (sallalahu alahi wa salem) nicht angenommen. Dies bedeutet, dass diese Leute gute Taten begehen können, sie aber nicht akzeptiert werden. Und von wem akzeptiert Allah die guten Taten?



Von wem von uns nimmt Allah die Taten an? Das weiß keiner von uns, deswegen sind diese Ahadith als Motivation gedacht, um in uns Hoffnung und den Wunsch weiter zu machen zu erwecken. Aber das letztendliche Ergebnis liegt bei Allah und wir wissen nicht, was er von uns akzeptiert hat.
Manchmal gibt es Muslime, die fragen: „Woher weiß ich, ob ich Ikhlaas habe?“ Habt ihr schon mal gehört, wie diese Frage gestellt wurde?
An dieser Frage erkennen wir, dass Allah die Absicht der Menschen besser kennt als wir selbst! 



Wenn ich euch jetzt nach euren Gedanken fragen würde, könntet ihr sie mir wahrscheinlich sagen. Aber manchmal können Leute ihre eigenen Gedanken nicht in Worte fassen, geschweige denn, dass sie sich 100%tig sicher sind, ob ihre Absicht wirklich für Allah ist.



Der Schaytan spielt mit uns; er will uns weismachen, dass etwas mit Ikhlaas ist, damit der Mensch weiter im Irrtum ist und manchmal will er einem das Gefühl geben, dass es kein Ikhlaas ist, damit man die Hoffnung verliert.
Allah weiß noch besser über deine Absicht Bescheid als du selbst.
Woher wissen die Engel, dass die Person etwas Schlechtes getan hat? Es kann ja sein, dass die Person nicht wusste, dass es schlecht ist?! Und woher wissen die Engel, dass man etwas Gutes tun wollte, wenn einem etwas dazwischen kam?


Entweder sehen die Engel es, wie Jemand zum Beispiel zu seiner Familie sagt: „Ich gehe zur Moschee“ und er fährt los, hat aber eine Reifenpanne. Oder noch einfacher: Allah teilt es den Engeln mit, denn ER weiß über alles Bescheid.
Insha Allah haben alle diesen Hadith verstanden und verinnerlicht und insha Allah lernen wir ihn, um ihn weiter zu geben. Denn der Hadith ist ein Beispiel für die unendliche Barmherzigkeit Allahs. 




Nur mit Wissen kann man verstehen und argumentieren. Es stimmt, dass der Islam schön ist und barmherzig! Aber man muss diese Worte auch untermauern können, denn andere Leute behaupten ebenfalls von ihrer Religion, dass sie barmherzig und schön wäre. 



Wie ist der Islam, wo ist die Barmherzigkeit Allahs- das müssen wir insha Allah erklären können.
Möge Allah unser Wissen mehren und uns Aufrichtigkeit geben




aus einer audio datei von neil bin radhan von durus.de
Abdullah Ibn 'Umar,radiallahu anhum berichtete, dass der Gesandte Allahs,sallalahu aleihi wa salam sagte: "Der Muslim ist des Muslims Bruder. Ihn darf er weder unterdrücken noch zugrunde gehen lassen. Wer seinem Bruder in der Not beisteht, dem steht Allah in seiner eigenen Not bei.“.Bukhary


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  • Umm Musab
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