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Katholische Kirche verlässt bisher geglaubten Heilsweg
#1
Katholische Kirche hat einen neuen Weg zu Gott gefunden... man müsse nicht einmal mehr an Gott glauben, um ins Paradies zu gelangen.

https://boingboing.net/2015/12/26/pope-f...o-fol.html

Dass denen das nicht selbst langsam peinlich ist...
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#2
Wie ein "Gott", der ALLES, wirklich ALLES erschuf, dauerhaft "seine" Religion reformiert.

Sag: O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion außer in (dem Rahmen) der Wahrheit und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die schon zuvor irregegangen sind und viele (andere mit ihnen) in die Irre geführt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind. - Quran: 5:77
#3
Salam und hallo kann mir bitte wer kurz zusammengefasst übersetzen/erklären, was im Text steht?


Du hoffst auf Erfolg und folgst nicht seinem Weg.
Wahrlich, ein Schiff segelt nicht auf trockenem Land.

#4
Salam Songül,

ich versuche den wesentlichen Punkt zu benennen:

Ein Atheist fragte das derzeitige Oberhaupt der Katholischen Kirche, ob der Gott der Christen denen vergebe, die weder gläubig sind, noch den Glauben suchen. Franziskus antwortete, dass Gottes Barmherzigkeit keine Grenzen kenne, wenn jemand zu Gott mit aufrichtigem Herzen gehe. Diejenigen, die nicht an Gott glauben, müssten nur ihrem Gewissen folgen. Sünde ist bei denen, die keinen Glauben haben, gegen ihr Gewissen zu verstoßen.

Davon abgesehen, dass sich die Sätze widersprechen, läuft es im Kern darauf hinaus:

Wer nicht an Gott glaubt, begeht eine Sünde, wenn er nicht dem eigenen Gewissen folgt.
Wer seinem Gewissen folgt, dem steht das Himmelreich offen, weil er dann nicht sündigt, auch wenn er nicht an Gott glaubt.

Jesus sagte den Juden damals "Niemand kommt zum Vater denn durch mich". Das Oberhaupt der katholischen Kirche sagt nun: "Jeder kommt auch ohne Jesus und auch ohne Gott zu Gott, wenn er seinem Gewissen folgt."

Der einzige Vorteil dieses Satzes: Es gibt nun gar keinen Grund mehr für jemanden, in die Kirche einzutreten. Quasi amtlich bestätigt.

Abraham
#5
Salam herzlichen Dank Abraham, habe mir sowas schon quasi gedacht, weil den ersten Teil habe ich verstanden, aber man merkt, da stimmt was nicht mit der Kirche.#


Du hoffst auf Erfolg und folgst nicht seinem Weg.
Wahrlich, ein Schiff segelt nicht auf trockenem Land.

#6
Danke für diese Erinnerung, die einmal mehr aufzeigt, wie sich die so genannten Christen selber betrügen. In diesem Fall sogar ganz besonders deutlich.

Ich habe mal das Original Interview heraus gesucht, das schon seit Längerem im Internet herum gereicht wird. Die Atheisten freut es natürlich, wenn das Oberhaupt der größten Kirche ihnen in die Hand "bestätigt", dass jede Weltanschauung irgendwie etwas "Gutes" an sich habe, und folglich auch jede Werbe Aktivität - abfällig betitelt "Proselytismus" - verwerflich sei. Nicht Einladung zur Religion sondern Mach doch was du willst. Jeder ist sich selbst der Nächste.

„Proselytismus ist eine Riesendummheit, er hat gar keinen Sinn. Man muss sich kennenlernen, sich zuhören und das Wissen um die Welt um uns vermehren... Die Welt ist durchzogen von Straßen, die uns voneinander entfernen oder die uns näher zusammenbringen, aber das Entscheidende ist, dass sie uns zum Guten hinführen... Jeder von uns hat seine Sicht des Guten und auch des Bösen. Wir müssen ihn dazu anregen, sich auf das zuzubewegen, was er als das Gute erkannt hat... Das würde schon genügen, um die Welt zu verbessern... Die Liebe zum Anderen, die unser Herr gepredigt hat, ist kein Proselytismus, sondern Liebe. Liebe zum Nächsten, ein Sauerteig, der auch dem Gemeinwohl dient.“

"Wir machen uns die 'Religion', wie sie uns gefällt, und am Ende kommen wir sowieso alle ins Paradies, wenn wir nur an irgend etwas 'Gutes' in uns glauben, das sich Jeder selber definiert."
Wie das passt zum "modernen" Zeitgeist, nach dem sich Jeder selbst der Nächste sein soll/kann/darf.
Wenn man dann noch in Betrachtung zieht, dass der Interviewer ein Zeitungs-Herausgeber und ein Politiker gewesen ist (Multiplikator)...

Des weiteren gibt der Papst offen das zu, was wahre Gläubige seit 1400 Jahren wissen, von vielen "Christen" aber immer noch abgestritten wird:

Der heilige Paulus hat die Grundsteine unserer Religion und unseres Credo gelegt. Man kann ohne ihn kein bewusster Christ sein. Er übersetzte die Predigt Christi in eine Lehrstruktur, die auch ... nach 2.000 Jahren noch aufrecht steht."

Nicht der Allmächtige, nicht Jesus, sondern der "heilige Paulus" hat das begründet, was sie seit bald 2000 Jahren den Menschen als "Religion" verkaufen wollen. Geht es noch deutlicher?

"Oh ihr Gläubigen, wenn ihr nur wüsstet", wie oft lesen wir diese Mahnung des Allmächtigen Gottes. Wenn die Menschen sie sich doch nur zu Herzen nehmen würden.

Quelle - nur zur Dokumentation: Überraschung: Papst-Interview in "La Repubblica" (01.10.2013)
http://de.radiovaticana.va/storico/2013/...ted-733261
#7
Wenn Allah alles geschaffen hat, dann hat er auch Atheisten geschaffen. Im Koran steht ja, daß Allah nicht alle Menschen gleich gemacht hat und daß Allah auch nicht jeden annimmt, selbst wenn er die Shahada vor Zeugen ausspricht. Steht es nicht grundsätzlich bis zum Tode bei allen Muslimen offen, ob sie von Allah überhaupt angenommen werden? Man kann zwar ein Leben als Muslim führen und man ist trotzdem keiner, weil man von Allah noch nicht angenommen wurde und er sich dies bis nach dem Tode eines Menschen offen halten kann?

Wenn Atheisten also absichtlich geschaffen wurden (Allah hat sie geschaffen, sonst wären sie ja nicht da), dann müssen sie doch auch einen Sinn haben. Und warum sollte sie Allah später dafür bestrafen, daß er sie so geschaffen hat, wie sie sind?

Warum sollte ein Atheist, der ein friedliches Leben geführt hat bestraft werden? Wenn er sich engagiert, Armen hilft, Flüchtlingen hilft, sich gegen Gewalt und Krieg einsetzt usw. Wofür sollte er bitteschön bestraft werden? Ist das nicht ein Bewahrer muslimischer Tugenden, wie z.B. die Tugend der Barmherzigkeit?

Und was ist mit einem Muslim, der zwar 5 mal am Tag betet und den Koran auswendig kennt, der aber anderen Geschöpfen Allahs schadet? Sie verletzt, ihnen Gewalt zufügt, sie belügt, betrügt, täuscht oder bestiehlt? Ist das nicht jemand, der dem Islam und überhaupt allen Geschöpfen Allahs schadet?

Im ersten Fall sehe ich doch eine klare Chance dafür, daß Allah barmherzig ist. Im zweiten Fall eher weniger.
#8
Hallo Aboo Hafs,

(20-02-2016, 02:53 PM)Aboo Hafs schrieb: Und warum sollte sie Allah später dafür bestrafen, daß er sie so geschaffen hat, wie sie sind?


Wenn ich ein Forum besitze, einige wichtige Regeln aufgestellt habe, die man in meinem Forum beachten muss, dann kann ich denjenigen, der meine Regeln bewusst missachtet und beharrlich ablehnt, mit Recht bestrafen.
Die Menschen wurden nicht so geschaffen, "wie sie sind". Genauso wie der Homosexuelle; der wurde auch nicht so geschaffen, "wie er ist".

Es gibt eine authentische Überlieferung, in der berichtet wird, dass der Gesandte Allahs (sallAllahu alaihi wa sallam) sinngemäß gesagt hat, dass der Mensch mit einer Fitra (natürlichen Veranlagung) zum Eingottglauben als Muslim (Gott-Ergebener) geboren wird.
Jedoch machen die Eltern aus dem Menschen einen Christen, Juden oder Sabäer.
Entscheidend ist somit, wie und von wem der Mensch beeinflusst wird.

(20-02-2016, 02:53 PM)Aboo Hafs schrieb: Warum sollte ein Atheist, der ein friedliches Leben geführt hat bestraft werden? Wenn er sich engagiert, Armen hilft, Flüchtlingen hilft, sich gegen Gewalt und Krieg einsetzt usw. Wofür sollte er bitteschön bestraft werden?


In erster Linie kommt der Mensch nicht durch die Taten ins Paradies, sondern durch die Barmherzigkeit Allahs.

Die guten Taten, die der Atheist verrichtet, werden nicht für Allah getan und somit nicht bei Allah gezählt.

Außerdem hat der Atheist die "Regeln missachtet", nachdem er die Botschaft gehört hat.
Ebenso hat die Seele des Atheisten schon vorher bezeugt, dass Allah sein Herr ist. (vgl. Koran, 7:172-173)

(20-02-2016, 02:53 PM)Aboo Hafs schrieb: Und was ist mit einem Muslim, der zwar 5 mal am Tag betet und den Koran auswendig kennt, der aber anderen Geschöpfen Allahs schadet? Sie verletzt, ihnen Gewalt zufügt, sie belügt, betrügt, täuscht oder bestiehlt? Ist das nicht jemand, der dem Islam und überhaupt allen Geschöpfen Allahs schadet?


Allah weiß es am besten.
Allah wird darüber richten, denn Er ist ja der Gerechte. Allah ist keiner, der Unrecht begeht.
Unrecht hat Allah für sich selbst verboten und für uns muss Unrecht ebenfalls verboten sein.

Ein praktizierender Muslim besitzt sicherlich kein Gutschein für das ewige Paradies.

Möge Allah dich und uns rechtleiten. Amin.
#9
Bismillah.
Hallo Aboo Hafs,

ich möchte dir gern ein Video empfehlen (7 spannende Minuten):

https://www.youtube.com/watch?v=nIbnUMqLQ78

Ebenfalls würde ich dir eine ungefähre Übersetzung des Korans empfehlen.
Im Internet findet man die ungefähre Übersetzung von Frank Bubenheim (PDF), welche von den meisten deutschsprachigen Muslimen empfohlen und gelesen wird.

Viele Menschen, die mittlerweile praktizierende Muslime sind, haben ihre Antworten im Koran gefunden.

Und die Tatsache, dass du dich hier über eine religiöse Angelegenheit erkundigst, soll ja etwas Gutes heißen.
Anfänglich hatte ich (auch) enorme Probleme; mein Herz und meine Seele wollten sich ergeben, mein begrenzter Verstand jedoch nicht. Vielleicht kämpfst du ja mit der selben Problematik.

Ich hoffe, dass ich nicht allzu grob war. Du bist natürlich herzlich willkommen.
#10
Salam Aboo Hafs,

"Wenn Allah alles geschaffen hat, dann hat er auch Atheisten geschaffen."

Ja, Allah hat Atheisten geschaffen. Genau wie er die Welt geschaffen hat. Er hat die Dinge in Abhängigkeit zueinander geschaffen: dem geschaffenen Menschen hat er eine Welt gegeben, durch die er ihn versorgt. Allah hat den Menschen so geschaffen, dass er zu einem anderen Menschen in Beziehung treten kann. Der Mensch ist kein alleiniges Zufallsprodukt, sondern er ist als Geschöpf Teil der ganzen Schöpfung.

Die natürliche Haltung des Menschen ist, nicht nur zu seiner Umgebung ausgerichtet zu sein, sondern auch zu seinem Schöpfer. Das beweisen die frühen Naturreligionen,  später der Polytheismus, die aber allesamt ein unklares Gottesbild hatten. Auch die monotheistische Weltbewegung litt bisweilen unter der begrenzten menschlichen Wahrnehmung.

Die Geschichte der Religionen gingen immer mit der Idee einher, man müsse intellektuelle oder philosophische Gottesbeweise liefern. Darauf reagierte die Gesellschaft, indem sie von der Beweiskraft dieser Argumente die Frage der Gottesexistenz abhängig machte. Der Atheismus ist ein Kind dieser Schule und kein "Naturzustand", sondern eine moderne, intellektuelle Reaktion.

Man könnte sagen, der Atheismus ist der Versuch, die Sündhaftigkeit des Menschen intellektuell zu rechtfertigen, aus der Distanz zu Gott etwas wissenschaftlich redliches zu machen. Wenn Gott einen Atheisten geschaffen hat, dann natürlich, nur hat er ihn nicht mit dieser Geisteshaltung geschaffen. Diese hat er sich selbst zugelegt.

Worauf ich aber in diesem Thread aufmerksam machen wollte: So wie das Judentum damals Gott für sich beanspruchte, indem es den Abrahamssegen ausschließlich auf die Linie Isaaks begrenzte, führte das Christentum diesen Gedanken fort und beansprucht auch heute den "exklusiven Weg".
Diesen exklusiven Weg und Wahrheitsanspruch hat die Kirche mit der Haltung des Papstes aufgegeben. Das wäre durchaus vernünftig gewesen, wenn sie erkannt hätten, dass es in der Geschichte viele Propheten gab und diese jeweils den Weg zu Gott zeigten.
Sie erweiterten den Wahrheitsanspruch aber nicht auf einen generellen Monotheismus, sondern vor allem auf Menschen, die sich völlig gegen den Monotheismus stellen.

Wenn man es etwas weiter denkt, stellen sie sich damit selbst außerhalb der Botschaft Abrahams und könnten eigentlich nicht länger als "abrahamitischen Religion" betrachtet werden.


Zitat:Wenn Atheisten also absichtlich geschaffen wurden (Allah hat sie geschaffen, sonst wären sie ja nicht da), dann müssen sie doch auch einen Sinn haben.


Allah hat sie nicht als Atheisten erschaffen, sie haben diese Entscheidung selbst getroffen. Da Allah diese Entscheidung akzeptiert, ist sie von Allah gewollt, da er ihn sonst zu einem Gläubigen machen könnte. Aber warum will Allah den Atheisten nicht ändern? Weil auch dieser Atheist seine Prüfung hat.


Zitat:Warum sollte ein Atheist, der ein friedliches Leben geführt hat bestraft werden?


Ein Atheist lehnt die Barmherzigkeit Gottes ab. Warum sollte sie ihm nach dem Tod aufgedrängt werden?


Zitat:Und was ist mit einem Muslim, der zwar 5 mal am Tag betet und den Koran auswendig kennt, der aber anderen Geschöpfen Allahs schadet?


Das ist die Entscheidung von Allah. Aber wenn wir kein Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit haben, worauf sollten wir dann Vertrauen haben?

Salam
Abraham


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