Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Herzergreifendes...
#1
Herzergreifendes


Abu Tharr, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

„Ich ging eines Nachts hinaus und sah, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, allein und ohne Begleitung irgendeines Menschen vorbeiging. Ich dachte, es mag sein, dass er nicht gern mit einem anderen gehen wollte. Deshalb lief ich nur im Mondschatten. Als er sich aber umsah, erblickte er mich und sagte: „Wer ist dort?“ Ich erwiderte: „Ich bin Abu Tharr. Allah möge mich zu einem Opfer für dich machen!“ Er sagte: „Du Abu Tharr, komm zu mir!“ Nachdem ich neben ihm einige Zeit gelaufen war, sagte er zu mir: „Wahrlich, diejenigen, die (in dieser Welt) viel besitzen, sind diejenigen, die wenig besitzen am Tage der Auferstehung. Ausgenommen davon ist derjenige, dem Allah Geld gab, und er dieses großzügig nach rechts und links, nach vorne und nach hinten im guten Sinne verteilte.“ *Nachdem ich weiter neben ihm noch einige Zeit gelaufen war, sagte er zu mir: „Setze dich hier hin!“ Er ließ mich auf einer Ebene sitzen, die von Steinen umgeben war er sagte zu mir: „Bleib hier sitzen, bis ich zu dir zurückkomme!“ Er ging dann fort und begab sich zu einer Gegend mit schwarzen Steinen, damit ich ihn nicht sehen konnte. Dort blieb er, und es dauerte ziemlich lang. Dann hörte ich ihn wieder, als er auf dem Rückweg zu mir war, indem er folgendes sprach: „Auch, wenn er stiehlt, auch, wenn er Unzucht begeht?“ Als er wieder bei mir war, hatte ich keine Geduld mehr und ich fragte ihn: „O Prophet Allahs! Allah möge mich zu einem Opfer für dich machen. Mit wem hast du da gesprochen in der Gegend der schwarzen Steine? Denn ich habe niemanden vernommen, der dir etwas erwiderte!“ Er sagte zu mir: „Dieser war Gabriel, Allahs Friede auf ihm, der mir in der Gegend der schwarzen Steine entgegen kam, und zu mir sagte: "Verkünde deiner Umma die frohe Botschaft, dass, wer von ihnen stirbt und dabei Allah nichts beigesellt hatte, ins Paradies eingeht." Ich sagte zu ihm: "Ya Dschibril (= o Gabriel), auch, wenn er stiehlt, auch, wenn er Unzucht begeht?"** Er sagte zu mir: "Ja!" Ich sagte wieder zu ihm: "Auch, wenn er stiehlt, auch, wenn er Unzucht begeht?" Er sagte zu mir: "Ja!" Ich sagte abermals zu ihm: "Auch, wenn er stiehlt, auch, wenn er Unzucht begeht?" Er sagte zu mir: "Ja!"« ...“


(*Der Ausdruck "im guten Sinne" fällt nicht unter den Begriff einer Verschwendung, die Allah im Vers 26 f. der Surah 17 Al-'Isra' verpönt. **Diese frohe Botschaft entbindet den Muslim nicht von seiner Pflicht zur Einhaltung der göttlichen Gebote und zum Gehorsam gegenüber Allah. Vgl. dazu Hadith Nr. 6559 und 6566)


[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6443]



Abu Huraira pflegte folgendes zu berichten:

„Bei Allah, außer Dem kein Gott da ist, litt ich seit einiger Zeit so sehr an Hunger, dass ich meine Leberseite gegen den Erdboden drückte der starke Hunger veranlaßte mich auch, dass ich einen Stein gegen meinen Bauch festband. Eines Tages saß ich auf dem Weg, den die Menschen gewöhnlich einnahmen und als Abu Bakr an mir vorbeiging, fragte ich ihn über einen Vers im Buche Allahs, und meine Frage an ihn hatte keinen anderen Grund als die Erwartung, dass er mir etwas zu essen gäbe, von dem ich mich hätte satt essen können. Er ging aber weiter und unternahm nichts für mich. Als `Umar aber an mir vorbeiging, fragte ich ihn über einen Vers im Buche Allahs, und meine Frage an ihn hatte ebenfalls keinen anderen Grund als die Erwartung, dass er mir etwas zu essen gäbe, von dem ich mich hätte satt essen können. Er ging aber weiter und unternahm nichts für mich. Danach ging Abu-l-Qasim1), Allahs Segen und Friede auf ihm, der lächelte, alsbald er mich sah, und wußte, was ich in mir hegte, und was auf meinem Gesicht zu erkennen war. Er sagte: „Du Abu Hirr2)!“ Ich erwiderte: „Da stehe ich dir zur Verfügung, o Gesandter Allahs.“ Er sagte zu mir: „Folge mir«, und ging weiter. Ich folgte ihm, bis er bei sich eintrat und die Seinen um Erlaubnis für meinen Eintritt bat. Darauf bat er mich hinein. Dort fand er ein Trinkgefäß mit Milch und fragte: „Woher ist diese Milch?“ Seine Leute sagten: „Das ist ein Geschenk an dich von dem Soundso - oder von der Soundso - « Er sagte zu mir: „Du Abu Hirr!“ Ich erwiderte: „Da stehe ich dir zur Verfügung, o Gesandter Allahs.“ Er sagte: „Gehe hin zu den Leuten der Suffa3) und lade sie bei mir ein.“ Die Leute der Suffa sind übrigens die Gäste des Islam, die von keinem etwas verlangen, weder von der eigenen Familie noch von den Wohlhabenden, noch sonst von jemandem anderen. Wenn gewöhnlich ein Almosen zum Propheten gebracht wurde, schickte er es zu ihnen und nahm für sich nichts davon und wenn ihm gewöhnlich ein Geschenk geschickt wurde, schickte er ihnen etwas und nahm für sich etwas davon, und ließ sie sich dabei in der Regel beteiligen. Es hat mir leid getan, und ich sagte zu mir selbst: „Was haben die Leute der Suffa mit der Milch zu tun? Ich bin doch eher dazu berechtigt, etwas von dieser Milch zu trinken, damit sich meine Kräfte wieder sammeln können. Wenn sie nun kommen, wird der Prophet von mir verlangen, dass ich ihnen die Milch gebe und wieviel werde ich davon haben?“ Mir blieb aber nichts anderes übrig, als Allah und dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, Gehorsam zu leisten. Ich ging also zu ihnen und lud sie ein. Sie trafen ein und baten um Einlaß, der ihnen auch gewährt wurde. Dort bei ihm nahmen sie ihre Sitzplätze in der Wohnung ein. Der Prophet sagte zu mir: „Du Abu Hirr!“ Ich erwiderte: „Da stehe ich dir zur Verfügung, o Gesandter Allahs.“ Er sagte: „Nimm es und gib ihnen!“ Ich nahm das Trinkgefäß und fing damit an, einem Mann nach dem anderen zu geben: Der erste trank davon, bis er seinen Durst gestillt hatte, und gab mir anschließend das Trinkgefäß zurück. Der nächste trank davon, bis er seinen Durst gestillt hatte, und gab mir anschließend das Trinkgefäß zurück. Der nächste darauf trank davon, bis er seinen Durst gestillt hatte, und gab mir anschließend das Trinkgefäß zurück, usw., bis ich am Ende der Reihe zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, gelangte, nachdem alle Leute ihren Durst gestillt hatten. Der Prophet nahm dann das Trinkgefäß, stellte es auf seine Hand, lächelte und sagte: „Du Abu Hirr!“ Ich erwiderte: „Da stehe ich dir zur Verfügung, o Gesandter Allahs.“ Er sagte: „Siehe, es bleiben nur ich und du übrig!“ Ich sagte: „Du sagst die Wahrheit, o Gesandter Allahs!“ Er sagte zu mir: „Setze dich hin und trinke!“ Da setzte ich mich hin und trank. Er sagte: „Trinke weiter!“ Ich trank weiter, und er hörte nicht auf, dies zu wiederholen, bis ich ihm sagte: „Nein, bei Dem, Der dich mit der Wahrheit entsandt hat denn ich finde in mir keinen Platz mehr dafür.“ Da sagte er: „Laß mich dann sehen!“ Ich gab ihm dann das Trinkgefäß, und er lobte Allah, sprach Seinen Namen darauf4) und trank den Rest.“

(1) Beiname des Propheten, Segen und Friedeauf ihm, der ausschließlich ihm vorbehalten ist.
2) Hirr = Kater, Huraira = Kätzlein es handelt sich um dieselbe Person von Abu Huraira = Vater des Kätzleins.
3) Einige Sufis wollen den Ursprung ihrer Bewegung auf diese Leute zurückführen, was historisch und wissenschaftlich bezweifelt, sogar widerlegt wird.
4) Mit den Worten "bismi-llahi-r-rahmani-r-rahim
(= im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen), Basmala genannt)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6452]

`A´ischa berichtete: „Die Familienangehörigen Muhammads haben sich niemals - seitdem sie nach Al-Madina kamen - drei Tage hintereinander von einer Mahlzeit mit Weizenbrot sattgegessen, bis er (der Prophet) starb.“

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6454]

Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wahrlich, Allah sagte:

„Wer einen Meiner Diener befehdet, der unter Meinem Schutz steht, dem habe Ich den Krieg erklärt. Mein Diener nähert sich Mir nicht mit etwas, das Ich mehr liebe, als das, was Ich ihm als Pflicht auferlegte. Und Mein Diener fährt fort, sich Mir durch die Nawafil * zu nähern, bis Ich ihn liebe. Und wenn Ich ihn liebe, bin Ich sein Hören, mit dem er hört, sein Sehen, mit dem er sieht, seine Hand, mit der er zupackt, sein Fuß, mit dem er schreitet. Wenn er Mich um etwas bittet, werde Ich es ihm gewiß erfüllen, und wenn er bei Mir Zuflucht sucht, werde Ich ihm gewiß Zuflucht gewähren. Und niemals werde Ich etwas bei dessen Fälligkeit aufschieben, wie Ich dies tue, wenn das Leben eines Gläubigen in Gefahr gerät denn er verabscheut den Tod, und Ich verabscheue es, ihn im Stich zu lassen.“

**(*Nawafil, Mehrzahl von Nafila = freiwillige Leistung, wie z. B. Gebet, Fasten, Almosen usw., welche über die von Allah vorgeschriebenen Pflichten hinausgehen.

**Dies bedeutet, dass es im Leben eines Gläubigen oft vorkommt, dass er sich in einer tödlichen Gefahr befindet, aus der Allah, Erhaben ist Er, ihn durch ein Wunder rettet und danach noch etliche Jahre weiterleben läßt)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6502]

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

„Es wird mit der Stunde nicht soweit sein, bis die Sonne im Westen aufgeht. Und wenn sie von dort aufgeht, und die Menschen sie sehen, werden sie allesamt gläubig sein. Hier dann wird niemandem sein diesbezüglicher Glaube etwas nützen*, wenn er nicht vorher geglaubt und sich auf Grund dieses (ursprünglichen) Glaubens etwas Gutes erworben hatte. Und es wird mit der Stunde dann soweit sein, wenn sich zwei Menschen gegenseitig ihre Oberkleidungen zum Verkauf anbieten und weder der eine von dem anderen etwas kauft noch sie diese zusammenlegen (und weggehen). Und es wird mit der Stunde dann soweit sein, wenn ein Mensch mit der Milch seiner Kamelstute hinausgeht und keinen mehr findet, dem er diese zu trinken geben könnte. Und es wird mit der Stunde dann soweit sein, wenn jemand sein Wasserbecken mit dem Mörtel abdichtet, und niemand mehr kommt, der darin [/color][/color][/size](sein Vieh) tränkt. Und es wird mit der Stunde dann soweit sein, wenn einer von euch seine Nahrung bis zu seinem Mund hochhebt und diese nicht mehr essen kann.“ (*Vgl. dazu Vers 158 der 6. Surah Al-An`am)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6506]

`Ubada Ibn As-Samit berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

„Wer die Begegnung mit Allah liebt, mit dem liebt Allah auch die Begegnung. Und wer die Begegnung mit Allah verabscheut, mit dem verabscheut Allah auch die Begegnung.“ `A´ischa - oder einige seiner Frauen - sagte: „Wir verwünschen doch den Tod!“ Der Prophet sagte: „Es ist nicht das. Es geht aber darum, wenn ein Gläubiger im Sterben liegt, so wird ihm die frohe Botschaft über das Wohlwollen Allahs und seine ehrwürdige Stellung bei Ihm verkündet. Hier dann wird ihm nichts anderes lieber sein, als das, was ihm nunmehr bevorsteht. Somit liebt er dann die Begegnung mit Allah und Allah liebt die Begegnung mit ihm. Was aber den Ungläubigen angeht, der im Sterben liegt, so wird ihm die Pein und die Bestrafung Allahs verkündet. Hier dann wird er das verabscheuen, was ihm bevorsteht. Somit verabscheut er also die Begegnung mit Allah und Allah verabscheut auch die Begegnung mit ihm!“

(Siehe Hadith Nr.6508)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6507]

Abu Musa berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

„Wer die Begegnung mit Allah liebt, mit dem liebt Allah auch die Begegnung. Und wer die Begegnung mit Allah verabscheut, mit dem verabscheut Allah auch die Begegnung.“ (Siehe Hadith Nr.6507)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6508]

Abu Sa`id Al-Chudryy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:

„Die Gläubigen, die (am Tage des Jüngsten Gerichts) vor dem Höllenfeuer gerettet worden sind, werden auf einer Brücke zwischen dem Paradies und dem Höllenfeuer angehalten. Dort erzählt jeder jedem über die Beschwerden, die es einst zwischen ihnen im Diesseits gab. Wenn sie zu dem Punkt gelangen, an dem sie ihre diesbezüglichen Beschwerden abgeschüttelt haben und von jedem Groll* rein geworden sind, wird ihnen die Erlaubnis zum Eintreten ins Paradies gegeben. Ich schwöre bei Dem, in dessen Hand das Leben Muhammads ist, dass jeder von ihnen den Weg zu seiner Wohnstätte im Paradies noch genauer kennen wird**, als einst den Weg zu seiner Wohnung im Diesseits.“

(*Vgl.Qur´an-Vers 7:43: „Und Wir wollen alles hinwegräumen, was an Groll in ihren Herzen sein mag , ...“ **Die genaue Kenntnis ist eine Eingebung von Allah, damit sie nunmehr ihren Weg dorthin instinktiv finden können (eine Wiedergabe aus dem hiesigen Hadith-Kommentar vom Imam Ibn HaDschar)

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6535]



[Bild: blumenwiese-im-sonnenuntergang_516444620.jpg]
O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiß, Allah vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige. (39:53)



"Wenn du das Geräusch der Stifte hören könntest, mit denen die Engel deinen Namen zu denjenigen schreiben, die Allah gedenken, würdest du vor Freude sterben."
*- ibn al-Qayyim, rahimuALLAH -
  


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
1 Gast/Gäste