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Heirat einer Nichtmuslima, Hilfe
#1
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Hallo liebe Brüder,

mein Name ist Yunus, ich bin 20 Jahre alt.
Ich habe eine Freundin, ich weiß es ist Haram, aber ich liebe sie und möchte sie heiraten.
Sie würde auch mich heiraten, dennoch will sie mich nicht islamisch heiraten.
Ihr Problem ist das Aufsagen der Suren der islamischen Heirat.

Sie findet es unheimlich und denkt es wäre eine islambindende Prozedur. Doch Muslims dürfen Nicht-Muslims heiraten. Also wird sie auch nicht "verislamt"..

Wie kann ich ihr das erklären?
Es belastet mich, ich liebe sie! aber ich weiß auch, dass diese Beziehung Sünde ist. Bitte helft mir und vllt könnt ihr mir nochmal kurz erklären wie genau diese islamische Heirat abläuft. Ganz kurz.

Danke!
#2
Hallo, willkommen im Forum.

Wie du selber sagst, diese Beziehung, die du führst, ist verboten und eine große Sünde im Islam. Deshalb solltest du schnellstens bei Allah (swt) bereuen und diese beenden. Auch wäre es wichtig zu erfahren, ob du ansonsten den Islam paktizierst, also zum Beispiel die Gebete verrichtest. Denn das ist das aller Wichtigste überhaupt.

Um deine Frage zu beantworten: Es ist muslimischen Männer nicht allgemein erlaubt, nichtmuslimische Frauen zu heiraten, sondern nur Jüdinnen und Christinnen und auch das ist an Bedigungen geknüpft.

Insha Allah wird dir folgende Fatwa weiterhelfen:

Er betet nicht und lebt mit seiner Freundin zusammen, jetzt möchte er bereuen und sie heiraten


‎‎Frage (Nr. 50508): ‎‎

‎Ein Mann betet nicht, fastet nicht und er lebt mit seiner christlichen Freundin zusammen. Er möchte bereuen und fasten, doch er nimmt den Umstand, dass er mit dieser Frau zusammen lebt, als Ausrede. Ist es ihm erlaubt, sie jetzt zu heiraten, wissend, dass morgen der erste Tag des Ramadān ist? Falls es erlaubt ist, wie lautet dann das vorgeschriebene Procedere der Schar`iah dafür?

‎‎Antwort:

‎‎‎Alles Lob gebührt Allah.

‎‎‎Diese Person und andere sollten zur Kenntnis nehmen, dass das Unterlassen des Gebets Kufr ist, durch den sich der Betreffende außerhalb der Grenzen des Islams befindet. Denn der Islam erlaubt es keinem seiner Anhänger, das Gebet zu unterlassen und mit einer Freundin zusammen zu leben. ‎‎

‎Was du tun musst, ist ihn ermahnen und ihm erklären, was Islam tatsächlich ist, nämlich sich den Regeln der Schari`ah zu unterwerfen. Der Muslim sollte ein Beispiel für andere sein, insbesondere in einem nicht-muslimischen Land, denn er repräsentiert nicht nur sich selbst, sondern er repräsentiert den Islam, dem er sich selbst anvertraut und den er angenommen hat.

Daher muss er die Sünde, die er begeht, aufgeben und sich an die Gesetze der Schari`ah halten, vor allem an das Gebet, welches die Grenze zwischen Islam und Kufr zieht.

‎‎‎Wir sind höchst erfreut darüber, dass er bereuen möchte, was also hält ihn davon ab? Allah ist glücklich über die Reue Seine gläubigen Sklaven. Wenn jemand sich Allah zuwendet, dem wendet Allah sich ebenfalls zu und vergibt dessen Sünde.

Er sollte sich daher beeilen zu bereuen und es nicht verspäten oder von bestimmten Geschehnissen abhängig machen, damit er nicht stirbt, ohne bereut zu haben und auf seinen Herrn mit der Last der Sünde trifft oder sogar im Zustand des Kufr. ‎‎

‎Erzähle ihm, dass Allah demjenigen, der bereut, schlechte Taten in gute Taten umwandelt. Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „außer demjenigen, der bereut, glaubt (an den islamischen Monotheismus) und rechtschaffene Werke tut; jenen wird Allah ihre bösen Taten gegen gute eintauschen; und Allah ist stets allvergebend und barmherzig.“ (25:70).

‎‎‎Aus diesem Grund muss er sich beeilen zu bereuen, indem er all das aufgibt, was den Zorn Allahs hervorruft, und zwar das Unterlassen des Gebets und das Zusammenleben mit seiner Freundin. ‎‎

‎Siehe auch die Antworten zu den Fragen Nr. 624, 13990, 34905 und 22912.

‎‎‎Wenn er bei Allah bereut, dann sollte er bedenken, dass es ihm nicht erlaubt ist, diese Freundin zu heiraten – nicht deshalb, weil sie eine Christin ist, sondern vielmehr, weil sie eine Zāniyah (Unzuchttreibende) ist, entsprechend dem, was er erzählt hat.

Eine der Bedingungen zur Heirat mit einer der Frauen von den Leuten der Schrift (d. h. eine Jüdin oder eine Christin) lautet, dass sie keusch sein sollte, keine Unzuchttreibende oder eine Frau, die einen Liebhaber oder Freund hat.

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Heute sind euch die guten Dinge (al-Tayyibāt – alle Arten von halāl Lebensmitteln, die Allah erlaubt hat = das Fleisch von geschlachteten essbaren Tieren, Milchprodukte, Fette, Gemüse und Früchte) erlaubt. Und die Speise derjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt. Und die Ehrbaren von den gläubigen Frauen und die ehrbaren Frauen von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen ihren Lohn (Mahr – Brautgeld, das die Ehefrau von ihrem Mann zum Zeitpunkt der Heirat erhält) gebt, als ehrbare Ehemänner, nicht als solche, die Hurerei treiben und sich Liebschaften halten. …“ (5:5). ‎‎

‎Allah hat festgesetzt, dass sie, keusch sein müssen, um sie heiraten zu dürfen. Es ist einem Muslim nicht erlaubt, eine Frau von den Leuten der Schrift zu heiraten, wenn sie nicht keusch ist. Selbst wenn eine Frau zwar Muslima, aber nicht keusch ist, ist es einem keuschen muslimischen Mann nicht erlaubt, sie zu heiraten.

Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Ein Unzuchttreiber heiratet keine andere als eine Frau, die Unzucht begeht oder eine Götzendienerin. Und eine Unzuchttreiberin heiratet kein anderer als ein Mann, der Unzucht begeht oder ein Götzendiener. Den Gläubigen ist dies verboten.“ (24:3).

‎‎‎Für weitere Details zu dieser Angelegenheit, siehe bitte die Antworten zu den Fragen Nr. 11195 und 2527. ‎‎

‎Wenn er sie heiraten möchte, so kann dies nur geschehen, indem er bereut und durch das Gebet zum Islam zurückfindet und nachdem beide ihre Unzucht (Zina) bereut haben.

‎‎‎Dies trifft zu, wenn er sie heiraten möchte. ‎‎

‎Die Pflicht aufrichtig zu sein (Nasīhah), zwingt uns jedoch dazu, ihm von dem besten uns bekannten Weg zu berichten, um sowohl seine religiösen als auch seine weltlichen Angelegenheiten zu regeln.

Dieser ist, dass er aufrichtig bei Allah bereuen und sich beeilen sollte, diese Frau ohne zu zögern zu verlassen. Er sollte sich nach einer anderen Frau umschauen, nach einer keuschen, gläubigen muslimischen Frau.

Wenn er bei Allah bereut, wird er jemanden brauchen, der die Religion versteht, ihn unterstützt und ihn ermuntert, dem Barmherzigsten nach dieser Abschweifung zu gehorchen. Was die Frau anbelangt, selbst wenn sie die Unzucht bereut, wird sie nie in der Lage sein, ihn in seinem Gehorsam Allah gegenüber zu unterstützen und sie wird niemals vertrauenswürdig hinsichtlich seines Haushalts, seines Vermögens und seiner Ehre sein.

Sie wird nicht in der Lage sein, seine Söhne und Töchter groß zu ziehen. Wir beabsichtigen mit diesem aufrichtigen Ratschlag nur Gutes. Lasst ihn seinen Verstand benutzen und Emotionen vermeiden, dann wird er erkennen, was richtig ist.

‎‎‎Wenn er sich in seiner Umgebung umschaut, wird er andere Muslime sehen, die mit nicht-muslimischen Frauen verheiratet sind und er wird sehen, wie schlecht ihre Situation ist, wie sehr sie es bedauern und wünschen, sie hätten keine nicht-muslimische Frau geheiratet.

‎‎‎Siehe auch die Antworten zu den Fragen Nr. 20227 und 45645.

‎‎‎Und Allah ist die Quelle aller Stärke.

Islam Q&A


Quelle: http://diewahrereligion.tv/fatwah/?cat=i...i&paged=82
#3
Danke Bruder, für diese ausführliche Antwort.

Ich bete 5 mal am Tag OHNE Ausnahmen!! Ich faste jedes Jahr.
Ich nehme auch nicht meine Freundin als Ausrede für irgendetwas. Ich liebe sie und werde sie heiraten.
Sie ist Christin und glaubt an NUR EINEN Gott.

Inshallah wird Allah mir den richtigen Weg weisen.
#4
(25-04-2013, 09:05 AM)lolonaso schrieb: Danke Bruder, für diese ausführliche Antwort.

Ich bete 5 mal am Tag OHNE Ausnahmen!! Ich faste jedes Jahr.
Ich nehme auch nicht meine Freundin als Ausrede für irgendetwas. Ich liebe sie und werde sie heiraten.
Sie ist Christin und glaubt an NUR EINEN Gott.

Inshallah wird Allah mir den richtigen Weg weisen.

Assalamu aleikum Bruder!

Es sollte in deinem eigenen Interesse sein, das du eine Muslimin heiratest, subhanallah.

Ich meine es beginnt doch immer gleich:

Wenn einem jungen Muslim/Muslima gesagt wird, bleibt fern vor jeglicher Annäherung zu dem anderen Geschlecht, dann wird es nicht ernst genommen. Obwohl Allah und sein Gesandter es verboten haben.
Dennoch handelt man dagegen mit allem was dazu gehört und stürzt sich in die verbotenen Handlungen, bis der Status erreicht wird: Mein Freund/Meine Freundin

Jetzt umzukehren ist schwer!

Man hatte die Kraft und war verbrecherisch genug um sich Allah zu widersetzen und jetzt hat man nicht die Kraft die Konsequenzen zu tragen, wenn es nicht klappen sollte.

Und dann wendet man sich an die Geschwister. Nicht selten sehe ich solche Brüder und Schwestern in die Moschee kommen und nach der Nikah fragen, allahu musataan.

Ich wünsche Dir mein Bruder wirklich nur das Beste. Aber es sollte und ich betone es nochmal, wirklich in deinem Interesse sein eine Muslimin zu heiraten.

Möge Allah dir die Angelegenheit erleichtern, amin.

wa aleikum salam
„Wir sind ein Volk, dem Gott durch
den Islam würdevolle Stärke
verliehen hat. Sobald wir Stärke
anderswo suchen als im Islam, wird
uns Gott erniedrigen.“

Zweiter Kalif Umar Ibn Al-Khattab
(Aus Madschma‘ al-Hikam wa-l-Bayan
#5
Al-Salamu ´aleikum wa Rahmatullah,

Möge Allah dich recht leiten, Bruder. Es ist nicht erlaubt eine Christin in Deutschland zu heiraten, weil hierfür die Bedingungen nicht erfüllt sind. Ein Muslim darf nur eine Christin oder Jüdin heiraten, wenn dies in einem islamischen Land geschieht. Alles andere haben die Geschwister dir schon gesagt.
  


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