Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Muslim und Christ im Dialog Teil 1
#1
Assalamu 'alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh,


Und Hallo liebe Gäste und Nicht-Muslime.


Hier werde ich In šāʾa llāh (So Gott will) aus dem Heftchen Muslim und Christ im Dialog schreiben.

Was das ist?

Es ist ein Büchlein mit Geprächen von christlichen Geistlichen und Laien. Der Meinungsaustausch fand mit Ihnen auf einer freundlichen und angenehmen Basis statt..

Denn...

„Rufe zum Weg deines Herrn auf mit Weisheit und schöner Ermahnung und diskutiere mit ihnen in
der besten Art und Weise! Wahrlich, dein Herr weiß, wer von seinem Weg abgekommen ist und er weiß auch Bescheid über die Rechtgeleiteten.“ (16:125)





In šāʾa llāh seid Ihr im besten zustand Eurer Gesundheit und Eurem Glauben.

bismillah




Der Erste Kontakt zwischen einem Christen und einem Muslim

C: Christ
M: Muslim

C: Warum gab es in den vergangenen Jahren so viele Dialoge zwischen Christen und Muslimen bezüglich Ihres Glaubens?

M: Ich denke, weil unsere Religionen einiges gemeinsam haben. Wir glauben an den einen Schöpfer, der zahlreiche Propheten sandte, und an Jesus als Messias und als Wort Gottes, das von den Juden abgeleht wurde und wird.
In unserem heiligen Quran lesen wir in Sure, Vers 45: die Engel sprachen:
"O Maria, Allah gibt tatsächlich verkündige euch ein Wort von Ihm, dessen Name der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist - sind in dieser Welt und im Jenseits und unter denen, brachte in der Nähe [Allah].


C: Warum aber, wenn das Christentum 2000 Jahre und der Islam über 1400 Jahre alt sind, wurden solche Dinge nicht vor Jahrhunderten geführt?

M: Immer wieder wurden derartige Gespräche geführt. Aber gerade im Hinblick auf die letzten drei bis vier Jahrhunderte wurden einerseits viele asiatische Länder, die von Muslimen beherrscht wurden, von Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und Portugal kolonisiert, wodurch diese Debatten kaum stattfanden. eine große Zahl christlicher Missionare und religiöser Kolonialherren versuchten mit allen Mitteln so viele Muslime wie möglich zum Christentum zu bringen. Sei es, indem sie sie medizinisch versorgten, ihnen Kleider gaben, oder Essen und Arbeit für die Armen. trotzdem konvertierten nur wenige. Anderseits wanderten nach dem zweiten Weltkrieg viele Muslime aus Asien und Afrika ls Arbeiter und Fachleute, später zunehmend auch für Studienzwecke, in den Westen aus. Dadurch entstand zwar wieder ein enger Kontakt zu Christen, es dauerte jedoch eine Weile bis sie sich aktiv an Diskussionen und der Einladung zum Islam beteiligten.

C: Siehst Du noch andere Gründe, aus denen heutzutage wieder mehr Dialogveranstaltungen, sogar von den jeweiligen Missionsgesellschaften organisiert, stattfinden?

M: Ich denke, dass Mitglieder beider Religonen zunehmend einsehen, dass es immens wichtig ist, sich und die wahren Lehren der Religion kennen zulernen und Vorurteile abzubauen. Außerdem fühlen wir uns Muslime uns den Christen näher als anderen Nichtmuslimen. oder wie im Quran in Sure 5, Vers 82 beschreibt:Sie finden sicher die intensivste der Menschen in Feindseligkeit gegenüber den Gläubigen zu sein [] die Juden und die, die andere mit Allah zu verbinden, und Sie werden die nächste von ihnen in Liebe zu den Gläubigen diejenigen, die sagen: "Wir sind Christen finden . " Das ist, weil unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie nicht hochmütig sind.

C: Wenn alle drei Religionen, Judentum, Christentum und Islam behaupten von ein und demselben Schöpfer zu stammen, warum unterscheiden sie sich dann?


M: Alle Propheten, von Adam bis Muhammad, wurden mit derselben Botschaft gesandt: Ergebt euch dem Willen Allahs! Auf arabisch heit diese Ergebung oder Unterwerfung ,,Islam``
Islam bedeutet auch Frieden- Frieden zwischen dem Schöpfer und Seinen Geschöpfen. Anders als die Bzeichnungen Judentum und Christentum, stamm die Bezeichnung Islam von Allah selbst, wie in Sure 5, Vers 3 zu lesen ist:
Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islām als Religion für euch zufrieden.
Weder die Bezeichnung Judentumnoch Christentum ist in der Bibel oder einem Bibellexikon zu finden. Kein israelitischer Prophet verwendete die Bezeichung Judentum und jesus behauptete nie, dass er das christentum gegründet hätte oder, dass er selbst Christ wäre. Das Wort Christ ist im Neuen Testament ganze dreimal zu finden. Zum ertsen Mal wurde es durch Heiden und juden in Antiochia um 43 n. Chr., also lange nach Jesus diese Erde verlassen hatte, verwender. Lies dazu in der Apostelgeschichte 11. 26: ,, In Antiochia nannte man die Jünger zum erten Mal Christen. später dann sagte Köni Agrippa II zu Paulus in der Apostelgeshichte 26: 28 Darauf sagte Agrippa zu Paulus: Fast überredest du mich dazu, mich als Christ auszugeben.''
Die Bezeichnung Christ wurde erst von Feinden und dann von Freunden genutz. Letzlich verwendete Petrus dieses Bezeicnhung, um den Gläubigen Mut zuzusprevhen:,, wenn er aber leidet, weil er Chrisat ist, dann soll er sich nicht schämen.''
Erster Bruief des petrus (4:16)
Der erste Muslim war nicht Muhammad, sondern Adam, möge Allah Ihnen Frieden geben. Der islam ist folglich eine Lebensweise für siwe gesamte menscheit. In Sure 3, Vers 83 und 84 Steht: ,,Können sie sich denn etwas anderes wünschen als die Religion (dien) Allahs, wo sich doch ihm - sei es freiwillig, sei es widerwillig - (alle) ergeben haben (aslama), die im Himmel und auf Erden sind? Und zu ihm werden sie (dereinst alle) zurückgebracht.
Sag: Wir glauben an Allah und (an das) was (als Offenbarung) auf uns, und was auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme (Israels) herabgesandt worden ist, und was Moses, Jesus und die Propheten von ihrem Herrn erhalten haben, ohne daß wir bei einem von ihnen (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen. Ihm sind wir ergeben (muslim).

C: Wie kommst du darauf, dass Abraham Muslim war? Es ist doch bekannt, dass er Jude war.

M: Jude? Wer hat dir das erzählt?

C: So wird es uns beigebracht, also muss es auch durch die Bibel bestätigt werden können.

M: Kannst du mir zeigen, an welcher Stelle in der Bibel steht, dass er ein Jude war?

C: Ja, es steht in Genesis 11:31: Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohnes Harans Sohn, und seine Schwiegertochter Sarai, seines Sohnes Abrams Weib, und führte sie aus Ur in Chaldäa, daß er ins Land Kanaan zöge; und sie kamen gen Haran und wohnten daselbst.

M: Abraham wurde also in Ur in Chaldäa geboren und konnte aus diesem Grund kein Jude sein. Erstens weil Chaldäa in Mesopotamien liegt, welches heute Teil des Irak ist. Er könnte eher als Semit bezeichnet werden. Zweitens enstand die bezeichnung Judas, dem Urenkel von Abraham. Lies nun weiter Genesis 12:4-5

C: Da zog Abraham aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber ward fünfundsiebzig Jahre alt, da er aus Haran zog.
Also nahm Abraham sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie erworben hatten in Haran; und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie gekommen waren in dasselbe Land.


M: Abraham wanderte im alter von 75 Jahren nach Kanaan aus, und die Bibel sagt deutlich, dass er dort ein Fremder war. In Genesis 17:8 steht: und ich will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung, und will ihr Gott sein. Und jetzt lies Bitte Genesis 14: 13

C: Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abraham an, dem Ausländer, der da wohnte im Hain Mamres, des Amoriters, welcher ein Bruder war Eskols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde.

M: Wie kommt Ihr dazu Abraham einen Juden zu nennen, wenn die Bibel selbst ihn einen Hebräer nennt, was so viel heißt wie ,,ein Mann von der anderen Seite des Euphrats''? Es bedeutet auch ,,zu Eber gehörend'', welcher ein Nachfahre von Sham ist. Lies jetzt einmal Genesis 32:29, um zu erfahren, was mit dem Namen Jakobs geschah, nachdem er, laut Bibel, mit einem Engel gerungen hatte.

C: Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst.

M: Abraham war also Hebräer und die Nachkommen Jakobs waren aus zwölf Stämmen bestehenden Israeliten. Judas wurde mit der Bezeichung ,,Jude'' belegt, so dass ursprünglich nur die Nachkommen von Judas Juden genannt wurden. Um festzustellen, wer Moses wirklich war, lies mal nun Exodus 6: 16-20

C: Dies sind die Namen der Kinder Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson, Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertsiebenunddreißig Jahre alt. Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei nach ihren Geschlechtern. Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Usiel. Kahath aber ward hundertdreiunddreißig Jahre alt. Die Kinder Merari sind diese: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung. Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe; die gebar ihm Aaron und Mose. Aber Amram ward hundertsiebenunddreißig Jahre alt.

M: Moses war also kein Jude, denn er war kein Nachfahre von Judas, sondern ein Levite. Moses war der Überbringer der gesetze (die Thora sind die Gesetze) zu den Juden (den Nachkommen Israels).


C:Wie kommt es, dass du das erklären kannst?

M: Wir nutzen den Quran als Grundlage. mann kann die Bibel erklären und die jüdische und christlichen Missstände im Lichte des Qurans korrigieren. Es ist das letzte offenbarte Buch und es wurde nie verändert oder manipuliert. Allah, der Allmächtige, hat und das in Sure 2, Vers 2 zugesichert: Dies ist die Schrift, an der nicht zu zweifeln ist, (offenbart) als Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.
Und auch in der Sure 15, Vers 9 : Wir haben die Mahnung hin-abgesandt. Und wir geben auf sie acht.

Dieser Vers ist eine Herausforderung für die Menscheit. es ist eindeutig bedlegt, dass inzwischen über 1400 Jahre vergangen sind und noch kein einziges Wort im Quran verändert wurde, obwohl Ungläubige ihr Bestes gegeben haben, um ihn zu verändern. Allerdings sind ihre Versuche kläglich gesheitert. Allah behütet dieses Buch, genau wie Er es gesagt hat. Im Gegensatz dazu wurden andere heiligen Bücher verfälscht, indem etwas hinzugefügt, weggenommen oder verändert wurde.



C: Welche Beweise hast du, dass die Bibel nachträglich überarbeitet wurde un der Quran immer noch im Original vorhanden ist?

M: Die Erste Bibel in englischer Sprache wurde im Jahre 1538 in England gedruckt. Im Jahr 1560 wurde die erste überarbeitete Bibel auf Englisch gedruckt und in Verse unterteilt. Unter Henry VIII. wurde die Bibel erneut überarbeitet. Genauso unter Königen Elisabeth und ein weiters Mal unter König James am Hampton Court (Place) im Jahr 1611. seitdem wurde sie vielen weiteren Überarbeitungen unterzogen, wie man im Vorwort der Bibel lesen kann. Vorscihtig geschätzt wurde sie seit 1538 zwanzih mal überarbeitet. Die letzten umfangreichsten Überarbeitungen wurden in den jahren 1952 und 1971 vorgenommen²

(*² Die Beispiele stammen aus dem Englischen Sprachraum, da dieses Buch aus dem Englischen übersetzt wurde)

Daraus kann man zweifellos schließen, dass die Bibel so vielen Veränderungen unterzogen wurde, dass man sie kaum als das Wort Gottes bezeichnen könnte. zahlreiche Bibelforscher stimmen dieser Einschätzung zu. was den Quran angeht, so sind bis heute zwei Originale erhalten, die vor über 1400 Jahren geschrieben wurden und Heute noch unverändert und vollständig sind. eines ist im Topkapi Museum in Istanbul in der Türkei zu sehen und das andere in Taschkent, in Usbekistan. Die UNESCO hat die Echtheit der Dokumente bestätigt und eine Entsprechende schrift Proklamation verfasst, die neben den beiden Exemplaren zu sehen ist.


C: Was ist im Quran über Abraham und Moses zu finden, was von der Bibel hergeleitet werden kann?

M: In der Sure 3, Vers 65 Steht:
Ihr Leute der Schrift! Warum streitet ihr über Abraham, wo doch die Thora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt worden sind? Habt ihr denn keinen Verstand?
Und in der gleichen Sure, in Vers 67, lesen wir:
Abraham war weder Jude noch Christ. Er war vielmehr ein (Allah) ergebener Hanief (haniefan musliman), und kein Heide.

Und in Sure 2, Vers 140:
Oder wollt ihr (vielleicht) sagen, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme (Israels) seien Juden oder Christen gewesen? Sag: Wißt ihr besser Bescheid, oder Allah? Wer aber ist frevelhafter als derjenige, der eine Zeugenaussage über einen ihm von Allah eröffneten Sachverhalt unterschlägt? Allah gibt wohl acht auf das, was ihr tut.

Natürlich waren sie weder Juden noch Christen, da die Bezeichnung ,, Jude'' erst nach Judas entstand und der name ,,Christ'' erst nach Jesus.


C: Es ist ungewohnt den Namen Allah zu hören. Warum sagst du nicht Gott, wenn du deutsch sprichst?

M: Das ist eine gute Frage. Der Name Allah mag sich für Nichtmuslime fremd anhören, aber tatsächlich ist es so, dass dieser Name von allen Propheten, von adam bis Mohammad, möge allah sie alle segnen und ehren, verendet wurde. Es ist eine Verschmelzung aus den beiden arabischen Worten Al und llah - der name bedeutet also ,,der Gott''.



C: Ich bin von meinem Glauben überzeugt, doch du hast mich angespornt mehr über den Islam erfahren zu wollen. Ich möchte so viele Informationen wie möglich über den islam erhalten, um sie dann mit dem Christentum zu vergleichen. ich möchte keinen blinden, dogmatischen Glauben haben, sondern etwas, woran ich mit Sicherheit und Überzeugung glauben kann.

M: beeinflusst dich diese Entscheidung in deiner religiösen Praxis?

C: Ja, ich gehe nicht mehr so regelmäßig wie früher in die Kirche und ich habe eine Übersetzung des Qurans und auch Bücher, die von Muslimen geschrieben wurden. Doch ich habe die Freiheit jeden Glauben zu wählen und niemand kann mich daran hindern.

M: Das stimmt. Es ist deine Wahl, ,, In der Religion gibt es keinen Zwang. Der rechte Weg (des Glaubens) ist (durch die Verkündigung des Islam) klar geworden (so daß er sich) vor der Verirrung (des heidnischen Unglaubens deutlich abhebt). Wer nun an die Götzen (at-taaghuut) nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hält sich (damit) an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Allah hört und weiß (alles).

C: Warum laden die Muslime dann andere menschen zum Islam ein?

M: So wie die Christen die Juden ersuchen Jesus als der Messias zu akzeptieren, ersuchen wir Muslime die Christen, die Juden, die gesamte Menschheit Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, als den letzten endgültigen Gesandten zu akzeptieren und auch weil der Prophet Muhammad, möge Allah ihn ehren und segnen, sagte:,, Überbringt meine Botschaft und wenn es nur anhand eines Quran Verses ist.''



C: Diese Erklärung motiviert mich, dazu die Bibel genauer zu überprüfen. ich würde mich gerne weiter mit dir austauschen.

M: Ja, durchaus gerne. Denn nur durch den Dialog kann man ein akzeptables Ergebnis erreichen.

C: Vielen Dank, dass du mich ermutigst Fragen zu stellen.

M: Natürlich!


Das wars auch schon mit dem Dialog zwischen einem Muslim und einem Christ.
In šāʾa llāh konnte ich duch diese Diskussion Fragen beantworten und Einige Punkte Klar stellen. ich werde in šāʾa llāh auch die nächten Dialoge übertragen, so dass in šāʾa llāh jeder etwas davon hat und wir alle werden davon in šāʾa llāh lernen.



Alles Gute kommt von ALLAH (subhanahu wa ta’ala) und alles Schlechte kommt von Mir und dem Schaytan.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) all unsere Sünden vergeben und uns vor dem Höllenfeuer schützen… Amin


Quellen:

Quran
Bibel
Muslim & Christ im Dialog
O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiß, Allah vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige. (39:53)



"Wenn du das Geräusch der Stifte hören könntest, mit denen die Engel deinen Namen zu denjenigen schreiben, die Allah gedenken, würdest du vor Freude sterben."
*- ibn al-Qayyim, rahimuALLAH -
#2
Assalamu 'alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh,



In šāʾa llāh seid Ihr im besten Zustand Eurer Gesundheit und Eurem Glauben.


bismillah


Ich hatte vor einiger Zeit angefangen ein Gespräch zwischen einem Muslim und einem Christen mit Euch zu teilen, das werden ich In šāʾa llāh weiter machen.
Dieses ist In šāʾa llāh der zweite Teil von diesem Dialog.





Teil 2 - Die Bibel -


M: Muslim
C: Christ





Die heilige Bibel




M: In Ordnung. Bist du dir sicher, dass die Bibel Gottes Wort ist?

C: Ja, ich bin mir sicher, dass es Gottes Wort ist.

M: Dann lies bitte was Lukas über seine Aufzeichnungen in den Versen 1, 2 und 3 sagt.

C: „Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.“

M: Denke genau nach. Lukas sagt, er ist kein Augenzeuge gewesen. Das Wissen, welches er bekam, hatte er von Augenzeugen und nicht durch göttliche Inspiration. Wie kann die Bibel Gottes Wort durch Hörensagen sein?

C: Vielleicht ist nur dieser Teil nicht Gottes Wort.

M: Die Geschichte lehrt uns, dass die Bibel über die Jahre Änderungen erfahren hat. Wie bereits vorher erwähnt, wurde die Bibel im Zeitraum von 1538 bis in die 1970er Jahre Dutzenden von Änderungen unterzogen und es gibt Dutzende von Bibelversionen. Auch du weißt, dass es nicht verschiedene Versionen von Gottes Wort geben kann. Die letzten großen Änderungen, die die Standard Version der Bibel durchlaufen hat, fanden in den Jahren 1952 und 1971 statt. Bei der New American Standard Bible sowie der New World Übersetzung der Heiligen Schrift wurden, im Vergleich zur King James Version, einige Verse ausgelassen. Vor einigen Jahren wollten christliche Theologen die Bibel geschlechterunspezifisch machen! Und manche christliche Theologen behaupten: „Die Bibel ist menschlich und göttlich zugleich.“ Jedoch ist das ein offensichtlicher Widerspruch, denn beides zusammen ist nicht möglich. Die oben erwähnten Tatsachen beweisen deutlich, dass die Bibel menschlich, und nicht göttlich, ist. Bedeutet heilig für dich auch frei von Fehlern?

C: Ja. Doch was für eine Art von Fehlern meinst du?

M: Ein Beispiel: in Genesis lesen wir, dass die Pflanzenwelt vor der Sonne erschaffen wurde. Das ist unwissenschaftlich, denn Pflanzen können nicht ohne Sonne wachsen. Ein anderes Beispiel: Stell dir vor, es gibt einen Vers, der besagt, dass eine bestimmte Person im Alter von 50 Jahren verstorben sei und einen anderen Vers, der besagt, dass dieselbe Person im Alter von 60 Jahren verstorben sei. Können beide Aussagen richtig sein?

C: Auf keinen Fall! Nur eine von beiden Aussagen kann richtig sein. Oder beide sind falsch.

M: Richtig. Wenn also ein angeblich heiliges Buch widersprüchliche Verse beinhaltet, betrachtest du es dann immer noch als heilig?

C: Nein, natürlich nicht, denn eine heilige Schrift ist die Offenbarung von Gott, und es ist unmöglich, dass sie Fehler oder Widersprüche enthält. Gott ist perfekt!

M: Sie ist also nicht heilig.

C: Richtig, die Heiligkeit verschwindet.

M: Einverstanden. Du könntest dieser Schrift also nicht 100%ig vertrauen. Was könnten die Gründe für die Fehler und Widersprüche sein?

C: Ein Fehler in der Niederschrift, absichtliche Änderungen der Schreiber, Auslassungen, Hinzufügungen.

M: Wenn ich dir widersprüchliche Verse in der Bibel zeige, würdest du sie dann noch als heilig betrachten?

C: Ich glaube nicht, dass die Bibel nicht heilig ist, weil ich keine widersprüchlichen Verse darin sehe.

M: Doch es gibt viele widersprüchliche Verse darin.

C: Im Neuen oder im Alten Testament?

M: In beiden. Hier sind ein paar wenige davon. Aber ich möchte dich daran erinnern, dass du zwischen dem Neuen und dem Alten Testament nicht unterscheiden darfst, denn Jesus hat wieder und wieder erklärt, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz zu ändern. Ansonsten müsste die Kirche das Alte Testament völlig ausschließen, wenn die heutigen Christen nicht mehr daran glauben wollen. Hier sind einige Widersprüche:

- „David nahm von ihm siebzehnhundert Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert (für sich) zurück.“ (Zweites Buch Samuel 8:4)
- „David erbeutete von ihm tausend Wagen und nahm siebentausend Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert von ihnen für sich zurück.“ (Das erste Buch der Chronik 18:4)

Waren es nun siebzehnhundert oder siebentausend Wagenkämpfer? Was ist richtig?

- „Doch sie mussten vor den Israeliten fliehen. David vernichtete siebenhundert aramäische Kriegswagen und tötete vierzigtausend Reiter. Auch Schobach, den Oberbefehlshaber des Heeres, schlug er nieder, sodass er an Ort und Stelle starb.“ (Zweites Buch Samuel 10:18)
Im Vergleich dazu:
- Doch sie mussten vor den Israeliten fliehen. David vernichtete siebentausend aramäische Kriegswagen und tötete vierzigtausend Mann von ihren Fußtruppen. Auch Schobach, den Oberbefehlshaber des Heeres, tötete er.“ (Das erste Buch der Chronik 19:18)

Waren es nun siebenhundert Kriegswagen oder siebentausend? Waren es vierzigtausend Reiter oder Fußtruppen?

- „Er war zweiundzwanzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte ein Jahr in Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja; sie war eine Enkelin Omris, des Königs von Israel.“ (Das zweite Buch der Könige 8:26)
- „Ahasja war zweiundvierzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte ein Jahr in Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja; sie war eine Enkelin Omris.“ (Das zweite Buch der Chronik 22:2)

War er nun zweiundvierzig oder zweiundzwanzig Jahre alt?

- „Jojachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta und war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem.“ (Das zweite Buch der Könige 24:8)
- „Jojachin war acht Jahre alt, als er König wurde. Er regierte drei Monate und zehn Tage in Jerusalem und tat, was dem Herrn missfiel.“ (Das zweite Buch der Chronik 36:9)

War er nun acht Jahre alt oder achtzehn? Regierte er drei Monate lang oder drei Monate und zehn Tage?

- „Das sind die Namen der Helden Davids: Jischbaal, der Hachmoniter, das Haupt der Drei; er schwang seine Streitaxt über achthundert Männer und erschlug sie alle auf einmal.“ (Zweites Buch Samuel 23:8)
- „Das ist das Verzeichnis der Helden Davids: Jaschobam, der Sohn Hachmonis, war das Haupt der Drei; er schwang seine Lanze über dreihundert Männer und erschlug sie alle auf einmal.“ (Das erste Buch der Chronik 11:11)

Lassen wir seinen Namen und seine Abstammung beiseite. Aber hatte er nun eine Streitaxt oder eine Lanze. Tötete er achthundert oder dreihundert Männer?

- „Der Zorn des Herrn entbrannte noch einmal gegen Israel und er reizte David gegen das Volk auf und sagte: Geh, zähl Israel und Juda!“ (Zweites Buch Samuel 24:1)
- „Der Satan trat gegen Israel auf und reizte David, Israel zu zählen.“ (Das erste Buch der Chronik 21:1)

Wer provozierte David nun? War es der Herr oder der Satan? Ein schwerwiegender und schockierender Fehler!

- „Michal aber, die Tochter Sauls, bekam bis zu ihrem Tod kein Kind.“ (Das zweite Buch Samuel 6:23)
- „Der König nahm Armoni und Mefi-Boschet, die beiden Söhne, die Rizpa, die Tochter Ajas, dem Saul geboren hatte, und die fünf Söhne, die Michal, die Tochter Sauls, dem Adriël, dem Sohn Barsillais aus Mehola, geboren hatte.“ (Das zweite Buch Samuel 21:8)

Hatte Michal, die Tochter von Saul, nun kein Kind oder fünf Kinder?

C: Ich habe all diese Widersprüche nie wahrgenommen. Gibt es noch mehr?

M: Ja, es gibt noch Dutzende andere Stellen. Aber reicht das Genannte nicht aus, um die Heiligkeit abzuerkennen? Lies doch mal Genesis 6:3: „Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragen.” Wie alt war Noah als er starb?

C: Ich kann mich nicht erinnern.

M: Er war älter als 120 Jahre, wie in Genesis 9:29 zu lesen ist.

C: „Die gesamte Lebenszeit Noahs betrug neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.”

M: Seltsam, oder?!
Noch etwas anderes: das Christentum besagt, dass Gott den Mensch nach seinem Abbild erschaffen habe. So steht es in Genesis 1:26: „Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.”
Das widerspricht allerdings Jesaja 40:18 und 25: „Mit wem wollt ihr Gott vergleichen und welches Bild an seine Stelle setzen? (...) Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein? spricht der Heilige.“ Oder lies in den Psalmen 89:7 nach: „Denn wer über den Wolken ist wie der Herr, wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?“ Und in Jeremiah 10:6 und 7 steht: „Niemand, Herr, ist wie du: Groß bist du und groß an Kraft ist dein Name. Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Ja, das steht dir zu. Denn unter allen Weisen der Völker und in jedem ihrer Reiche ist keiner wie du.”

C: Aber das ist doch alles aus der Thora!

M: Wieder unterscheidest du zwischen Altem und Neuem Testament. Es ist doch Teil der Bibel, an die die Christen glauben. Jesus sagte doch deutlich, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz (die Thora) zu zerstören, sondern, um es aufrecht zu erhalten. Jesus hat sich strikt an das Gesetz Moses´ gehalten und du machst Unterscheidungen, indem du sagst, das ist das Neue und das ist das Alte Testament. Auf diese Weise spielt man mit seinem Glauben – und davor sollte man sich doch in Acht nehmen. Aber lass uns weiter zum Neuen Testament gehen. Hier sind einige Beispiele von Aussagen Jesus´:

- Johannes 5:37: „Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat über mich Zeugnis abgelegt. Ihr habt weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt je gesehen.“
- Johannes 14:9: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
- Johannes 5:31: „Wenn ich über mich selbst als Zeuge aussage, ist mein Zeugnis nicht gültig.”
- Johannes 8:14: „Jesus erwiderte ihnen: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis gültig.”
- Matthäus 21:2: „Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.”
- Markus 11:2: „Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her!”

Ein weiteres Beispiel ist, dass Josef im Matthäusevangelium (1:16) als Sohn Jakobs beschrieben wird, im Lukasevangelium (3:23) allerdings als Sohn Elis.
Dies sind nur einige wenige Widersprüche im Neuen Testament. Wenn wir gemeinsam über die Glaubenslehre der Dreifaltigkeit, der Göttlichkeit Jesus´, der göttlichen 'Sohnheit' Jesus´, die Erbsünde und die Sühne sprechen werden, wirst du viele weitere Widersprüche sehen; ganz zu schweigen von all den üblen Vorwürfen und schlimmen Lügen gegenüber vielen biblischen Propheten. Ihnen wird vorgeworfen falsche Götter angebetet zu haben, Inzest, Vergewaltigung oder Ehebruch begangen zu haben. Ich bitte Allah um Vergebung dafür, diese Dinge überhaupt zu erwähnen.

C: Wo in der Bibel findest du das?

M: Über Noah wird gesagt, er sei so betrunken gewesen, dass er sich vor seinen erwachsenen Söhnen nackt ausgezogen habe: „Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen. Als Noah aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte (...).” (Genesis 9:23-24)

Und Salomon wird nicht nur vorgeworfen ein riesiges Harem gehabt zu haben, sondern auch falsche Götter angebetet zu haben: „Der Herr aber wurde zornig über Salomo, weil sich sein Herz von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm verboten hatte, fremden Göttern zu dienen. Doch Salomo hielt sich nicht an das, was der Herr von ihm verlangt hatte.“ (Das erste Buch der Könige 11: 9-10)

Aaron, der als Prophet seinen Bruder Moses zum Pharao begleitete, wird beschuldigt das goldene Kalb für die Israeliten gestaltet zu haben: „Er nahm sie von ihnen entgegen, zeichnete mit einem Griffel eine Skizze und goss danach ein Kalb. Da sagten sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten herausgeführt haben.“ (Exodus 32:4)

Des Weiteren wird dem Propheten Lot Inzest mit seinen beiden Töchtern nachgesagt: „Beide Töchter Lots wurden von ihrem Vater schwanger.“ (Genesis 19:36)

Außerdem liest man über einen Propheten, der mit zwei Schwestern gleichzeitig verheiratet war, was verboten ist: „Jakob ging darauf ein. Er verbrachte mit Lea die Brautwoche, dann gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.“ (Genesis 29:28)

Wieder ein anderer Prophet wird des Ehebruchs beschuldigt: „David schickte jemanden hin und erkundigte sich nach ihr. Man sagte ihm: ›Das ist Batseba, die Tochter Ammiëls, die Frau des Hetiters Urija.‹ Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen; sie kam zu ihm, und er schlief mit ihr - sie hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt. Dann kehrte sie in ihr Haus zurück.” (Das zweite Buch Samuel 11:3-4)

Hier ergibt sich eine zentrale Frage: Wie kann David im Stammbaum Jesus´ akzeptiert sein, wenn dieser mit einer Person beginnt, die Ehebruch begangen hatte? Ist das nicht ein Widerspruch zu dem, was im Deuteronomium 23:2 geschrieben steht? „In die Versammlung des Herrn darf kein Bastard aufgenommen werden; auch in der zehnten Generation dürfen seine Nachkommen nicht in die Versammlung des Herrn aufgenommen werden.”

Eine andere abstoßende Geschichte ist die Massenunzucht von Absalom. Von ihr wird im zweiten Buch Samuel 16:22 berichtet: „Man errichtete für Absalom ein Zelt auf dem Dach, und Absalom ging vor den Augen ganz Israels zu den Nebenfrauen seines Vaters.“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand auf der Welt imstande dazu wäre, so etwas zu tun – auf einem Dach vor den Augen aller Leute!

Ein weiterer Bericht über Inzest ist der von Juda mit seiner Schwiegertochter Tamar. Juda war auf dem Weg nach Timnath, um seine Schafe zu scheren, als er Tamar sah, die er wegen ihrer Gesichtsbedeckung für eine Hure hielt: „Da fragte er: ›Was für ein Pfand soll ich dir dalassen?‹ ›Deinen Siegelring mit der Schnur und den Stab in deiner Hand‹, antwortete sie. Er gab sie ihr. Dann ging er zu ihr und sie wurde von ihm schwanger.” (Genesis 38:18)

Der Qur'an, und somit auch alle Muslime, lehnen diese Lügen strikt ab!

Obwohl Juden und Muslime zum Teil verfeindet sind, würde niemals ein Muslim auf die Idee kommen über irgendeinen israelitischen Propheten – ganz gleich ob Juda, David, Jesus oder ein anderer, Allahs Wohlgefallen auf ihnen allen – ein Buch zu verfassen, in dem er ihn der Vergewaltigung, Unzucht, Inzest oder sonstiger Dinge beschuldigen würde. Allerdings sind diese schrecklichen Dinge alle in eurer Bibel vorhanden und die Christen akzeptieren das blind und glauben daran. Ich suche Zuflucht bei Allah davor!

Muslime lieben, ehren und respektieren alle Propheten Gottes, auch die jüdischen. Dies zu tun, stellt sogar ein Glaubensgrundsatz der Muslime dar. Wir würden niemals schlecht über sie sprechen oder schreiben. Jeder Muslim, der derartige Anschuldigungen für wahr hält, wird dadurch ein Ungläubiger. Nun stell dir selbst eine wichtige Frage:

Wenn Allah Propheten geschickt hat, damit sie der Menschheit den richtigen Weg zeigen, glaubst du, dass Er sich in der Auswahl geirrt hat? Glaubst du, Er hat die falschen Menschen ausgesucht?

C: Nein, sicherlich hat er nicht die Falschen gewählt. Aber glaubt ihr nicht auch an die Bibel?

M: Wir Muslime glauben an alle heiligen Schriften – jedoch in ihrer Originalform. Jesus, der Friede sei mit ihm, sprach aramäisch und nicht deutsch, englisch, lateinisch oder griechisch. Das muss ganz klar gesagt werden. Wo ist denn die Originalbibel auf aramäisch? Sie existiert nicht mehr! Gott hat zu jedem Volk einen Gesandten geschickt, damit er die Leute zum Einen warnt und ihnen zum Anderen frohe Botschaft gibt. Manchen von ihnen hat Er auch eine Schrift gegeben, als Rechtleitung für deren Völker. Einige Beispiele dafür sind die Thora, die er Moses gab, die Psalmen, die David erhielt, oder das Evangelium, das Er Jesus gab. In der Bibel ist an mehreren Stellen zu lesen, dass Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Geht nicht den Weg der Heiden“, d.h., geht nicht zu den Nichtjuden.

Als Teil seines Planes sandte Allah Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, als letzten und endgültigen Gesandten mit der letzten Offenbarung, dem heiligen Qur'an, als Rechtleitung für die ganze Menschheit – unabhängig von Nationalität und für alle Zeiten.

Von all den genannten Schriften ist nur noch der Qur'an in seiner Urfassung vorhanden.

Jesus sagt in Matthäus 15:24 selbst, dass er nur zu Israel gesandt wurde: „Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.” Oder in Matthäus 1:21: „Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Das sind die Juden. Außerdem sagte Jesus, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz zu ändern, sondern um es auszuführen: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ (Matthäus 5:17)

C: Aber im Markusevangelium 16:15 sagt Jesus: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“

M: Das widerspricht dem, was in Matthäus 15:24 und 1:21 steht. Sehr wichtig zu beachten: In vielen Bibelversionen ist diese Stelle (genauer: Markus 16:9-20) entfernt worden bzw. nicht vorhanden. Die New American Standard Bible hat diesen Teil eingeklammert und mit folgendem Kommentar versehen: „Einige der ältesten Manuskripte lassen Verse 9-20 aus.“ In der New World Translation der heiligen Schriften, die von den Zeugen Jehovas verwendet wird, wird eingeräumt, dass einige der ältesten Manuskripte nach Markus 16:8 einen kurzen und anderen Rückschluss folgen lassen; wieder andere lassen es vollständig weg. Die Revised Standard Version druckt folgende Fußnote ab: „Einige der ältesten Instanzen schließen Markus mit Vers 8 ab.“ Das heißt auch, dass die Wiederauferstehung, wie sie in Markus 16:9 beschrieben ist, nicht wahr ist.

C: Aber Jesus sagt im Matthäusevangelium 28:19: „Darum geht hin und macht alle Völker zu Jüngern.“

M: „Alle Völker“ muss wohl als alle zwölf Stämme Israels interpretiert werden, sonst widerspricht dies Matthäus 15:24 und 1:21. In der New American Standard Bible und der New World Translation ist nicht „alle Völker“ der Welt übersetzt worden, sondern „all die Völker“ , was soviel heißt wie „die zwölf Stämme Israels“. Wie authentisch hältst du die Bibel nun?

C: Inzwischen habe ich meine Zweifel bekommen.

M: Ich bin mir sicher, dass du von der Echtheit des Islams überzeugt sein wirst, sobald wir unsere Meinungsverschiedenheiten im Detail erörtert haben. Ich bitte dich darum, so viele Fragen zu stellen wie du möchtest. Das ist die einzige Möglichkeit, wie du noch bestehende Zweifel ausräumen und auf deinem Weg der Wahrheitssuche zum Ziel gelangen kannst.

C: Weißt du, es ist eine willkommene Veränderung für mich, dass du mich ermutigst Fragen zu stellen. Viele unserer Theologen raten den Menschen davon ab. Doch ich bin der Meinung, es ist mein Recht zu fragen, um die Wahrheit zu erfahren.

M: Natürlich ist es das Recht eines jeden zu fragen. Es ist schade, dass viele einfache Christen wie du ihren Geistlichen keine Fragen zu der Glaubenslehre, die die Kirche vertritt, stellen. Unsere Scheichs und Imame ermutigen uns dazu, da es ein Grundrecht eines jeden Menschen ist. Es ist die einzige Möglichkeit Zweifel zu beseitigen. Die erhaltenen Antworten müssen deswegen auch deinen Intellekt ansprechen, sie müssen logisch und vernünftig sein und sie müssen Sinn machen, sonst bist du am Ende der Verlierer. Übrigens werden in vielen Moscheen auf der ganzen Welt regelmäßig Fragestunden abgehalten, nur damit die einfachen Leute Antworten auf ihre Fragen erhalten.





Das wars auch schon mit dem Dialog zwischen einem Muslim und einem Christ.
In šāʾa llāh konnte ich durch diese Diskussion Fragen beantworten und Einige Punkte Klar stellen. Ich werde In šāʾa llāh auch die nächsten Dialoge übertragen, so dass in šāʾa llāh jeder etwas davon hat und wir alle werden davon In šāʾa llāh lernen.




Alles Gute kommt von ALLAH (subhanahu wa ta’ala) und alles Schlechte kommt von Mir und dem Schaytan.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) all unsere Sünden vergeben und uns vor dem Höllenfeuer schützen… Amin



Quellen:


Bibel
Muslim & Christ im Dialog


Winke
O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiß, Allah vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige. (39:53)



"Wenn du das Geräusch der Stifte hören könntest, mit denen die Engel deinen Namen zu denjenigen schreiben, die Allah gedenken, würdest du vor Freude sterben."
*- ibn al-Qayyim, rahimuALLAH -
#3
Assalamu 'alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh,


Und Hallo an alle Gäste



In šāʾa llāh seid Ihr im besten Zustand Eurer Gesundheit und Eurem Glauben.



Muslim Und Christ im Dialog Teil 3



Die Glaubenslehre der Göttlichkeit Jesu Christi



M: Muslim
C: Christ

M: Glaubst du, dass Jesus Gott ist?

C: Ja, denn im Johannesevangelium 1:1 steht: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

M: Wir sind uns darüber einig, dass eine heilige Schrift keine Widersprüche enthalten kann. Wenn es zwei widersprüchliche Verse gibt, dann kann nur einer richtig sein und der andere ist falsch. Alternativ sind beide falsch, aber beide können nicht richtig sein. Erinnerst du dich daran?

C: Ja, daran erinnere ich mich.

M: Wenn Jesus, laut Johannes 1:1, Gott ist, wie viele Götter muss es dann mindestens geben?

C: Mindestens zwei.

M: Das steht aber im Widerspruch mit vielen Stellen in der Bibel. Im Deuteronomium 4:39 steht zum Beispiel: „So sollst du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, dass der Herr Gott ist, oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner.“ Oder auch im Deuteronomium 6:4: „Höre Israel, der Herr unser Gott, der Herr ist einer.“ Ein weiteres Beispiel ist Jesaja 43:10-11: „Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. Ich, ich bin der Herr, und außer mir gibt es keinen Retter.“ Oder schau in Jesaja 45:18: „Denn so spricht der Herr, der den Himmel erschuf, er ist der Gott, der die Erde geformt und gemacht hat - er ist es, der sie erhält, er hat sie nicht als Wüste geschaffen, er hat sie zum Wohnen gemacht: Ich bin der Herr und sonst niemand.“ Dieses letzte Beispiel reicht aus, um zu sagen, dass Gott alleine der Schöpfer ist, Jesus hat nicht einmal an der Schöpfung teilgenommen. Andere aufschlussreiche Bibelstellen sind: Deuteronomium 4:35, Exodus 8:10, zweites Buch Samuel 7:22, erstes Buch der Könige 8:23, erstes Buch der Chroniken 17:20, Psalmen 86:8, 89:6 und 113:5, das Buch Hosea 13:4 und das Buch Sacharja 14:9.


C: Aber das ist alles aus dem Alten Testament. Wie sieht es mit dem Neuen Testament aus?

M: Du musst vorsichtig damit sein, das Alte Testament zurückzuweisen. Es ist Teil eurer heiligen Bibel. Aber lies was Jesus im Markusevangelium 12:10 sagt: „Jesus antwortete: Das erste (aller Gebote) ist: Höre Israel, der Herr unser Gott, ist der einzige Herr.“ Oder im ersten Korintherbrief 8:4: „(...) so wissen wir, dass es keine Götzen gibt in der Welt und keinen Gott außer dem einen.“ Sehr deutlich ist auch Vers 5:2 im ersten Brief an Timotheus: „Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.“ Die biblische Formulierung lautet der Mensch Christus Jesus. Jetzt kannst du entweder sagen, dass Johannes 1:1 richtig ist und all die anderen Verse falsch, oder genau andersrum.

C: Schwer zu beurteilen.

M: Lass es uns aus der qur'anischen Perspektive betrachten und schauen, ob es mit dem, was Jesus gesagt hat, übereinstimmt. Jesus wird mehrere Male im Qur'an als ein „Wort Allahs“ bezeichnet. In Sure 3, Vers 45: „Damals sprachen die Engel: ›O Maria, siehe, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm; sein Name ist der Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen im Diesseits und im Jenseits, und einer von denen, die (Allah) nahestehen.‹“ Das heißt, im Qur'an wird Jesus als ein Wort Allahs bezeichnet, also ein Wort, das Allah gehört, genau wie im ersten Korintherbrief 3:23: „ihr aber gehört Christus und Christus gehört Gott.“ Dementsprechend müsste es in Johannes 1:1 heißen: „Und das Wort war von Gott.“ Es kann sich hier um einen Übersetzungsfehler vom Aramäischen ins Griechische handeln. Im Griechischen bedeutet Theos „Gott“, aber Theou heißt „Gottes“ (von Gott). Der Unterschied in der Schreibweise ist minimal, in der Bedeutung jedoch entscheidend, Denn es ändert die ganze Bedeutung.


C: Warum wird Jesus in beiden Schriften das Wort Gottes genannt?

M: Die Erschaffung Jesus´ in Marias Gebärmutter fand ohne das Zutun von Sperma statt. Er wurde ausschließlich durch den Befehl „Sei!“ erschaffen, wie in Sure 3, Vers 47, steht: „Sie sagte: ›Mein Herr, soll mir ein Sohn (geboren) werden, wo mich doch kein Mann berührte?‹ Er sprach: ›Allah schafft, was Er will; wenn Er etwas beschlossen hat, spricht Er nur zu ihm: »Sei!« und es ist.‹“


C: Aber Jesus ist Gott, weil er mit dem Heiligen Geist „angefüllt“ ist.

M: Warum sind dann andere, die auch mit dem Heiligen Geist „angefüllt“ sind, in deinen Augen nicht göttlich?

C: Wer denn zum Beispiel?

M: In der Apostelgeschichte 11:24: „Denn er (Barnabas) war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn eine beträchtliche Zahl hinzugewonnen.“ Oder in der Apostelgeschichte 5:32: „Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.“

Weitere Beispiele sind in der Apostelgeschichte 6:5, im zweiten Brief Petrus 1:21, im zweiten Brief an Timotheus 1:14, dem ersten Korintherbrief 2:16 und Lukas 1:41 zu finden.

C: Aber Jesus wurde doch vom Heiligen Geist erfüllt, als er noch im Bauch seiner Mutter war.

M: Das Gleiche gilt auch für Johannes den Täufer: „Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. Große Freude wird dich erfüllen und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken und schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein.“ (Lukas 1:13-15)

C: Aber Jesus hat Wunder vollbracht. Er machte 5000 Menschen mit nur fünf Laib Brot und zwei Fischen satt.

M: Elischa und Elija haben dasselbe Wunder vollbracht. Elischa versorgte hunderte von Menschen mit nur zwanzig Laib Brot und einem Beutel Korn. „Nun setzte er es ihnen vor; und sie aßen und ließen noch übrig, wie der Herr gesagt hatte.“ (Zweites Buch der Könige 4:44). Und er sorgte auch für die wundersame Zunahme des Öls einer Witwe, zu der er dann sagte: „Geh, verkauf das Öl und bezahle deine Schuld! Von dem, was übrig bleibt, magst du mit deinen Söhnen leben.“ (Zweites Buch der Könige 4:7). Oder auch im ersten Buch der Könige 17:16: „Der Mehltopf wurde nicht leer und der Ölkrug versiegte nicht, wie der Herr durch Elija versprochen hatte.“

C: Aber Jesus konnte Lepra heilen.

M: Elischa hat Namaan, der an Lepra erkrankt war, geraten sich im Jordan zu waschen: „So ging er also zum Jordan hinab und tauchte siebenmal unter, wie ihm der Gottesmann befohlen hatte. Da wurde sein Leib gesund wie der Leib eines Kindes und er war rein.“ (Zweites Buch der Könige 5:14)

C: Jesus hat auch Blinde geheilt.

M: Auch das hat Elischa gemacht: „Dann betete Elischa: ›Herr, öffne ihm die Augen, damit er sieht.‹ Und der Herr öffnete dem Diener die Augen. Er sah den Berg rings um Elischa voll von feurigen Pferden und Wagen.“ (Zweites Buch der Könige 6:17). Und im selben Kapitel, Vers 20: „Als sie dort angekommen waren, betete Elischa: ›Herr, öffne ihnen die Augen, damit sie sehen.‹ Der Herr öffnete ihnen die Augen und sie sahen, dass sie mitten in Samaria waren.“ Elischa hat sogar Erblinden lassen: „Als dann die Aramäer anrückten, betete Elischa zum Herrn und rief: ›Schlag doch diese Leute mit Verblendung!‹ Und der Herr schlug sie auf das Wort Elischas hin mit Verblendung.“ (Zweites Buch der Könige 6:18)

C: Jesus konnte Tote auferstehen lassen.

M: :Vergleiche das mit Elija im ersten Buch der Könige 17:22 „Der Herr erhörte das Gebet Elijas. Das Leben kehrte in den Knaben zurück und er lebte wieder auf.“ Oder mit Elischa im zweiten Buch der Könige 4:34: „Dann trat er an das Bett und warf sich über das Kind; er legte seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen, seine Hände auf dessen Hände. Als er sich so über das Kind hinstreckte, kam Wärme in dessen Leib.“, d.h., es wurde wieder lebendig.

Sogar die sterblichen Überreste Elischas reichten aus, um einen Toten nur durch Berühren wieder lebendig zu machen: „Als man einmal einen Toten begrub und eine dieser Scharen erblickte, warf man den Toten in das Grab Elischas und floh. Sobald aber der Tote die Gebeine Elischas berührte, wurde er wieder lebendig und richtete sich auf.“ (Zweites Buch der Könige 13:21)

C: Aber Jesus konnte auch auf dem Wasser laufen.

M: Moses hat seine Arme über das Meer ausgestreckt, wie in Exodus 14:22 zu lesen ist: „Mose streckte seine Hand über das Meer aus und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen und das Wasser spaltete sich.“ Ach, ganz nebenbei, der Stock von Moses, Allahs Frieden sei mit ihm, ist im Topkapi Museum in Istanbul zu sehen, falls du ihn mal sehen möchtest.

C: Wirklich? Ich wusste gar nicht, dass der Stock überhaupt noch existiert. Vielleicht werde ich eines Tages in die Türkei reisen und ihn mir anschauen. Danke für die Information. Aber zurück zum Thema: Jesus konnte Teufel austreiben.

M: Jesus selbst hat gesagt, dass andere Leute das auch können. In Matthäus 12:27 und Lukas 11:19 steht: „Wenn ich die Dämonen durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.“

Auch die Jünger konnten das: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ›Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?‹“ (Matthäus 7:22)
Nun folgt eine Warnung an all diejenigen, die sagen, sie würden Wunder im Namen Jesus´ vollbringen. Denn Jesus selbst wird zu ihnen sagen: „Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“ (Matthäus 7:23) Hier sagt Jesus nicht zu den Muslimen, Hindus oder Juden, dass sie ihm fern bleiben sollen, sondern zu den „Christen“, die erklären sie würden Jesus folgen und die Leute anschwindeln, indem sie behaupten in seinem Namen Wunder zu vollbringen. Der Qur'an beschreibt das Gespräch, das diesbezüglich zwischen Allah und Jesus am Tag der Auferstehung stattfinden wird und geht auch auf die fälschliche Behauptung ein, Jesus wäre Gott (Sure 5, Verse 116-119).

Laut Jesus´ Prophezeiung im Matthäusevangelium 24:24 werden sogar falsche Propheten Wunder vollbringen: „Denn es wird mancher falsche Messias und mancher falsche Prophet auftreten und sie werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen.“

C: Aber Elija und Elischa haben die Wunder nur vollbracht, weil sie Gott darum gebeten haben.

M: Jesus hat die Wunder auch vollbracht, indem er Gott anflehte, wie er selbst in Johannes 5:30 sagte: „Von mir selbst aus kann ich nichts tun (...).” Und in Lukas 11:20: „Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.“ Jesus betete immer zu Gott, bevor er ein Wunder vollbrachte. Lies es in der Bibel nach und prüfe selbst, ob es stimmt oder nicht.
Alle Wunder, die Jesus vollbrachte , wurden auch von anderen Propheten, Jüngern und sogar Ungläubigen vollbracht. Andererseits konnte Jesus nichts bewirken, wenn Unglaube im Spiel war: „Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte. ” (Markus 6:5-6).


C: Aber Jesus ist drei Tage nach seinem Tod wiederauferstanden.

M: Lass uns später über die Kreuzigung sprechen, denn darüber gibt es sehr viele Kontroversen. Vorerst möchte ich nur sagen, dass Paulus, der Jesus niemals lebendig gesehen hatte, diese Aussage machte: „Denk daran, dass Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium.” (Zweiter Brief des Timotheus 2:8). Die Botschaft der Auferstehung in Markus 16:9-20 wurde auch aus vielen Bibeln entfernt. In einigen Bibeln, in denen die Stelle nicht entfernt wurde, wird sie nur in einer Fußnote mit Kommentar erwähnt. Schau doch mal in die Revised Standard Version, die New American Standard Bible, oder die New World Translation der heiligen Schriften der Zeugen Jehovas. Das beweist, dass dieser Teil eine Erweiterung darstellt, die in den ältesten Manuskripten niemals vorhanden war. Lass mich dir eine Frage stellen: „Hat Jesus jemals behauptet Gott zu sein, indem er sagte: „Ich bin euer Gott, betet mich an!“

C: Nein, aber er ist Gott.

M: Aber hat er das jemals behauptet?

C: Nein.

M: Eben. Vielmehr hat er sogar gesagt, dass die Menschen ihn nutzloser Weise anbeten werden und an Dinge glauben werden, die nicht von Gott sind, sondern von den Menschen. Matthäus 15:9:
„Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.“ All die Glaubenslehren des modernen Christentums sind von Menschen gemacht: Die Dreifaltigkeit, die Gottessohnschaft Jesus´, die Göttlichkeit Jesus´, die Erbsünde und auch die Buße. Anhand von Jesus´ Aussagen, die im Neuen Testament nachzulesen sind, kann man zweifellos erkennen, dass er niemals Göttlichkeit oder die Einheit mit Gott beanspruchte: „(...) dass ich nichts von mir selbst tue.“ (Johannes 8:28); „Der Vater ist größer als ich.“ (Johannes 14:28); „Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.“ (Markus 12:29); „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15:34); „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lukas 23:46)
Oder Markus 13:32: „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.“ Jesus wurde Prophet genannt, Lehrer von Gott, sein Diener, Messias – und später, als Gott ihn zu Sich emporhob, wurde er zum Sohn Gottes gemacht, und von Paulus und anderen sogar zu Gott selbst.



-->
Für uns Muslime ist es völlig unverständlich, wie die Christen genau das Gegenteil von dem, was klar in der Bibel steht, glauben können. Es muss wohl daran liegen, dass sie die Bibel nicht lesen und es deshalb einfach nicht wissen.


Lass uns jetzt unseren Intellekt und unseren Verstand benutzen, um folgende Fragen zu beantworten:

1. Gott ist unsterblich. Ist es möglich, dass er von einer sterblichen Frau geboren wurde, die selbst schon gestorben ist?
2. Jesus schlief für gewöhnlich, wobei Gott niemals schläft. In den Psalmen 121:4: „Nein, der Hüter Israels / schläft und schlummert nicht.“ Im Qur'an, in Sure 2, Vers 255: „Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf.“ Gott ist allmächtig, wie soll es dann möglich sein, dass er bespuckt oder angeblich gekreuzigt wird?
3. Wie könnte Jesus Gott sein, wo er doch selbst Gott angebetet hat, wie ein Normalsterblicher? Lukas 5:16: „Doch er zog sich an einen einsamen Ort zurück, um zu beten.“
4. In Lukas 4:2 steht: „(...) und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt.“ Im Brief des Jakobus 1:13 liest man allerdings: „Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen(...).“ Wie kann Jesus dann Gott sein?



Wir können das Ganze weiter rationalisieren und hinterfragen: Da du an die Dreifaltigkeit glaubst, stellt sich die Frage, sind alle drei (also auch Gott) am Kreuz gestorben, als die mutmaßliche Kreuzigung stattfand? Die Thora, die Bibel und der Qur'an erwähnen immer und immer wieder, dass Gott ewig lebt und unsterblich ist. Außerdem, warum müssen dann Gott, der Heilige Geist und Jesus nach dem Tod in die Hölle? Wenn Gott gestorben ist, wer hatte dann die ganze Zeit das Universum unter Kontrolle?

Du wirst einsehen, dass all diese Fragen nur zu unlogischen Schlussfolgerungen führen können, denn wir alle wissen, dass Gott unsterblich ist und weder Sich selbst, noch Jesus oder den heiligen Geist in die Hölle werfen würde! Er ist barmherzig und gerecht. Sogar hier auf der Erde versucht man keine Unschuldigen ins Gefängnis zu werfen oder sie zu töten. Wie kann es dann sein, dass Gott Sich selbst, Jesus und dem heiligen Geist gegenüber ungerecht ist, wo alle unschuldig sind?
Es macht keinen Sinn und ist unlogisch an die Dreieinigkeit Gottes zu glauben.


C: Ich bin ganz deiner Meinung, dass Unschuldige nicht bestraft werden sollten und ich verstehe diese Lehre der Kirche nicht. Aber immer, wenn ich meinen Pfarrer darüber befrage, sagt er: „Hinterfrage das nicht, glaube einfach daran und sieh es als Mysterium.“

M: Blindes Befolgen ist naiv und zerstörerisch! Mir ist auch aufgefallen, dass es neu eingeführte Dinge unter den modernen Christen gibt. Sie tragen Kreuze um den Hals und hängen Kreuze in ihre Autos. Es scheint, als würden sie jetzt auch das Kreuz anbeten. Aber die Bibel weist das zurück, indem sie davor warnt jegliche Art von Götzenbild anzubeten. Und zweifellos ist das Kreuz eine Art Götze. Hinzu kommt, dass niemand beweisen kann, ob Jesus, Allahs Wohlgefallen auf ihm, auch nur annähernd so aussah wie all die Abbildungen und Figuren von ihm. Vergiss nicht, dass der Fotoapparat ungefähr 1800 Jahre später, nachdem Jesus diese Erde verlassen hatte, erfunden wurde.

C: Was das Zurschaustellen und Tragen von Kreuzen angeht, stimme ich zu, dass es Götzen sind und von der Bibel verboten wurde. Weder trage ich Kreuze noch hänge ich sie in mein Auto, weil ich glaube, dass dies nicht durch die Bibel gerechtfertigt werden kann. Was die Abbildungen von Jesus angeht, dazu habe ich keine Antwort parat, allerdings hast du mir damit zu denken gegeben.

M: Widerspricht das nicht der Bibel selbst, in der steht, dass man alles beweisen muss? „Prüft alles und behaltet das Gute!”, heißt es im ersten Brief an die Thessalonicher. Kann es denn gut sein, dass Kreuz anzubeten? Niemand, der bei Verstand ist, will etwas anbeten, was einer von ihm geliebten Person geschadet hat. Würdest du jemals eine Pistole oder ein Messer anbeten, durch das dein Kind, dein Vater, deine Mutter oder eine andere geliebte Person umgebracht wurde?

C: Niemals!

M: Wie können diejenigen, die sich als Anhänger Christi sehen und behaupten ihn zu lieben das Kreuz anbeten, an dem er so gelitten haben soll?

Die Muslime glauben sowieso nicht daran, dass er am Kreuz starb. Der Qur'an beschreibt ganz klar, dass Jesus weder gekreuzigt noch getötet wurde, vielmehr wurde er lebendig emporgehoben und wird vor dem Ende der Welt auf die Erde zurückkehren.

C: Das ist alles verwirrend.

M: Im ersten Brief an die Korinther 14:33 steht: „Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens.“ Tatsache ist, dass von Menschen gemachte Glaubenslehren zu Verwirrung führen. Die Lehren der Kirche widersprechen den Lehren Jesus, Allahs Friede sei mit ihm, und das ist der Grund für dieses Durcheinander. Wenn die aufrichtigen Anhänger Jesus', die ihn wirklich lieben, die Bibel im Zusammenhang lesen und den Qur'an studieren, dann werden sie ganz sicher zu dem Schluss kommen, dass Gott einer ist und keine Partner hat; und dass Jesus, der Sohn der Maria, ein Gesandter Gottes ist.






Alles Gute kommt von ALLAH (subhanahu wa ta’ala) und alles Schlechte kommt von Mir und dem Schaytan.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) all unsere Sünden vergeben und uns vor dem Höllenfeuer schützen… Amin




Quellen:


Bibel
Muslim & Christ im Dialog


Winke
O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiß, Allah vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige. (39:53)



"Wenn du das Geräusch der Stifte hören könntest, mit denen die Engel deinen Namen zu denjenigen schreiben, die Allah gedenken, würdest du vor Freude sterben."
*- ibn al-Qayyim, rahimuALLAH -
#4
Alle der angeführten ''Widersprüche'' lassen sich in anbetracht der näheren Analyse des Kontextes und der Räumlichen Umgebung leicht widerlegen. Die gleiche Masche kann man mit jedem ''heiligen Buch'' abziehen. Hier ein Beispiel:

Ein Atheist zitiert die Bibel folgendermaßen: ''Es gibt keinen Gott'' (Psalm 53)

Schaut man sich den ggb. Kontext an jedoch: ''Der Narr spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott''

Wenn wir Widersprüchliche Aussagen in der Bibel finden, dann sollten sie sich einer näheren Analyse unterziehen. Genauso wie bei jedem anderen Buch.
#5
(25-02-2014, 05:16 PM)GlückImHerzen schrieb:
Assalamu 'alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh,



In šāʾa llāh seid Ihr im besten Zustand Eurer Gesundheit und Eurem Glauben.


bismillah


Ich hatte vor einiger Zeit angefangen ein Gespräch zwischen einem Muslim und einem Christen mit Euch zu teilen, das werden ich In šāʾa llāh weiter machen.
Dieses ist In šāʾa llāh der zweite Teil von diesem Dialog.





Teil 2 - Die Bibel -


M: Muslim
C: Christ





Die heilige Bibel




M: In Ordnung. Bist du dir sicher, dass die Bibel Gottes Wort ist?

C: Ja, ich bin mir sicher, dass es Gottes Wort ist.

M: Dann lies bitte was Lukas über seine Aufzeichnungen in den Versen 1, 2 und 3 sagt.

C: „Schon viele haben es unternommen, einen Bericht über all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfüllt hat. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.“

M: Denke genau nach. Lukas sagt, er ist kein Augenzeuge gewesen. Das Wissen, welches er bekam, hatte er von Augenzeugen und nicht durch göttliche Inspiration. Wie kann die Bibel Gottes Wort durch Hörensagen sein?

C: Vielleicht ist nur dieser Teil nicht Gottes Wort.

M: Die Geschichte lehrt uns, dass die Bibel über die Jahre Änderungen erfahren hat. Wie bereits vorher erwähnt, wurde die Bibel im Zeitraum von 1538 bis in die 1970er Jahre Dutzenden von Änderungen unterzogen und es gibt Dutzende von Bibelversionen. Auch du weißt, dass es nicht verschiedene Versionen von Gottes Wort geben kann. Die letzten großen Änderungen, die die Standard Version der Bibel durchlaufen hat, fanden in den Jahren 1952 und 1971 statt. Bei der New American Standard Bible sowie der New World Übersetzung der Heiligen Schrift wurden, im Vergleich zur King James Version, einige Verse ausgelassen. Vor einigen Jahren wollten christliche Theologen die Bibel geschlechterunspezifisch machen! Und manche christliche Theologen behaupten: „Die Bibel ist menschlich und göttlich zugleich.“ Jedoch ist das ein offensichtlicher Widerspruch, denn beides zusammen ist nicht möglich. Die oben erwähnten Tatsachen beweisen deutlich, dass die Bibel menschlich, und nicht göttlich, ist. Bedeutet heilig für dich auch frei von Fehlern?

C: Ja. Doch was für eine Art von Fehlern meinst du?

M: Ein Beispiel: in Genesis lesen wir, dass die Pflanzenwelt vor der Sonne erschaffen wurde. Das ist unwissenschaftlich, denn Pflanzen können nicht ohne Sonne wachsen. Ein anderes Beispiel: Stell dir vor, es gibt einen Vers, der besagt, dass eine bestimmte Person im Alter von 50 Jahren verstorben sei und einen anderen Vers, der besagt, dass dieselbe Person im Alter von 60 Jahren verstorben sei. Können beide Aussagen richtig sein?

C: Auf keinen Fall! Nur eine von beiden Aussagen kann richtig sein. Oder beide sind falsch.

M: Richtig. Wenn also ein angeblich heiliges Buch widersprüchliche Verse beinhaltet, betrachtest du es dann immer noch als heilig?

C: Nein, natürlich nicht, denn eine heilige Schrift ist die Offenbarung von Gott, und es ist unmöglich, dass sie Fehler oder Widersprüche enthält. Gott ist perfekt!

M: Sie ist also nicht heilig.

C: Richtig, die Heiligkeit verschwindet.

M: Einverstanden. Du könntest dieser Schrift also nicht 100%ig vertrauen. Was könnten die Gründe für die Fehler und Widersprüche sein?

C: Ein Fehler in der Niederschrift, absichtliche Änderungen der Schreiber, Auslassungen, Hinzufügungen.

M: Wenn ich dir widersprüchliche Verse in der Bibel zeige, würdest du sie dann noch als heilig betrachten?

C: Ich glaube nicht, dass die Bibel nicht heilig ist, weil ich keine widersprüchlichen Verse darin sehe.

M: Doch es gibt viele widersprüchliche Verse darin.

C: Im Neuen oder im Alten Testament?

M: In beiden. Hier sind ein paar wenige davon. Aber ich möchte dich daran erinnern, dass du zwischen dem Neuen und dem Alten Testament nicht unterscheiden darfst, denn Jesus hat wieder und wieder erklärt, dass er nicht gekommen ist, um das Gesetz zu ändern. Ansonsten müsste die Kirche das Alte Testament völlig ausschließen, wenn die heutigen Christen nicht mehr daran glauben wollen. Hier sind einige Widersprüche:

- „David nahm von ihm siebzehnhundert Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert (für sich) zurück.“ (Zweites Buch Samuel 8:4)
- „David erbeutete von ihm tausend Wagen und nahm siebentausend Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert von ihnen für sich zurück.“ (Das erste Buch der Chronik 18:4)

Waren es nun siebzehnhundert oder siebentausend Wagenkämpfer? Was ist richtig?

- „Doch sie mussten vor den Israeliten fliehen. David vernichtete siebenhundert aramäische Kriegswagen und tötete vierzigtausend Reiter. Auch Schobach, den Oberbefehlshaber des Heeres, schlug er nieder, sodass er an Ort und Stelle starb.“ (Zweites Buch Samuel 10:18)
Im Vergleich dazu:
- Doch sie mussten vor den Israeliten fliehen. David vernichtete siebentausend aramäische Kriegswagen und tötete vierzigtausend Mann von ihren Fußtruppen. Auch Schobach, den Oberbefehlshaber des Heeres, tötete er.“ (Das erste Buch der Chronik 19:18)

Waren es nun siebenhundert Kriegswagen oder siebentausend? Waren es vierzigtausend Reiter oder Fußtruppen?

- „Er war zweiundzwanzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte ein Jahr in Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja; sie war eine Enkelin Omris, des Königs von Israel.“ (Das zweite Buch der Könige 8:26)
- „Ahasja war zweiundvierzig Jahre alt, als er König wurde, und regierte ein Jahr in Jerusalem. Seine Mutter hieß Atalja; sie war eine Enkelin Omris.“ (Das zweite Buch der Chronik 22:2)

War er nun zweiundvierzig oder zweiundzwanzig Jahre alt?

- „Jojachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta und war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem.“ (Das zweite Buch der Könige 24:8)
- „Jojachin war acht Jahre alt, als er König wurde. Er regierte drei Monate und zehn Tage in Jerusalem und tat, was dem Herrn missfiel.“ (Das zweite Buch der Chronik 36:9)

War er nun acht Jahre alt oder achtzehn? Regierte er drei Monate lang oder drei Monate und zehn Tage?

- „Das sind die Namen der Helden Davids: Jischbaal, der Hachmoniter, das Haupt der Drei; er schwang seine Streitaxt über achthundert Männer und erschlug sie alle auf einmal.“ (Zweites Buch Samuel 23:8)
- „Das ist das Verzeichnis der Helden Davids: Jaschobam, der Sohn Hachmonis, war das Haupt der Drei; er schwang seine Lanze über dreihundert Männer und erschlug sie alle auf einmal.“ (Das erste Buch der Chronik 11:11)

Lassen wir seinen Namen und seine Abstammung beiseite. Aber hatte er nun eine Streitaxt oder eine Lanze. Tötete er achthundert oder dreihundert Männer?

- „Der Zorn des Herrn entbrannte noch einmal gegen Israel und er reizte David gegen das Volk auf und sagte: Geh, zähl Israel und Juda!“ (Zweites Buch Samuel 24:1)
- „Der Satan trat gegen Israel auf und reizte David, Israel zu zählen.“ (Das erste Buch der Chronik 21:1)

Wer provozierte David nun? War es der Herr oder der Satan? Ein schwerwiegender und schockierender Fehler!

- „Michal aber, die Tochter Sauls, bekam bis zu ihrem Tod kein Kind.“ (Das zweite Buch Samuel 6:23)
- „Der König nahm Armoni und Mefi-Boschet, die beiden Söhne, die Rizpa, die Tochter Ajas, dem Saul geboren hatte, und die fünf Söhne, die Michal, die Tochter Sauls, dem Adriël, dem Sohn Barsillais aus Mehola, geboren hatte.“ (Das zweite Buch Samuel 21:8)

Hatte Michal, die Tochter von Saul, nun kein Kind oder fünf Kinder?

C: Ich habe all diese Widersprüche nie wahrgenommen. Gibt es noch mehr?

M: Ja, es gibt noch Dutzende andere Stellen. Aber reicht das Genannte nicht aus, um die Heiligkeit abzuerkennen? Lies doch mal Genesis 6:3: „Da sprach der Herr: Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist; daher soll seine Lebenszeit hundertzwanzig Jahre betragen.” Wie alt war Noah als er starb?

C: Ich kann mich nicht erinnern.

M: Er war älter als 120 Jahre, wie in Genesis 9:29 zu lesen ist.

C: „Die gesamte Lebenszeit Noahs betrug neunhundertfünfzig Jahre, dann starb er.”

M: Seltsam, oder?!
Noch etwas anderes: das Christentum besagt, dass Gott den Mensch nach seinem Abbild erschaffen habe. So steht es in Genesis 1:26: „Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.”
Das widerspricht allerdings Jesaja 40:18 und 25: „Mit wem wollt ihr Gott vergleichen und welches Bild an seine Stelle setzen? (...) Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein? spricht der Heilige.“ Oder lies in den Psalmen 89:7 nach: „Denn wer über den Wolken ist wie der Herr, wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?“ Und in Jeremiah 10:6 und 7 steht: „Niemand, Herr, ist wie du: Groß bist du und groß an Kraft ist dein Name. Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Ja, das steht dir zu. Denn unter allen Weisen der Völker und in jedem ihrer Reiche ist keiner wie du.”

C: Aber das ist doch alles aus der Thora!

M: Wieder unterscheidest du zwischen Altem und Neuem Testament. Es ist doch Teil der Bibel, an die die Christen glauben. Jesus sagte doch deutlich, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz (die Thora) zu zerstören, sondern, um es aufrecht zu erhalten. Jesus hat sich strikt an das Gesetz Moses´ gehalten und du machst Unterscheidungen, indem du sagst, das ist das Neue und das ist das Alte Testament. Auf diese Weise spielt man mit seinem Glauben – und davor sollte man sich doch in Acht nehmen. Aber lass uns weiter zum Neuen Testament gehen. Hier sind einige Beispiele von Aussagen Jesus´:

- Johannes 5:37: „Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat über mich Zeugnis abgelegt. Ihr habt weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt je gesehen.“
- Johannes 14:9: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
- Johannes 5:31: „Wenn ich über mich selbst als Zeuge aussage, ist mein Zeugnis nicht gültig.”
- Johannes 8:14: „Jesus erwiderte ihnen: Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis gültig.”
- Matthäus 21:2: „Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr.”
- Markus 11:2: „Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her!”

Ein weiteres Beispiel ist, dass Josef im Matthäusevangelium (1:16) als Sohn Jakobs beschrieben wird, im Lukasevangelium (3:23) allerdings als Sohn Elis.
Dies sind nur einige wenige Widersprüche im Neuen Testament. Wenn wir gemeinsam über die Glaubenslehre der Dreifaltigkeit, der Göttlichkeit Jesus´, der göttlichen 'Sohnheit' Jesus´, die Erbsünde und die Sühne sprechen werden, wirst du viele weitere Widersprüche sehen; ganz zu schweigen von all den üblen Vorwürfen und schlimmen Lügen gegenüber vielen biblischen Propheten. Ihnen wird vorgeworfen falsche Götter angebetet zu haben, Inzest, Vergewaltigung oder Ehebruch begangen zu haben. Ich bitte Allah um Vergebung dafür, diese Dinge überhaupt zu erwähnen.

C: Wo in der Bibel findest du das?

M: Über Noah wird gesagt, er sei so betrunken gewesen, dass er sich vor seinen erwachsenen Söhnen nackt ausgezogen habe: „Da nahmen Sem und Jafet einen Überwurf; den legten sich beide auf die Schultern, gingen rückwärts und bedeckten die Blöße ihres Vaters. Sie hatten ihr Gesicht abgewandt und konnten die Blöße des Vaters nicht sehen. Als Noah aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was ihm sein zweiter Sohn angetan hatte (...).” (Genesis 9:23-24)

Und Salomon wird nicht nur vorgeworfen ein riesiges Harem gehabt zu haben, sondern auch falsche Götter angebetet zu haben: „Der Herr aber wurde zornig über Salomo, weil sich sein Herz von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war und ihm verboten hatte, fremden Göttern zu dienen. Doch Salomo hielt sich nicht an das, was der Herr von ihm verlangt hatte.“ (Das erste Buch der Könige 11: 9-10)

Aaron, der als Prophet seinen Bruder Moses zum Pharao begleitete, wird beschuldigt das goldene Kalb für die Israeliten gestaltet zu haben: „Er nahm sie von ihnen entgegen, zeichnete mit einem Griffel eine Skizze und goss danach ein Kalb. Da sagten sie: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten herausgeführt haben.“ (Exodus 32:4)

Des Weiteren wird dem Propheten Lot Inzest mit seinen beiden Töchtern nachgesagt: „Beide Töchter Lots wurden von ihrem Vater schwanger.“ (Genesis 19:36)

Außerdem liest man über einen Propheten, der mit zwei Schwestern gleichzeitig verheiratet war, was verboten ist: „Jakob ging darauf ein. Er verbrachte mit Lea die Brautwoche, dann gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.“ (Genesis 29:28)

Wieder ein anderer Prophet wird des Ehebruchs beschuldigt: „David schickte jemanden hin und erkundigte sich nach ihr. Man sagte ihm: ›Das ist Batseba, die Tochter Ammiëls, die Frau des Hetiters Urija.‹ Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen; sie kam zu ihm, und er schlief mit ihr - sie hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt. Dann kehrte sie in ihr Haus zurück.” (Das zweite Buch Samuel 11:3-4)

Hier ergibt sich eine zentrale Frage: Wie kann David im Stammbaum Jesus´ akzeptiert sein, wenn dieser mit einer Person beginnt, die Ehebruch begangen hatte? Ist das nicht ein Widerspruch zu dem, was im Deuteronomium 23:2 geschrieben steht? „In die Versammlung des Herrn darf kein Bastard aufgenommen werden; auch in der zehnten Generation dürfen seine Nachkommen nicht in die Versammlung des Herrn aufgenommen werden.”

Eine andere abstoßende Geschichte ist die Massenunzucht von Absalom. Von ihr wird im zweiten Buch Samuel 16:22 berichtet: „Man errichtete für Absalom ein Zelt auf dem Dach, und Absalom ging vor den Augen ganz Israels zu den Nebenfrauen seines Vaters.“ Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand auf der Welt imstande dazu wäre, so etwas zu tun – auf einem Dach vor den Augen aller Leute!

Ein weiterer Bericht über Inzest ist der von Juda mit seiner Schwiegertochter Tamar. Juda war auf dem Weg nach Timnath, um seine Schafe zu scheren, als er Tamar sah, die er wegen ihrer Gesichtsbedeckung für eine Hure hielt: „Da fragte er: ›Was für ein Pfand soll ich dir dalassen?‹ ›Deinen Siegelring mit der Schnur und den Stab in deiner Hand‹, antwortete sie. Er gab sie ihr. Dann ging er zu ihr und sie wurde von ihm schwanger.” (Genesis 38:18)

Der Qur'an, und somit auch alle Muslime, lehnen diese Lügen strikt ab!

Obwohl Juden und Muslime zum Teil verfeindet sind, würde niemals ein Muslim auf die Idee kommen über irgendeinen israelitischen Propheten – ganz gleich ob Juda, David, Jesus oder ein anderer, Allahs Wohlgefallen auf ihnen allen – ein Buch zu verfassen, in dem er ihn der Vergewaltigung, Unzucht, Inzest oder sonstiger Dinge beschuldigen würde. Allerdings sind diese schrecklichen Dinge alle in eurer Bibel vorhanden und die Christen akzeptieren das blind und glauben daran. Ich suche Zuflucht bei Allah davor!

Muslime lieben, ehren und respektieren alle Propheten Gottes, auch die jüdischen. Dies zu tun, stellt sogar ein Glaubensgrundsatz der Muslime dar. Wir würden niemals schlecht über sie sprechen oder schreiben. Jeder Muslim, der derartige Anschuldigungen für wahr hält, wird dadurch ein Ungläubiger. Nun stell dir selbst eine wichtige Frage:

Wenn Allah Propheten geschickt hat, damit sie der Menschheit den richtigen Weg zeigen, glaubst du, dass Er sich in der Auswahl geirrt hat? Glaubst du, Er hat die falschen Menschen ausgesucht?

C: Nein, sicherlich hat er nicht die Falschen gewählt. Aber glaubt ihr nicht auch an die Bibel?

M: Wir Muslime glauben an alle heiligen Schriften – jedoch in ihrer Originalform. Jesus, der Friede sei mit ihm, sprach aramäisch und nicht deutsch, englisch, lateinisch oder griechisch. Das muss ganz klar gesagt werden. Wo ist denn die Originalbibel auf aramäisch? Sie existiert nicht mehr! Gott hat zu jedem Volk einen Gesandten geschickt, damit er die Leute zum Einen warnt und ihnen zum Anderen frohe Botschaft gibt. Manchen von ihnen hat Er auch eine Schrift gegeben, als Rechtleitung für deren Völker. Einige Beispiele dafür sind die Thora, die er Moses gab, die Psalmen, die David erhielt, oder das Evangelium, das Er Jesus gab. In der Bibel ist an mehreren Stellen zu lesen, dass Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Geht nicht den Weg der Heiden“, d.h., geht nicht zu den Nichtjuden.

Als Teil seines Planes sandte Allah Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, als letzten und endgültigen Gesandten mit der letzten Offenbarung, dem heiligen Qur'an, als Rechtleitung für die ganze Menschheit – unabhängig von Nationalität und für alle Zeiten.

Von all den genannten Schriften ist nur noch der Qur'an in seiner Urfassung vorhanden.

Jesus sagt in Matthäus 15:24 selbst, dass er nur zu Israel gesandt wurde: „Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.” Oder in Matthäus 1:21: „Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Das sind die Juden. Außerdem sagte Jesus, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz zu ändern, sondern um es auszuführen: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“ (Matthäus 5:17)

C: Aber im Markusevangelium 16:15 sagt Jesus: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“

M: Das widerspricht dem, was in Matthäus 15:24 und 1:21 steht. Sehr wichtig zu beachten: In vielen Bibelversionen ist diese Stelle (genauer: Markus 16:9-20) entfernt worden bzw. nicht vorhanden. Die New American Standard Bible hat diesen Teil eingeklammert und mit folgendem Kommentar versehen: „Einige der ältesten Manuskripte lassen Verse 9-20 aus.“ In der New World Translation der heiligen Schriften, die von den Zeugen Jehovas verwendet wird, wird eingeräumt, dass einige der ältesten Manuskripte nach Markus 16:8 einen kurzen und anderen Rückschluss folgen lassen; wieder andere lassen es vollständig weg. Die Revised Standard Version druckt folgende Fußnote ab: „Einige der ältesten Instanzen schließen Markus mit Vers 8 ab.“ Das heißt auch, dass die Wiederauferstehung, wie sie in Markus 16:9 beschrieben ist, nicht wahr ist.

C: Aber Jesus sagt im Matthäusevangelium 28:19: „Darum geht hin und macht alle Völker zu Jüngern.“

M: „Alle Völker“ muss wohl als alle zwölf Stämme Israels interpretiert werden, sonst widerspricht dies Matthäus 15:24 und 1:21. In der New American Standard Bible und der New World Translation ist nicht „alle Völker“ der Welt übersetzt worden, sondern „all die Völker“ , was soviel heißt wie „die zwölf Stämme Israels“. Wie authentisch hältst du die Bibel nun?

C: Inzwischen habe ich meine Zweifel bekommen.

M: Ich bin mir sicher, dass du von der Echtheit des Islams überzeugt sein wirst, sobald wir unsere Meinungsverschiedenheiten im Detail erörtert haben. Ich bitte dich darum, so viele Fragen zu stellen wie du möchtest. Das ist die einzige Möglichkeit, wie du noch bestehende Zweifel ausräumen und auf deinem Weg der Wahrheitssuche zum Ziel gelangen kannst.

C: Weißt du, es ist eine willkommene Veränderung für mich, dass du mich ermutigst Fragen zu stellen. Viele unserer Theologen raten den Menschen davon ab. Doch ich bin der Meinung, es ist mein Recht zu fragen, um die Wahrheit zu erfahren.

M: Natürlich ist es das Recht eines jeden zu fragen. Es ist schade, dass viele einfache Christen wie du ihren Geistlichen keine Fragen zu der Glaubenslehre, die die Kirche vertritt, stellen. Unsere Scheichs und Imame ermutigen uns dazu, da es ein Grundrecht eines jeden Menschen ist. Es ist die einzige Möglichkeit Zweifel zu beseitigen. Die erhaltenen Antworten müssen deswegen auch deinen Intellekt ansprechen, sie müssen logisch und vernünftig sein und sie müssen Sinn machen, sonst bist du am Ende der Verlierer. Übrigens werden in vielen Moscheen auf der ganzen Welt regelmäßig Fragestunden abgehalten, nur damit die einfachen Leute Antworten auf ihre Fragen erhalten.





Das wars auch schon mit dem Dialog zwischen einem Muslim und einem Christ.
In šāʾa llāh konnte ich durch diese Diskussion Fragen beantworten und Einige Punkte Klar stellen. Ich werde In šāʾa llāh auch die nächsten Dialoge übertragen, so dass in šāʾa llāh jeder etwas davon hat und wir alle werden davon In šāʾa llāh lernen.




Alles Gute kommt von ALLAH (subhanahu wa ta’ala) und alles Schlechte kommt von Mir und dem Schaytan.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) all unsere Sünden vergeben und uns vor dem Höllenfeuer schützen… Amin



Quellen:


Bibel
Muslim & Christ im Dialog


Winke


Um ein paar Antworten aufzulisten siehe.

- „David nahm von ihm siebzehnhundert Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert (für sich) zurück.“ (Zweites Buch Samuel 8:4)
- „David erbeutete von ihm tausend Wagen und nahm siebentausend Wagenkämpfer und zwanzigtausend Fußsoldaten gefangen; er ließ alle Wagenpferde lähmen und behielt nur hundert von ihnen für sich zurück.“ (Das erste Buch der Chronik 18:4)

Waren es nun siebzehnhundert oder siebentausend Wagenkämpfer? Was ist richtig?


David nahm 7000 Reiter gefangen. Es handelt sich um einen Kopierfehler, der durch die versehentliche Weglassung eines Wortes entstand. Die LXX, einige Texte vom Toten Meer und 1Chr 18,4 haben die richtige Zahl.

„Jojachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta und war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem.“ (Das zweite Buch der Könige 24:8)
- „Jojachin war acht Jahre alt, als er König wurde. Er regierte drei Monate und zehn Tage in Jerusalem und tat, was dem Herrn missfiel.“ (Das zweite Buch der Chronik 36:9)

War er nun acht Jahre alt oder achtzehn? Regierte er drei Monate lang oder drei Monate und zehn Tage?


Jojachin war 18 Jahre alt und regierte rund drei Monate. Die Septuaginta und einige hebräische Handschriften lesen hier achtzehn, statt acht wie der masoretische Text. So geben es auch neuere Übersetzungen wieder.

- „Der Zorn des Herrn entbrannte noch einmal gegen Israel und er reizte David gegen das Volk auf und sagte: Geh, zähl Israel und Juda!“ (Zweites Buch Samuel 24:1)
- „Der Satan trat gegen Israel auf und reizte David, Israel zu zählen.“ (Das erste Buch der Chronik 21:1)

Wer provozierte David nun? War es der Herr oder der Satan? Ein schwerwiegender und schockierender Fehler!


Beide waren an dieser Glaubensprüfung beteiligt. Gott prüfte David, um ihm eine Lehre zu erteilen und benutzte dazu den Satan, der seinerseits dem Volk Gottes so viel Schaden wie möglich zufügen wollte. Man kann es auch umgekehrt sagen: Obwohl Satan David verleitete, um ihm zu schaden, erlaubte Gott Satan, diese Provokation auszuführen, weil er David demütigen und ihm und seinem Volk eine geistliche Lektion erteilen wollte. In seinen Jugendjahren hatte sich David völlig auf Gott verlassen. Doch in den späteren Jahren seines Königtums verließ er sich mehr und mehr auf materielle Mittel und begann, seine Stärke mehr in Zahlen und Reichtum zu messen. Das veranlasste Gott zum Handeln. Im hebräischen Denken gilt übrigens: Was Gott zu tun erlaubt, tut letztlich Gott. Ähnlich war es bei Hiob (siehe Kapitel 1-2 und Hiobs Klage) und auch bei unserem Herrn (Mt 4,1). Und so ist es beim Leiden verfolgter Christen (vgl. 1Pt 4,19; 5,8-9).

Alle angebliche Bibelfehler lösen sich in Luft auf, wenn man näher auf ihren Inhalt eingeht.

Quelle: Gelöscht

Umm Musab bearbeitete 21-05-2014 08:07 PM diesen Beitrag. Grund:

Hallo,

hier gilt dasselbe, wir möchten keine Werbung für Christliche Seiten machen.

  


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen:
1 Gast/Gäste