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LIKE BUTTON und AUGENDIENEREI (Riya)!!!
#1
bismillah

Salam_wr_wb

Ich habe erfahren das es Geschwister gibt, die Probleme haben Beiträge im Forum zu schreiben, aus Angst, in Augendienerei zu verfallen. Erstmal möge sie Allah s.w.t. belohnen, dafür, das sie diese Angst haben in Augendienerei zu verfallen, aber auf der anderen Seite sollte man auch Angst haben, das man den Listen des Satans verfällt, der einem einflüsstert (Waswasa), das man die Taten macht wegen Augendienerei und wegen den Likes die man bekommen würde und dann gute Taten unterlässt.

Deshalb habe ich mich entschlossen einige Worte zu sagen und euch einige interessante Zitate und Texte diesbezüglich zu posten um einige Dinge klarzustellen biiznillah.

Erstmal muss man wissen das unsere Taten entsprechend unserer Absichten gezählt werden. Wenn jemand natürlich einen Beitrag schreibt, NICHT FÜR ALLAHS WOHLGEFALLEN und nur damit man Likes bekommt und Ansehen bei den anderen, dann ist das natürlich Augendienerei, vor der man sich schützen sollte. Man sollte auch nicht bestrebt sein, das man von den anderen gelobt wird, auch wenn man sich evtl. für den Lob freuen würde, denn der Nafs verlangt viel. Wichtig ist es aber das man den Nefs kontrolliert. Wenn jemand z.B. in seinem Nefs die Bestrebung verspürt das man gelobt sein möchte, sollte man natürlich seinen Nefs bekämpfen und dagegen anhalten, aber es ist FALSCH das man deshalb nichts mehr macht an guten Taten oder in diesem Fall eben nützliche Beiträge schreibt, denn das ist noch lange kein Anzeichen, das man Augendienerei macht.

Vor allem kann man sich selbst prüfen und kontrollieren:

Man fragt sich: Wenn es z.B. kein Like Button gäbe, würde ich dann den Beitrag TROTZDEM SCHREIBEN? Wenn JA, dann heisst es, das man den Beitrag NICHT FÜR DEN LIKE-BUTTON schreibt, sondern für Allah s.w.t.

Wenn einem jedoch der Lob und Anerkennung durch den Likebutton so wichtig ist, das man ohne ihn garkeinen Artikel schreiben würde, dann ist man schon eigentlich in großer Gefahr selbst wenn man nichts schreibt, da man so sehr darauf bedacht ist Lob und Anerkennung von den Menschen zu bekommen.

Deshalb sollte es einem egal sein, ob jetzt jemand einen lobt oder nicht und da die Begierde nach Lob und Anerkennung auch eine Begierde ist, so wie die anderen Begierden die wir Menschen besitzen, muss man den Nefs bekämpfen und in Schacht halten und diese Begierde in einer richtigen Bahn halten und zügeln.



Wie man dazu kommt, dass es einem egal wird, dass die Menschen einen loben oder tadeln, solange man gottgefällig handelt?
In einem Text heisst es:

"Wenn man sich klar bewusst macht, dass nur allein Allah einem nutzen oder schaden kann, und dass Allah andere Menschen nur als Mittel für Sein Wirken benutzt, dann wird es einem egal, wie andere Menschen über einen denken, solange Allah, der Herr der Welten, mit einem zufrieden ist. Sollte dann von den Menschen Lob kommen, so ist das die frohe Botschaft eines Gläubigen."

Wichtig ist es aber, das man nicht darauf bedacht ist, das man Lob bekommt bzw. wenn man verspürt das der Nefs einen dahin bringen will, das man eine Tat deshalb macht, dann bekämpft man seinen Nefs und zügelt ihn, soweit es geht und man wird dafür belohnt für die Mühe, seinen Nefs zu bekämpfen. Wenn man Freude verspürt, wenn man Likes bekommen hat, heisst das aber lange nicht, das man gleich Riya gemacht hat.

Abu Umar al Ghafars - Allahs Wohlgefallen auf ihm - berichtete, dass er den Gesandten Allahs - Allahs Heil und Segen auf ihm - fragte: „Oh Gesandter Allahs! Was ist mit dem Mann, der Taten vollbringt, die von den Menschen gerühmt und gelobt werden?“ Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - antwortete: „Dies ist die frohe Botschaft für den Gläubigen im Diesseits.“ [Überliefert von Muslim]

Aber wie gesagt wichtig ist es, das man seinen Nefs unter Kontrolle hält und stehts seine Begierden in Zügel hält und sich ihnen nicht hingibt.

So ist der Diener im ständigen Kampf mit seinem Nafs, seine Absicht und Bezweckung (für Allah) zu perfektionieren. Und dieser Kampf muss jeder
jeder führen, selbst die Gelehrten, rechtschaffenen und frommen Diener. Dazu sagt der Gelehrte Al-zauri:

"Keine Sache war schwerer für mich zu behandeln,(erziehen) als meine Absicht. "


Ibn al-Qayyim - Allahs Barmherzigkeit auf ihm - sagte:
Einer der Salaf (fromme Vorfahren) sagte: „Wahrlich, ein Sklave begeht eine Sünde, durch die er das Paradies betritt und ein anderer verrichtet eine gute Tat, durch die er zur Hölle gelangt.“ Man fragte ihn: „Wie kommt das?“ Da antwortete er: „Derjenige, der die Sünde begangen hat, denkt unaufhörlich daran; das bringt ihn dazu, sich davor zu fürchten, sie zu bereuen, darüber zu weinen und beschämt zu sein vor seinem Herrn - dem Allerhöchsten - wegen dieser Sünde. Er steht vor Allah mit gebrochenem Herzen und demütig, mit gesenktem Kopf. Also war diese Sünde nützlicher für ihn als das Verrichten vieler Taten des Gehorsams (sie führen einen Diener zu Glück und Erfolg), denn sie brachte ihn zu Demut und Bescheidenheit und zwar derart, dass diese Sünde der Grund für das Betreten des Paradieses war. Der Täter der guten Tat jedoch betrachtet seine gute Tat nicht als eine Gunst seines Herrn. Statt dessen wird er arrogant und staunt über sich selbst, indem er sagt: „Ich habe das und das erreicht, und dies und das.“ Das steigert seine Selbstverherrlichung, seinen Stolz und seine Arroganz - so sehr, dass dies zum Auslöser wird für seinen Untergang."


So legt Allah, Der die Herzen und Gemüter der Menschen unter Kontrolle hat, für Seine aufrichtigen Diener Liebe und Akzeptanz in die Herzen der Menschen.
Dazu steht im Gegenteil die Augenheuchlerei, diejenigen, welche ihre Taten vollbringen, um von den Leuten gelobt/akzeptiert zu werden. Allah legt durch die falsche Absicht des Dieners, Abneigung in die Herzen der Leute. Dies wird durch folgenden Hadith bekräftigt:

„Wer seine Taten vollbringt und sie danach den Leuten kund gibt (damit sie ihn loben),so lässt Allah rauskommen, dass er seine Taten mit dieser Absicht verrichtete (das die Leute ihn rühmen), und wer seine Taten vollbringt, um
von den Leuten gesehen zu werden, so lässt Allah rauskommen, dass er seine Taten verrichtete, um von ihnen gesehen zu werden.“= was zu seiner Erniedrigung und Verachtung unter den Menschen führt. (Buchari)

Dazu sagt Mujehid: -Wenn sich der Diener (aufrichtig) mit seinem Herz an Allah wendet (in all seinen Vorhaben), wendet Allah die Herzen der Menschen zu dem Diener.–Der Gelehrte Al-Fudail sagt dazu: -Wer es liebt erwähnt\gelobt zu werden, wird nicht erwähnt\gelobt, und wer es verabscheut erwähnt\gelobt
zu werden, der wird erwähnt\gelobt (unter den Menschen).

Also lieber Bruder und Schwester, scheue dich nicht gute Taten zu machen, indem du nützliche Beiträge schreibst oder andere gute Taten vollbringst, aus Angst Riya zu begehen und es sollte dir egal sein, wer auf den Like Button drückt um dadurch zu zeigen, das er/sie deiner Meinung ist. Wenn du merkst das es dir nicht egal ist und du es schon gerne hättest, das man dir Likes gibt unbedingt, aber du in erster Linie den Beitrag für Allah s.w.t. machst, dann bekämpfe dein Nefs und schreibe die Beiträge trotzdem, denn du tust es für Allah s.w.t. und dann bekommst du noch Belohnung dafür, da du dazu noch deinen Nefs bekämpfst, aber das ist lange kein Grund anzunehmen, das man Riya gemacht hat dadurch.

MÖGE UNS ALLAH s.w.t. allen Ihklas (Aufrichtigkeit) geben. Amin.

Und eine wichtige Dua die man auch machen, um sich gegen Riya (Augendienerei) zu schützen. Der Prophet lehrte die spezifische Dua für Riya:
„Allahumma innaa na3uudhu bika an-nushrika bika shay’an na3lamuhu, wa nastaghfiruka limaa laa na3lamuh. [Oh Allah, wir suchen Zuflucht bei dir vor dem bewussten Begehen von Shirk und erbitten deine Vergebung für (den Shirk, den wir unwissentlich begingen]“


Dazu noch ein Thema was ich gefunden habe auch hier im Forum, was man unbedingt lesen sollte:


http://islam-forum.info/Thema-Einflueste...-ich-Riyaa

Und auch einige Fatwas auf englisch:

http://islamqa.info/en/45872

http://islamqa.info/en/6578
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  • -IslamicHeart-, Abu Yahya, Muhammad Ibn Ismail, saduman, safiya_ummaimen, Shika, ukhtisarah, Umm Musab
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