by at 04-02-2008, 05:59 PM
bismillah

Was ist Aqida?

Schaich Salih al-Munadschid


Preis sei Allah -der Erhabene -.

`Aqida bezieht sich auf jene Angelegenheiten, an die man in Herz und Gemüt glaubt, und zwar mit Gewissheit und Überzeugung. Sie sind nicht mit irgendeinem Zweifel oder Ungewissheit behaftet.

Das arabische Wort `Aqida stammt von der Wurzel `Aqada, die verschiedene Bedeutungen der Gewissheit übermittelt (Bestätigung, Bekräftigung etc.).

Im Quran sagt Allah - der Erhabene - (ungefähre Bedeutung):

Allah wird euch für ein unbedachtes Wort in euren Eiden nicht zur Rechenschaft ziehen, doch Er wird von euch für das Rechenschaft fordern, was ihr mit Bedacht geschworen habt.

(Bima `aqqadtum al-ayman). [5:89]


Das mit Bedacht geschworen umschriebene Verb ist hier `Aqqada/Taqid, welches dann angewendet wird, wenn man Entschlossenheit im Herzen hat. Man kann auch im Arabischen
`Aqadal-halb (Das Seil ist gebunden) sagen, d.h. es wurde fest gezogen.


Das Wort Itiqad (Glaube) wurde ebenfalls von dieser Wurzel abgeleitet. Es hat die Bedeutung festbinden und festmachen. Der Satz Ataqadtu kadhaa (Ich glaube so und so) bedeutet: Ich bin davon in meinem Herzen überzeugt; dies ist eine rationale Überzeugung.

Im Islam ist `Aqida eine Sache von Wissen.

Ein Muslim muss in seinem Herzen glauben und überzeugt sein, ohne Zweifel oder Bedenken, weil Allah - der Erhabene - ihm in Seinem Buch und über Seinen Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - von `Aqida berichtet hat.

Die Prinzipien der `Aqida sind jene, die Allah - der Erhabene - uns zu glauben befohlen hat, so wie es im folgenden Vers (ungefähre Bedeutung) erwähnt wird:

Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten...
Und sie sagen: "Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr. [2:285]

Und ebenso in einer bekannten Überlieferung, die beschreibt, wie Gabriel zum Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm -kam und ihn über Islam, Iman etc. fragte:
Der Glaube (Iman) ist, dass du an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an die Begegnung mit Ihm, an Seine Gesandten und an die Auferstehung glaubst.

Daher bezieht sich im Islam `Aqida auf die Angelegenheiten, die aus dem Quran und den authentischen Hadithen bekannt sind, und an die ein Muslim im Herzen glauben muss, in Anerkennung der Wahrheit von Allah - der Erhabene - und Seinem Gesandten - Allahs Heil und Segenauf ihm -.



(Quelle: Scharch Lam´ah al-Itiqad von Ibn al-Uthaimin und Al-`Aqida fi-Allah von `Umar al- Aschqar)

Wasalam
by Reisender at 04-02-2008, 05:52 PM
bismillah

Wieso sie kein Hijab tragen wollte!



Wieso sie kein Hijab tragen wollte!
übersetzt von Hessam Kordian

A: Oh, ich habe es so satt!

B: Satt? Was hast du denn satt?

A: Ich habe all die Leute satt, die mich beurteilen.

B: Wer beurteilt dich denn?

A: Diese Frau dort. Jedes Mal wenn ich neben ihr sitze, erzählt sie mir vom Hijab.

B: Vielleicht wollte sie dir nur einen Ratschlag geben.

A: Ich brauche ihre Ratschläge nicht. Ich kenne meine Religion. Kann sie sich nicht um ihre eigenen Probleme kümmern?

B: Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Vielleicht wollte sie einfach nur freundlich sein.

A: Wenn sie nett und freundlich sein wollte, dann hätte sie sich lieber aus meinen Angelegenheiten raus gehalten.

B: Aber es ist ihre Pflicht dich zum Guten zu führen.

A: Glaub mir mal, das war keine Aufmunterung zum Guten. Was meinst du eigentlich mit „gut“?

B: Nun, Hijab zu tragen wäre etwas Gutes.

A: Wer sagt das?

B: Das steht im Quran oder etwa nicht?

A: Ja. Sie zitierte einen Vers aus dem Quran.

B: In Sura Nur und anderen Stellen wird darüber gesprochen.

A: Ja, aber es ist doch keine große Sünde keinen Hijab zu tragen. Anderen Menschen zu helfen und beten ist viel wichtiger.

B: Mag sein, aber die großen Sünden beginnen mit den Kleinen.

A: Das ist wohl wahr. Es ist trotzdem nicht so wichtig was man trägt. Man sollte nur ein gutes gesundes Herz haben.

B: Was man trägt ist nicht wichtig?

A: Ja, richtig. Das ist meine Meinung.

B: Wieso verbringst du dann jeden Morgen eine Stunde vor dem Spiegel?

A: Was meinst du damit?

B: Du verschwendest ein Haufen Geld für Kosmetika. Ganz davon abgesehen, wie lange du vor dem Spiegel stehst für deine Haare. Über Schlankheitskuren weißt du auch erstaunlich viel.

A: Wenn du meinst.

B: Deine Erscheinung IST wichtig.

A: Ja aber ich meinte, dass der Hijab nicht so wichtig ist in unserer
Religion.

B: Wenn es nicht so wichtig ist, wieso wird es dann im Quran erwähnt?

A: Du weißt doch, dass ich nicht soviel über den Quran weiß.

B: Glaubst du, du könntest Allahs Gesetz einfach ignorieren und alles wäre okay?

A: Ja. Allah ist Barmherzig und Allverzeihend.

B: Allah verzeiht denen, die bereit sind zu bereuen und ihre Fehler nicht wiederholen.

A: Wer sagt das?

B: Das steht im selben Buch, das dir schon gesagt hat, dich zu bedecken.

A: Aber ich mag keinen Hijab. Dadurch wird nur meine Freiheit eingeschränkt.

B: Führen dich denn die Gesichtslotionen, Lippenstifte, Mascaras, Kajals und all die anderen Kosmetika zu deiner Befreiung? Wie definierst du Freiheit?

A: Freiheit besteht darin alles zu tun, was ich will.

B: Nein. Freiheit besteht darin, das Gute zu tun und nicht was man will.

A: Schau mal! Ich kenne so viele Leute die kein Hijab tragen und total nett sind. Ich kenn auch viele, die Hijab tragen und sehr schlechte Menschen sind. Diejenigen, die es nicht tragen, sind manchmal sogar besser als die Muslimas mit Hijab.

B: Was soll das heißen? Es gibt auch Leute, die nett zu dir sind und
alkoholabhängig sind. Sollen wir nun auch alle Alkoholiker sein? Dein
Argument ist dumm.

A: Ich will keine Extremistin und Fanatikerin sein. Ich finde mich okay,
auch ohne Hijab.

B: Du bist aber eine säkulare Fanatikerin und eine Extremistin in Ungehorsam gegenüber Allah.

A: Du hast mich nicht richtig verstanden. Wer soll mich heiraten, wenn ich Hijab trage?

B: Glaubst du, dass all diese Frauen mit Kopftuch keinen Mann abgekommen und nie heiraten?

A: Was ist, wenn ich heirate und mein Ehemann es nicht mag? Was wenn er möchte, dass ich kein Hijab trage?

B: Was ist, wenn dein Ehemann von dir möchte, dass ihr gemeinsam die Bank ausraubt?

A: Dein Beispiel ist blöd. Banküberfälle sind ein Verbrechen.

B: Ungehorsamkeit gegenüber deinem Schöpfer ist kein Verbrechen?

A: Wer würde mich denn überhaupt einstellen mit Hijab?

B: Eine Firma, die ihre Mitarbeiter und ihre Persönlichkeit respektiert.

A: Nach dem 11. September ist doch alles viel schwieriger geworden.

B: Ja, das mag sein. Erinnerst du dich noch an Hanan und das andere Mädchen, die immer einen weißen Hijab trug?

A: Jasmin?

B: Ja genau. Jasmin. Sie beendete erst kürzlich ihren
Betriebswirtschaftsgrad (Master of Business Administration) und arbeitet nun bei GE.

A: Warum reduzierst du eigentlich die Religion auf ein Stück Stoff?

B: Wieso reduzierst du Weiblichkeit auf Stöckelschuhe und Lippenstiftfarbe?

A: Du hast meine Frage nicht beantwortet

B: Doch das habe ich. Hijab ist nicht nur ein Kleidungsstück. Es geht um Gehorsamkeit gegenüber Allah in dieser schwierigen Umgebung. Es geht um Mut, Glauben und wahre Weiblichkeit. Was drücken denn deine kurzen Ärmel und dünnen Hosen aus?

A: Das ist Mode. Lebst du in einem Käfig oder was? Der Hijab wurde doch von den Männern erfunden, um die Frauen zu unterdrücken.

B: Wirklich? Ich wusste nicht, dass man Frauen durch Hijab kontrollieren kann.

A: Natürlich, dafür ist es doch gedacht.

B: Was ist mit den Frauen, die dafür kämpfen ihr Hijab zu tragen? Wieso werden in Frankreich die Mädchen durch Männer gezwungen ihren Hijab abzunehmen? Was sagst du dazu?

A: Das ist etwas anderes.

B: Worin liegt der Unterschied? Die Frau, die mit dir gesprochen hat, war doch eine Frau oder?

A: Ja, aber …

B: Werden denn nicht viele Mode-Trends von Männern kreiert, die dich „befreien“ wollen? Männer haben keine Macht Frauen zu entblößen und missbrauchen sie als Ware?! Oh, ich brauch eine Pause …

A: Ein Moment. Lass mich meine Gedanken beenden.

B: Willst du mir tatsächlich sagen, dass Männer die Frauen durch den Hijab kontrollieren?

A: Ja!

B: Wie denn?

A: Indem der Frau befohlen wird, was sie zu tragen hat!

B: Was tun denn die Kinofilme, Magazine und Boulevardsendungen? Erzählen sie dir nicht täglich, was „IN“ ist und was „OUT“ ist? Erzählen sie dir nicht, was „attraktiv“ ist?

A: Ja, sie berichten von den aktuellen Mode-Trends.

B: Wird hier keine Kontrolle ausgeübt? Man erzeugt Druck, damit du das trägst, was gerade „IN“ ist. Sie kontrollieren nicht nur dich, sondern den gesamten Markt.

A: Was meinst du damit?

B: Man erzählt dir, du sollst dünn und magersüchtig aussehen, wie die Frau auf dem Titelbild eines Magazins. Die meisten Magazine werden von Männern gemacht. Sie sagen dir, was schön ist und wie du auszusehen hast und du kaufst ihre Produkte.

A: Ich begreif das nicht. Was hat der Hijab mit den Produkten zu tun?

B: Das ist alles miteinander verbunden. Bemerkst du denn nichts? Der Hijab ist eine Bedrohung für die Konsumwelt. Auf der einen Seite sind all die Frauen, die alles tun um dem Schönheitsideal der Männer am nahsten zu kommen. Sie kaufen alles Mögliche und schrecken nicht mal davor zurück sich Gift ins Gesicht zu spritzen. Der Schönheitswahn hat viele krank gemacht. Niemand will mehr schwanger werden, weil man sonst nicht mehr die
Schönheitsideale erreicht. Auf der anderen Seite ist der Islam, der den Frauen sagt, sie sollen auf ihre Seele achten und sich keine Sorgen machen über das Mode-Diktat der Männer.

A: Ist denn der Hijab kein Produkt?

B: Ja. Es ist ein „Produkt“ was dich aus den Fesseln der Konsumwelt, die von Männern dominiert wird, befreit.

A: Hör jetzt endlich auf mich zu unterrichten! ICH WERDE KEIN HIJAB
TRAGEN!!! Es ist peinlich, altmodisch und absolut nicht geeignet für diese Gesellschaft. Außerdem bin ich erst 20 Jahre alt und zu jung dafür!

B: Das kannst du dann deinem Herrn am Tage des Jüngsten Gerichts erzählen.

A: Schön.

B: Schön.

A: Lass mich in Ruhe! Ich will nichts mehr über Hijab Niqab Schmijab Punjab hören!


R U H E

Sie starrt in den Spiegel. Sie verdrängt die Stimmen in ihrem Kopf.






„Und verloren geht der, der sie verdirbt (die Seele)“ [91:10] „JA“ zu Locken im Haar – „NEIN“ zum Hijab.

Doch nein! Ihr zieht das irdische Leben vor, obwohl das Jenseits besser und dauerhafter ist. [87:16-17 ]

Eine Entscheidung die, die Gesellschaft akzeptiert und der Glaube ablehnt.

Ihr seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen hervorgebracht worden ist, sofern ihr das Rechtmäßige gebietet, das Unrechtmäßige untersagt und an Gott glaubt. [3:110]

http://www.diewahrheitimherzen.de

Wasalam
by Ghariba at 02-02-2008, 11:37 PM
Salam

Das Urteil über einen Vater, der seine Tochter daran
hindert, den Mann zu heiraten, den sie möchte


Frage:

Einige Väter hindern ihre Töchter daran, denjenigen zu heiraten, der zu ihnen passt.
Wie lautet das Urteil diesbezüglich? Wie ist die Stellung der Tochter?



Antwort:


bismillah
Diese Frage wurde an Sheikh Muhammad ibn Uthaymîn (möge Allâh barmherzig mit ihm
sein) weitergeleitet, der folgendermaßen antwortete:
Dies ist ein sehr ernstes Problem und eines der Hauptprobleme. Einige Männer wir
suchen Zuflucht bei Allâh verraten Allâh und verraten das ihr Anvertraute und bereiten
ihren Töchtern Probleme. Der Vormund ist dazu verpflichtet, das zu tun, was Allâh und
Seinem Gesandten (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) gefällt.

Allâh sagt:

(ungefähre Bedeutung):




24.Und verheiratet diejenigen von euch, die ledig sind, und die guten unter euren Sklaven, männliche wie weibliche. Wenn sie arm sind, so wird Allah sie aus Seiner Fülle reich machen; denn Allah ist Allumfassend, Allwissend.

[al-Nûr 24:32]

verheiratet eure Töchter und (verheiratet ebenso) die Sâlihûn (Rechtschaffene,
Gesunde und Fähige) von euren Sklaven und euren Sklavinnen. [al-Nûr 24:32]


Der Prophet (Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm) sagte: Wenn jemand zu euch
kommt (der um die Hand eurer Tochter anhält), dessen religiöse Praktizierung und
Charakter zufriedenstellend sind, dann verheiratet (eure weiblichen Angehörigen unter
eurer Vormundschaft) mit ihm, denn wenn ihr es nicht tut, dann wird Fitnah und großes
Verderben auf der Erde entstehen.
Einige Menschen wir suchen Zuflucht bei Allâh behandeln ihre Töchter wie Ware, die
sie an jeden verkaufen können, den sie wollen, und sie halten sie davon ab, denjenigen
zu heiraten, den sie selbst (d.h. die Väter bzw. Vormünder) nicht wollen. Und so
verheiraten sie ihre Tochter mit einem Mann, dessen Charakter und religiöse
Praktizierung nicht zufriedenstellend sind, weil sie nach ihren eigenen Launen gehen und
sie davon abhalten, denjenigen zu heiraten, dessen Charakter und religiöse Praktizierung
zufriedenstellend sind, weil es ihnen einfach nicht passt.
Wenn wir nur das Niveau erreichen könnten, dass eine Frau, deren Vater sie davon
abhält, jemanden zu heiraten, dessen Charakter und religiöse Praktizierung
zufriedenstellend sind, zum Qâdi (Richter) ginge, damit er zu ihrem Vater spricht:
Verheirate sie mit ihm, oder ich oder ein anderer Vormund als du wird es tun., da ein
Mädchen dieses Recht hat, wenn ihr Vater sie davon abhält, jemanden zu heiraten (und
sie sich beim Qâdi darüber beschwert). Dies ist ein fest in der Sharîah verankertes
Recht. Könnten wir nur dieses Niveau erreichen, aber die meisten Mädchen hindert ihre
Schüchternheit daran, dies zu tun.
Unser eindringlicher Rat an den Vater ist, Allâh zu fürchten und sie nicht von der Heirat
abzuhalten, weil sie dies dazu veranlassen könnte, etwas Falsches zu tun, was zu Unheil
führen könnte. Er soll sich einmal selber fragen, was geschehen wäre, wenn man ihn
daran gehindert hätte, zu heiraten?
Seine Tochter, die er von der Heirat abhielt, wird am Tag der Wiederauferstehung seine
Gegnerin werden:

(ungefähre Bedeutung):



34."Am Tage, da der Mensch seinen Bruder fluchtartig verläßt

35.sowie seine Mutter und seinen Vater

36.und seine Frau und seine Söhne ,

37.an jenem Tage wird jeder eigene Sorgen genug haben, die ihn beschäftigen."

[Abasa 80:34-37]

Die Vormünder Väter und Brüder eingeschlossen müssen Allâh fürchten und dürfen
den Frauen nicht ihr Recht versagen, denjenigen zu heiraten, dessen religiöse
Praktizierung und Charakter zufriedenstellend sind!
Ja, wenn eine Frau jemanden auserwählt, dessen religiöse Praktizierung und Charakter
nicht zufriedenstellend sind, dann kann er (der Vater oder Vormund) sie daran hindern,
ihn zu heiraten. Aber wenn sie einen rechtschaffenen Mann wählt, dessen religiöse
Praktizierung und Charakter zufriedenstellend sind, und er hält sie dann aufgrund seiner
eigenen Launen und Wünsche davon ab, ihn zu heiraten, dies ist harâm bei Allâh und
es ist eine Sünde und ein Verrat. Wenn irgendein Unheil daraus resultiert, so wird die
Sünde auf ihm (dem Vater) lasten.

Wasalam

Al-Liqa al-Shahri von Sheikh Muhammad Ibn Sâlih al-Uthaymîn
Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 10169)
(Übersetzt von Umm Djumâna Muslima.de.ms)
by Ghariba at 02-02-2008, 11:32 PM
Salam

Warum die Wissenschaft daran scheitert, Gott zu erklären
Die fantastische Anwendung der Logik



An einer Bildungsanstalt:

"LASST MICH ERKLÄREN WELCHES PROBLEM DIE WISSENSCHAFT MIT GOTT HAT."

Ein atheistischer Professor der Philosophie steht vor seiner Klasse und bittet einen seiner neuen Studenten aufzustehen.

"Du bist Muslim, nicht wahr mein Sohn?"

"Ja, Herr Professor."

"Also glaubst du an Gott?"

"Absolut."

"Ist Gott gut?"

"Natürlich! Gott ist gut."

"Ist Gott allmächtig? Kann Gott alles tun?"

"Ja."

Der Professor grinst wissentlich und überlegt für einen Moment.
"Hier ist etwas für dich. Sagen wir, es ist eine kranke Person hier und du kannst sie heilen. Du kannst es. Würdest du ihr dann helfen? Würdest du es versuchen?"

"Ja Herr Professor, ich würde."

"Also bist du gut...!"

"Das würde ich nicht sagen."

Warum würdest du das denn nicht sagen? Du würdest einer kranken und verkrüppelten Person helfen, wenn du könntest, die meisten würden dies tun, wenn sie könnten... Gott tut es nicht.

[Keine Antwort]

Er tut es nicht, oder doch? Mein Bruder war ein Muslim der an Krebs starb, obwohl er Gott darum bat ihn zu heilen. Wie ist dieser Gott gut? Hmmm? Kannst du das beantworten?"

[Keine Antwort]

Der ältere Mann ist verständnisvoll. "Nein, du kannst nicht, oder kannst du?" Er nimmt einen Schluck Wasser aus dem Glas auf seinem Schreibtisch, um dem Studenten Zeit zu geben, sich zu entspannen. In der Philosophie, darf man nicht zu hart mit den Neuen umgehen. Lass uns nochmals beginnen, junger Freund." "Ist Gott gut?"

" Äh.... Ja."

"Ist Satan gut?"

"Nein."

"Wo kommt Satan her?"

Der Student stockt. Von... Gott...

Das ist richtig. Gott erschuf Satan, nicht wahr? Der ältere Mann fährt mit seinen knöchigen Fingern durch sein dünnes Haar und wendet sich an die grinsenden Studenten. "Ich denke wir werden viel Spaß haben dieses Semester, meine Damen und Herren." Er dreht sich wieder zum Muslim. "Sag mir, gibt es Übel in dieser Welt, mein Sohn?"

"Ja, Herr Professor."

"Übel gibt es überall, wohin man nur sieht, nicht wahr? Hat Gott alles erschaffen?"

"Ja."

Wer hat das Übel erschaffen?

[Keine Antwort]

Gibt es Krankheit auf dieser Welt? Unmoral? Hass? Häßllichkeit? All diese schrecklichen Dinge - existieren sie in dieser Welt?"

Der Student dreht sich hin und her. "Ja."

Wer erschuf es?"

[Keine Antwort]

Der Professor schreit seinen Studenten plötztlich an. "WER ERSCHUF ES? SAG ES MIR, BITTE!" Der Professor nähert sich bedrohlich und steigt in das Gesicht des Muslims. Mit einer leisen Stimme: "Gott erschuf all das Übel, nicht wahr, mein Sohn?"

[Keine Antwort]

Der Student versucht die Ruhe zu bewahren, starrt ihn an und scheitert. Plötzlich bricht der Lektor los um seine Klasse anzufallen, wie ein alternder Panther. Die Klasse saß wie gebannt. "Sagt mir" setzt er fort, "Wie kommt es, dass dieser Gott gut ist, wenn er das ganze Übel zu allen Zeiten erschuf? Der Professor schwenkt seinen Arm umher, um die Schlechtheit der Welt zu umfassen. All der Hass, die Brutalität, all der Schmerz, all die Qualen, all der Tod und die Häßlichkeit und all diese Leiden geschaffen von diesem guten Gott ist alles in dieser Welt, nicht wahr, junger Mann?

[Keine Antwort]

Siehst du es denn nicht überall, um dich herum? Huh? Pause. "Siehst du es nicht?" Der Professor lehnt sich erneut an das Gesicht des Studenten und flüstert, Ist Gott gut?"

[Keine Antwort]

"Glaubst du an Gott, Sohn?"

Die Stimme des Studenten enttäuscht ihn und bricht. "Ja, Herr Professor. Das tue ich."

Der Professor ist enttäuscht und sagt "Die Wissenschaft sagt du hast fünf Sinne, die du verwendest um die Welt um dich zu identifizieren und beobachten. Du hast Gott nie gesehen, oder etwa doch?

"Nein, Herr Professor. Ich habe ihn nie gesehen."

"Dann sag uns hast du deinen Gott jemals gehört?"

"Nein, Herr Professor. Das habe ich nicht."

"Hast du deinen Gott jemals gefühlt, oder gekostet, oder gerochen...kurz, hattest du irgendeine sinnliche Erfassung deines Gottes, wie auch immer?"

[Keine Antwort]

"Antworte mir bitte!!!"

"Nein, Herr Professor, Ich fürchte das habe ich nicht."

"Du FÜRCHTEST... du hast nicht?"

"Nein, Herr Professor."

"Dennoch glaubst du an Ihn?"

"...ja... Das verlangt GLAUBEN!"

Der Professor lächelt weise bei dieser Unterstreichung. Nach den Regeln vom empirischem, überprüfbarem, demonstrierbarerem Protokoll, sagt die Wissenschaft dass dein Gott nicht existiert. Was sagst du dazu, mein Sohn? Wo ist dein Gott jetzt?"

[Der Student antwortet nicht]

"Setz dich hin bitte." Der Muslim setzt sich... Geschlagen.

Ein anderer Muslim erhebt seine Hand.

"Professor, darf ich die Klasse adressieren?"

Der Professor dreht sich und lächelt. "Ah, noch ein Muslim ! Komm, komm, junger Mann. Sprich ein paar weise Worte zu der Versammlung." Der Muslim sieht sich im Raum um.

"Einige interessante Punkte, die sie hier bringen, Herr Professor. Jetzt habe ich eine Frage an Sie.
Gibt es etwas wie Wärme?"


Ja, antwortet der Professor. "Es gibt Wärme."

"Gibt es etwas wie Kälte?"

"Ja, mein Sohn, es gibt auch Kälte."

"Nein, Herr Professor, das gibt es nicht."

Das Lächeln des Professors erstarrt. Im Raum wird es plötzlich ganz kalt. Der zweite Muslim setzt fort.

"Sie können verschiedene Arten von Hitze haben, mehr Hitze, Super-hitze, Mega-hitze, Weiße Hitze, ein wenig Hitze oder keine Hitze aber wir haben nichts was sich "Kälte" nennt. Wir können 458 Grad unter Null erreichen, was bedeutet dass keine Hitze vorhanden ist, aber wir können nicht weiter gehen als das. Es gibt nichts, wie Kälte, andernfalls müssten wir imstande sein weiter in die Kälte zu gehen als 458 - - Sie sehen Herr Professor, Kälte ist lediglich ein Wort, dass wir verwenden um das nicht- vorhandensein von Hitze zu beschreiben. Wir können Kälte nicht messen. Wärme können wir in thermischen Einheiten messen, da Wärme Energie ist. Kälte ist nicht das Gegenteil von Wärme, sondern nur die Abwesenheit davon."

Ruhe..... Eine Nadel fällt, irgendwo im Klassenzimmer.

"Gibt es etwas wie Dunkelheit, Herr Professor?"

"Dass ist eine dumme Frage, mein Sohn. Was ist Nacht, wenn nicht Dunkelheit? Worauf willst du hinaus...?"

"Also Sie sagen es gibt etwas wie Dunkelheit?"

"Ja..."

"Sie liegen wieder falsch. Dunkelheit ist nicht etwas, es ist nur die Abwesenheit von etwas. Sie können gedämpftes Licht haben, normales Licht, helles Licht, blitzendes Licht, aber wenn Sie durchgehend keines haben, dann nenen wir es Dunkelheit, nicht wahr. Das ist die Bedeutung die wir verwenden um dieses Wort zu definieren. In Wahrheit ist Dunkelheit nicht. Wenn es wäre, dann würden Sie jetzt fähig sein dünklere Dunkelheit zu machen und mir ein Glas davon zu geben. Können Sie .......... mir ein Glas dünklere Dunkelheit geben, Herr Professor"

Trotz allem, lächelt der Professor den jungen Unverschämten vor sich an. Das wird wahrhaftig ein gutes Semester. "Würde es dir etwas ausmachen uns zu sagen, worauf du hinaus willst, junger Mann?"

"Ja, Herr Professor. Ich will darauf hinaus, dass ihre philosophischen Voraussetzungen fehlerhaft sind und daher muss auch ihre Schlussfolgerung falsch sein...."

"Der Professor wird giftig. "Fehlerhaft...? Wie kannst du es wagen...!"

"Darf ich erklären, was ich meine?" Die Klasse ist ganz Ohr.

"Erkläre... erkläre nur..." Der Professor bemüht sich, auf bewundernswerte Weise, seine Nerven zu behalten. Plötzlich ist er die Freundlichkeit selbst. Er schwenkt seine Hand, um die Klasse zur Ruhe zu bringen, damit der Student fortsetzen kann.

"Sie arbeiten mit den Prinzipien der Dualität," erklärt der Muslim. "Dass es zum Beispiel Leben gibt und den Tod, einen guten Gott und einen bösen. Sie betrachten das Konzept von Gott als etwas begrenztes, etwas dass wir messen können. Die Wissenschaft, Herr Professor, kann nicht einmal einen Gedanken erklären. Sie verwendet Elektrizität und Magnetismus, aber hat sie nie gesehen, geschweige denn gänzlich verstanden. Den Tod als das Gegenteil von Leben zu betrachten, bedeutet die Tatsache zu verkennen, dass der Tod nicht als ein substantives Ding existieren kann. Der Tod ist nicht das Gegenteil von Leben, sondern lediglich die Abwesenheit davon." Der junge Mann hält eine Zeitung hoch, die er vom Tisch eines Sitznachbars nimmt, der gerade damit beschäftigt war, diese zu lesen "Hier ist eine der abscheulichsten Revolverblätter die dieses Land führt, Herr Professor. Gibt es etwas wie Unmoral?"

"Natürlich gibt es das, sieh nur..."

"Sie liegen wieder falsch. Wie sie sehen, Unmoral ist lediglich die Abwesenheit von Moral. Gibt es etwas wie Ungerechtigkeit? Nein. Ungerechtigkeit ist die Abwesenheit von Gerechtigkeit. Gibt es etwas wie Bösartigkeit?" Der Muslim macht eine Pause. "Ist Bösartigkeit nicht die Abwesenheit von Güte?"

Des Professor's Gesicht, hat eine warnende Farbe angenommen. Er ist so wütend, dass er vorübergehend sprachlos ist.

Der Muslim setzt fort. "Wenn es Übel auf dieser Welt gibt, Herr Professor und wir alle wissen, dass es so ist, dann muss Gott, wenn er existiert, ein Werk schaffen, um sich durch diese Agentur des Bösen durchzuarbeiten. Was ist dieses Werk, dass Gott schafft? Der Islam sagt uns, dass es jeder von beachten soll was er wählt, wählt er gut oder böse."

Der Professor wehrt sich entrüstet.
"Als ein philosophischer Wissenschaftler, betrachte ich diese Sache nicht, als etwas was mit einer Wahl zu tun hat, als ein Realist erkenne ich weder dieses Konzept von Gott, noch irgendeinen anderen theologischen Faktor, als Teil dieses weltlichen Gleichgewichtes an, denn Gott ist nicht beobachtbar."

"Ich hätte gedacht, dass die Abwesenheit von Gottes Moralwerten in dieser Welt, wahrscheinlich das am leichtesten zu beobachtbare Phenomän ist," antwortet der Muslim. "Zeitungen machen Millionen von Umsätze damit, darüber zu berichten! Sagen Sie mir, Herr Professor. Bringen Sie Ihren Studenten bei, dass sie von einem Affen abstammen?"

"Wenn du Bezug zum natürlichen Evolutionsprozess nimmst, junger Mann, ja, natürlich tue ich das."

"Haben Sie Evolution je mit Ihren eigenen Augen beobachtet, Herr Professor?"

Der Professor macht ein schlürfendes Geräusch mit seinen Zähnen und schenkt dem Studenten einen ruhigen, starren Blick.

"Herr Professor. Nachdem niemand jemals den Prozess der Evolution in Arbeit gesehen hat und niemand beweisen kann, dass dieser Prozess ein laufendes Bestreben ist, unterrichten Sie nicht Ihre Meinung? Sind Sie nun gar kein Wissenschaftler, sondern ein Priester?"

"Ich will im Licht dieser philosophischen Diskussion, über deine Unverschämtheit hinwegsehen. Nun, hast du bald fertig gesprochen?" faucht der Professor.

"Also akzeptieren Sie Gottes Moralwerte nicht, die zu dazu auffordern das zu tun was recht ist?"

"Ich glaube das was ist - dass ist die Wissenschaft!"

"Ahh! DIE WISSENSCHAFT!" das Gesicht des Studenten formt ein Grinsen. "Sie besagen, dass die Wissenschaft die Studie der beobachtbaren Phenomene ist. Auch die Voraussetzungen der Wissenschaft sind fehlerhaft..."

"WISSENSCHAFT IST FEHLERHAFT..?" zischt der Professor. Die Klasse ist in Aufruhr. Der Muslim bleibt stehen, bis die Aufregung sich wieder gelegt hat.

"Um bei dem Punkt fortzusetzen, den Sie vorhin bei dem anderen Studenten gebracht haben, darf ich Ihnen ein Beispiel dafür geben was ich meine?"

Der Pofessor schweigt klugerweise.

Der Muslim sieht sich im Raum um "Gibt es irgendjemanden in dieser Klasse, der jemals Luft gesehen hat, Sauerstoff, Moleküle, Atome, das Gehirn des Professors?" Die Klasse bricht in Gelächter aus. Der Muslim zeigt auf seinen älteren, zerbrechenden Lehrer. "Ist da jemand, der jemals das Gehirn des Professors gesehen hat... das Gehirn des Professors gefühlt hat, das Gehirn des Professors berrührt hat, oder das Gehirn des Professors gerochen hat? Es scheint niemanden zu geben. Der Muslim schüttelt traurig seinen Kopf . Es sieht so aus, dass niemand jemals irgendeine sinnliche Erfassung vom Gehirn des Professor's erfahren hat. Nun, nach den Regeln des empirischen, stabilen, demonstrierbaren Protokoll der Wissenschaft, ERKLÄRE ich, dass der Professor kein Gehirn hat."

NUN IST ES JEDERMANN'S GELEGENHEIT MEHR ÜBER DEN ISLAM ZU LERNEN, ÜBER GOTT, ÜBER DEN ZWECK DER EXISTENZ; ERSCHAFFUNG UND LEBEN; ÜBER DIE PROPHETEN GOTTES UND ÜBER DIE HEILIGEN BÜCHER; IM SPEZIELLEN DEN QUR'AAN. DANN IST ES IHRE WAHL MUSLIM ZU WERDEN ODER NICHT: IN DER UNGEFÄHREN BEDEUTUNG DES QUR'AN HEISST ES" ES GIBT KEINEN ZWANG IN DER RELIGION "
Es gibt keinen Zwang in der Religion, wahrlich der richtige Weg ist klar vom falschen unterschieden worden. Und die die falsche Gottheiten ablehnen und an Allah (st), Gott, glauben, haben etwas festes in der Hand, das niemals brechen wird und Allah (st) ist allhörend und allwissend (256). Allah (st) ist der beschützende Fürhrer derer, die glauben. Er bringt Sie aus der Dunkelheit ins Licht, für die die nicht glauben, deren Führer sind ihre falschen Gottheiten. Diese bringen Sie aus dem Licht in die Dunkelheit.. (257)" AL-QUR'AAN (KAPITEL 2, VERSE 256-257)

Der Muslim setzt sich... Denn dafür sind Sessel da!!!


Wasalam
by Reisender at 31-01-2008, 05:11 PM
bismillah

[Bild: attachment.php?aid=473]
Wahrlich, huldreich war Allah gegen die Gläubigen, da Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erweckte, um ihnen Seine Verse zu verlesen und sie zu reinigen und das Buch und die Weisheit zu lehren; denn siehe, sie hatten sich zuvor in einem offenkundigen Irrtum befunden. [3:164]

Sahih Al-Bucháryy
aus dem Arabischen übertragen und kommentiert von Abu-r-Rida’ Muhammad Ibn Ahmad Ibn RassoulIB Verlag Islamische Bibliothek

Buch 1
Kapitel: Vom Beginn der Offenbarung

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 2]
Von A´ischa, Mutter der Gläubigen, Allahs Wohlgefallen auf ihr: Al-Harith Ibn Hischam, Allahs Wohlgefallen auf ihm, fragte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, indem er sagte: „O Gesandter Allahs, wie kommt die Offenbarung zu dir?“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Manchmal kommt sie zu mir wie der Klang einer Glocke, und dies ist für mich die schwerste Art, er Dschibril (Gabriel) verlässt mich dann, wenn ich alles, was er sagte, in meinem Gedächtnis bewahrt habe. Manchmal erscheint der Engel vor mir in der Gestalt eines Mannes und spricht zu mir, und ich bewahre in meinem Gedächtnis, was er sagt. “A´ischa sagte: „Und ich habe ihn im Zustand gesehen, als die Offenbarung zu ihm kam: an einem sehr kalten Tag lief der Schweiß von seiner Stirn herunter, als er (der Engel) ihn verließ.“
--------------------------------------------------------------------------------
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 3]
Von `A´ischa, Mutter der Gläubigen, Allahs Wohlgefallen auf ihr, die sagte: „Das erste, mit dem der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, die Offenbarung begann, war das wahrhaftige Traumgesicht während des Schlafs, er hatte keinen Traum gesehen, der sich nicht wie das Morgenlicht bewahrheitet hat. Danach wurde ihm (von Allah) die Einsamkeit lieb gemacht. Dazu wählte er die Berghöhle von Hira, in die er sich gewöhnlich für mehrere Nächte zurückzog und Allahs Nähe suchte - eine Art Gottesverehrung. Anschließend begab er sich zu seiner Familie und kümmerte sich um die Versorgung der nächsten Runde, er kehrte dann abermals zu Chadidscha zurück, um sich für ähnliche Versorgung vorzubereiten.

(Und dies geschah so weiter,) bis die Wahrheit zu ihm kam, während er sich in der Berghöhle von Hira´ aufhielt. Dort kam der Engel zu ihm und sagte: „Lies!“ Darauf sagte er: „Ich kann nicht lesen.“ (Der Prophet berichtete davon, indem) er sagte: „Da ergriff er mich und drückte mich bis zu meiner Erschöpfung, ließ mich dann los und sagte erneut: „Lies!“ Ich sagte (wieder): „Ich kann nicht lesen.“ Da ergriff er mich und drückte mich zum zweiten Male bis zur Erschöpfung, ließ mich dann los und sagte: „Lies!“ Ich sagte: „Ich kann nicht lesen“, dann ergriff er mich und drückte mich zum dritten Mal, alsdann ließ er mich los und sagte: »â€žLies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel. Lies, und dein Herr ist der Edelste, …“« (Qur`an 96:1-3)“

Mit diesen Ayah (Versen) kehrte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, mit einem bebenden Herzen zurück. Dann trat er bei (seiner Frau) Chadidscha Bint Chuwailid, Allahs Wohlgefallen auf ihr, ein und sagte: „Hüllt mich ein, hüllt mich ein!“ Sie hüllten ihn ein, bis die Furcht von ihm abließ. Hier dann erzählte er Chadidscha und berichtete ihr von dem Ereignis: „Ich bangte um mein Leben.“ Darauf sagte Chadidscha: „Niemals wirst du bei Allah eine Schande erleben denn du bist wahrlich derjenige, der die Verwandtschaftsbande pflegt, dem Schwachen hilft, dem Mittellosen gibt, den Gast freundlich aufnimmt und dem Notleidenden unter die Arme greift.

“ Chadidscha verließ dann mit ihm das Haus und ging zu dem Sohn ihres Onkels, Waraqa Ibn Naufal Ibn Assad Ibn `Abdu-l-`Uzza, der in der Dschahiliyya zum Christentum übergetreten war, er beherrschte die hebräische Sprache und pflegte - solange es Allah wollte, aus dem Evangelium in hebräischer Sprache abzuschreiben - er war ein Greis, der später erblindet ist. Chadidscha sagte zu ihm: „O Sohn meines Onkels, höre von dem Sohn deines Bruders, was er sagt!“ Waraqa sagte dann zu ihm: „O Sohn meines Bruders, was bringst du mit?“ Hier berichtete ihm der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, was er gesehen hatte. Da sagte Waraqa zu ihm: „Das ist die Botschaft (arab.: Namus: auch Dschibril,) wie sie Allah auch Moses offenbarte.

Ich wünsche mir, ich wäre jung genug, um solange am Leben zu bleiben, um es zu erleben, wenn dich deine Leute vertreiben!“ Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Werden sie mich wirklich vertreiben?“ Waraqa erwiderte: „Ja! Kein Mensch war mit Ähnlichem gekommen, wie du es gebracht hast, ohne dass er (mit seinem Volke) angefeindet wurde. Wenn ich an diesem deinem Tag noch am Leben bin, werde ich dich mit aller Kraft unterstützen.“ Es dauerte aber nicht mehr lange, da starb Waraqa, und der Empfang von weiteren Offenbarungen erlebte für eine Weile einen Stillstand.“ *

(*Vgl. Hadith Nr. 6982, der das Ende des Berichts von `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, enthält)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 4]
Dschabir Ibn `Abdullah Al-Ansary, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte - indem er von der Zeit erzählte, in der der Empfang von weiteren Offenbarungen für eine Weile einen Stillstand erlebte: „(Der Prophet) sagte in seinem Bericht: Als ich unterwegs war, hörte ich eine Stimme vom Himmel, ich richtete meinen Blick nach oben und sah, dass der Engel, der mir in der Berghöhle von Hira´ erschienen war, auf einem Stuhl zwischen dem Himmel und der Erde saß. Ich erschrak vor ihm, kehrte zurück und sagte: „Hüllt mich ein, hüllt mich ein.“ Darauf sandte Allah, der Erhabene folgende Worte herab: »â€žO du Zugedeckter, stehe auf und warne; und deinen Herrn, Den preise als den Größten, und deine Gewänder, die reinige, und die (Unreinheit des) Götzen(dienstes)*, die meide, …“« (Qur`an 74:1-5)
Danach ging es mit der Offenbarung zügig und ohne Unterbrechungen weiter.“

*Auch: die Sünde; oder: was Allahs Strafe zur Folge hat.
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 6]
Von Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, der sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, war der Großzügigste unter allen Menschen, und den Höhepunkt seiner Großzügigkeit erreichte er im Ramadan, wenn ihm Dschibril (Gabriel) begegnete. Diese Begegnung mit ihm fand in jeder Ramadan-Nacht statt, denn Dschibril (Gabriel) pflegte ihn zu jener Zeit im Qur`an zu unterweisen. Wahrlich, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, war mit dem Hergeben von guten Dingen schneller als der unhaltbare Wind.“

Kapitel: Der Glaube (Iman)
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 8]
Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: Der Islam wurde auf fünf (Tragpfeilern) gebaut: dem Zeugnis, dass kein Gott da ist außer Allah, und dass Muham-mad der Gesandte Allahs ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakah, dem Hadsch (Pilgerfahrt) und dem Fasten im (Monat) Ramadan.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 9]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Der Glaube besteht aus mehr als sechzig Abteilen, und die Schamhaftigkeit (Haya´) ist ein Teil des Glaubens.“
(Vgl. dazu Hadith Nr. 24 und 314)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 10]
Abdullah Ibn `Amr, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Ein Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind und ein Auswanderer (Muhadschir) ist der, der das verlässt, was Allah verboten hat.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 11]
Von Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, der sagte: Einige Leute sagten: „O Gesandter Allahs! Wer lebt den Islam am besten?“ Er antwortete: „Derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 12]
`Abdullah Ibn `Amr, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Ein Mann fragte den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Auf welche Art kann man den Islam gut leben?“ Er sagte: “Indem du Speisen gibst und den Friedensgruß (Salam) zu jedem sprichst, den du kennst und nicht kennst!“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 13]
Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Keiner von euch darf sich als gläubig ansehen, bis er seinem Bruder auch dasselbe gönnt, was er sich selbst gönnt.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 14]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, dass keiner von euch sich als gläubig ansehen darf, bis seine Liebe zu mir stärker ist als seine Liebe zu seinem Vater und zu seinem Sohn.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 15]
Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Keiner von euch darf sich als gläubig ansehen, bis seine Liebe zu mir stärker ist als seine Liebe zu seinem Vater, zu seinem Sohn und zu den Menschen allesamt.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 16]
Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer die (folgenden) drei Eigenschaften besitzt, findet die Freude am Glauben: Wenn seine Liebe zu Allah und Seinem Gesandten stärker ist als seine Liebe zu allem anderen, wenn seine Liebe zu einem Menschen nur Allah gewidmet ist, und wenn er den Rückfall zum Unglauben (Kufr) genauso verabscheut, wie er es verabscheut, ins Feuer geworfen zu werden.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr.17]
Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Al-Ansar* zu lieben, ist ein Zeichen des Glaubens, und die Al-Ansar zu hassen ist ein Zeichen der Heuchelei.“

* Al-Ansar = Die Helfer unter den Bewohnern von Al-Madina, die dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, Beistand leisteten.

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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 18]
Ubada Ibn As-Samit, Allahs Wohlgefallen auf ihm, der an der Schlacht von Badr teilgenommen und zu den Gruppenführern (Naqaba´) der Nacht von Al-`Aqaba gehört hatte, berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte vor einer Gruppe seiner Gefährten, die sich um ihn scharte: „Leistet mir den Treueschwur, dass ihr Allah weder etwas zur Seite stellt noch stehlt noch Unzucht begeht noch eure Kinder tötet noch Schändlichkeiten durch eure Hände und mit dem was zwischen euren Beinen ist begeht, und dass ihr euch mir gegenüber im guten Sinne nicht ungehorsam verhaltet. Wer von euch dies erfüllt, der hat seinen Lohn von Allah zu erwarten, und wer immer etwas davon begeht und dafür eine Strafe in dieser Welt erleidet, so gilt diese für ihn als Sühne. Begeht einer aber eine Tat davon und wird von Allah vor der Öffentlichkeit geschützt, so ist das Urteil bei Allah: wenn Er will, vergibt Er ihm und wenn Er will, bestraft Er ihn. So haben wir aufgrund dessen den Treueschwur geleistet.“

(Siehe Hadith Nr. 6801 und 7213)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 19]
Abu Sa`id Al-Chudryy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Eines Tages wird der beste Besitz eines Muslims beinah eine Schafsherde sein, mit der er - flüchtend vor den Wirrungen dieser Welt - zwischen den Höhen der Berge und den Wasserstellen in den Tälern wandert.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 24]
Salim Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete von seinem Vater, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, eines Tages an einem Mann von den Al-Ansar* vorbeiging, der seinen Bruder in Bezug auf die Schamhaftigkeit (Haya´) ermahnte. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Lass ihn denn die Schamhaftigkeit gehört zum Glauben.“ **

* Siehe dazu die Anmerkung zum Hadith Nr. 17.

** Vgl. Hadith Nr. 9 und 314 f.
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 25]
Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Mir wurde befohlen, dass ich die Menschen solange bekämpfe, bis sie bezeugen, dass kein Gott da ist außer Allah, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, und bis sie das Gebet verrichten und die Zakah entrichten. Wenn sie dies tun, so bewahren sie ihr Leben und ihre Güter vor mir, es sei denn, sie begehen eine nach dem Islam strafbare Handlung und ihre Rechenschaft ist (letzten Endes) bei Allah.“

Vgl. dazu Hadith Nr. 2946
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 26]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Eines Tages wurde der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, gefragt: „Welche Tat ist die beste?“ Er antwortete: „Der Glaube an Allah und Seinen Gesandten.“ Darauf wurde er weiter gefragt: „Welche dann außer dieser?“ Er antwortete: „Der ?ihad auf dem Weg Allahs.“ Er wurde weiter gefragt: „Welche dann außer dieser?“ Er antwortete: „Hadsch mabrur*.“

* D.h. eine segensreiche, nach Vorschrift ausgeführte Pilgerfahrt
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 31]
Al-Ahnaf Ibn Qais, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Als ich mich auf dem Weg befand, um jenem Mann (`Alyy Ibn Abi Talib) zu Hilfe zu kommen, sah mich Abu Bakr und fragte: „Wohin gehst du?“ Ich antwortete: „Ich will diesem Mann helfen!“ Da sagte er: „Kehre um, denn ich habe den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgendes sagen hören: „Wenn zwei Muslime mit dem Schwert gegeneinander kämpfen, werden beide, der Tötende und der Getötete, in das Höllenfeuer gehen.“ Als ich fragte: „O Gesandter Allahs! Das ist für den Tötenden, doch warum für den Getöteten?“ da antwortete er: „Auch dieser hatte sehr ernst den Vorsatz, seinen Gefährten zu töten!“ “

Vgl. dazu Hadith Nr. 7083
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 32]
`Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Als der Qur`an -Vers » Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, ... « (Qur`an 6:82) offenbart wurde, sagten die Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Wer ist unter uns, der nicht Unrecht getan hätte?“ Darauf offenbarte Allah den Vers » „... denn Götzendienst ist fürwahr ein gewaltiges Unrecht.“ « (Qur`an 31:13)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 33]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Kennzeichen eines Heuchlers sind drei:

Wenn er spricht, lügt er
wenn er etwas verspricht, bricht er sein Versprechen
wenn man ihm etwas anvertraut, verhält er sich untreu.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 34]
`Abdullah Ibn `Amr, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer die folgenden vier Eigenschaften besitzt, ist ein reiner Heuchler, und wer nur eine der vier Eigenschaften hat, besitzt so lange eine heuchlerische Eigenschaft, bis er diese aufgibt:

Wenn man ihm etwas anvertraut, verhält er sich untreu
wenn er spricht, lügt er
wenn er eine vertragliche Abmachung schließt, erfüllt er sie nicht und
wenn er mit jemandem streitet, benimmt er sich unverschämt.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 35]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer in Lailatu-l-Qadr* aus reinem Glauben und in der Hoffnung auf Allahs Lohn betet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.“

* Nacht der Macht bzw. Nacht der Bestimmung, in der zum Beginn der Offenbarung die ersten 5 Verse der 96. Sura offenbart wurden
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 36]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Allah hat demjenigen, der auf Seinem Weg ausrückt, folgendes verheißen: »Wer zum Kampf ausrückt, nur weil er an Mich glaubt und die Botschaft Meiner Gesandten bestätigt, den werde Ich mit dem zurückkehren lassen, was er an Lohn oder Beute errungen hat oder Ich lasse ihn ins Paradies eingehen.« Würde es meiner Ummah (Gemeinde) nicht schwer fallen, so würde ich niemals hinter einer Truppe daheim bleiben und ich würde mir stets wünschen, auf dem Weg Allahs getötet, dann wieder zum Leben erweckt, dann wieder getötet, dann wieder zum Leben erweckt, dann wieder getötet zu werden.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0037]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefalle n auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer im Monat Ramadan aus reinem Glauben und in der Hoffnung auf Allahs Lohn betet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0038]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer im Monat Ramadan aus reinem Glauben und in der Hoffnung auf Allahs Lohn fastet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0039]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Religion ist eine Erleichterung und niemals wird jemand mit der Religion streiten, ohne daß sie ihn obsiegt so sucht darum die richtigen Mittel, handelt entsprechend, seid zuversichtlich und sucht Hilfe im Gebet, morgens, abends und in einem Teil der Nacht.“ (Ein Beispiel aus der Praxis ist im Hadith Nr. 0220 anzutreffen)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0041]
Abu Sa`id Al-Chudryy berichtete, dass er den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgendes sagen hörte: „Wenn einer zum Islam kommt und seinen Islam gut lebt, dem wird Allah jede schlechte Tat tilgen, die er einst begangen hatte. Danach gilt nur die Abrechnung: jede gute Tat wird (zur Belohnung) zehnfach bis siebenhundertfach bewertet, und eine schlechte Tat wird als solche nur einfach bewertet, es sei denn, dass Allah (von der Bestrafung) absieht.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0042]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn einer von euch seinen Islam gut lebt, dem wird (zur Belohnung) jede gute Tat, die er begangen hat, zehnfach bis siebenhundertfach bewertet und jede schlechte Tat, die er begangen hat, wird ihm nur als solche einfach angelastet.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0043]
`A´ischa berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, eines Tages bei ihr eintrat und dort eine Frau sah er sagte: „Wer ist sie? " Sie beschrieb sie als diejenige, die zuviel betet. Da sagte er: „Was ist mit euch? Ihr sollt nur das tun, was ihr verkraften könnt. Bei Allah, Allah wird nicht aufhören, bis ihr aufgebt.“ *`A´ischa berichtete weiter: „Ihm war die beste Tat eines Gläubigen die, die von ihm dauerhaft gemacht wird.“ (*Zur Verdeutlichung der übersetzung dienen folgende Egänzungen in Klammern: „Was ist mit euch? Ihr sollt nur das tun, was ihr (auf Dauer) verkraften könnt. Bei Allah, Allah wird nicht aufhören (euch solange zu belohnen,) bis ihr (von eurem Eifer ermüdet seid und eure guten Werke) aufgebt.“ `A´ischa berichtete weiter: „Ihm (dem Propheten) war die beste Tat eines Gläubigen die, die von ihm dauerhaft gemacht wird (auch wenn diese wenig ist).“ )
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0044]
Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Aus dem Höllenfeuer wird jeder entlassen, der "la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah)" sagte, und in seinem Herzen soviel von den guten Vorsätzen hatte, wie das Gewicht eines Gerstenkorns und aus dem Höllenfeuer wird jeder entlassen, der "la ilaha illa-llah" sagte, und in seinem Herzen soviel von den guten Vorsätzen hatte, wie das Gewicht eines Weizenkorns und aus dem Höllenfeuer wird ebenfalls jeder entlassen, der "la ilaha illa-llah" sagte und in seinem Herzen soviel von den guten Vorsätzen, wie das Gewicht eines Stäubchens, hatte.“ ...Anas berichtete ferner, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, auch vom "Glauben" anstelle von "guten Vorsätzen" sprach.
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0045]
Von `Umar Ibn Al-Chattab wurde berichtet, dass ein Jude zu ihm sagte: „O Führer der Gläubigen, es gibt eine Aya in eurem Buch, die ihr rezitiert. Wäre sie auf uns Juden herabgesandt worden, hätten wir den Tag ihrer Offenbarung zu einem Fest für uns gemacht.“ Er (`Umar) fragte: „Welche Aya ist diese?“ Der Jude nannte den Wortlaut wie folgt:"Heute habe Ich euch eure Religion vollendet und Meine Gnade an euch erfüllt und euch den Islam zum Glauben erwählt..." (Qur`an 5:3)*`Umar sagte: „Wir kennen doch diesen Tag und wissen, an welchem Ort diese Aya auf den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, herabgesandt worden ist! Es war an einem Freitag während er in `Arafa stand.“ (* Siehe die Anmerkung zum Hadith Nr. 7050 und 7051)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0046]
Talha Ibn `Ubaidullah berichtete: „Ein Mann mit ungepflegtem Haar, der sehr laut redete und dabei nicht verstand, was er sagte, und zu den Bewohnern von Nadschd gehörte, kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm er stand sehr nah bei ihm und fragte ihn über den Islam. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Es sind fünf Gebete pro Tag und Nacht.“ Der Mann fragte weiter: „Bin ich noch mit anderen Gebeten als diesen verpflichtet?“ Darauf antwortete der Prophet: „Nein! Es sei denn, du verrichtest freiwillige Gebete.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, fuhr fort: „Außerdem ist das Fasten im Ramadan (auch eine Pflicht).“ Der Mann erkundigte sich weiter: „Bin ich noch mit anderer Fastenzeit als dieser verpflichtet?“ Darauf antwortete der Prophet: „Nein! Es sei denn, du fastest freiwillig.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, erwähnte ihm noch die Pflicht der Zakah.Der Mann wollte daraufhin wissen: „Bin ich noch mit einer anderen Abgabe als dieser verpflichtet?“ Darauf antwortete der Prophet: „Nein! Es sei denn, du spendest freiwillig.“ Der Mann ging dann von ihm weg und sagte: „Bei Allah! Ich werde nicht mehr und nicht weniger tun als dies.“ Daraufhin sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Er würde erfolgreich sein, wenn er die Wahrheit gesagt hätte.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0047]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer mit einem Beerdigungszug eines Muslims zieht - nur weil er gläubig ist und mit dem Lohn Allahs rechnet - und sich dort solange aufhält, bis das Totengebet verrichtet und die Beerdigung vollzogen worden sind, der kehrt zurück mit einem zweiteiligen Lohn, wobei jeder Teil davon soviel wie der Berg von Uhud ausmacht. Wer jedoch das Totengebet verrichtet und vor der Beerdigung umkehrt, kehrt nur mit einem Teil davon zurück.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0048]
`Abdullah berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Die Beschimpfung eines Muslims ist eine Freveltat und gegen ihn zu kämpfen ist Kufr.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0049]
`Ubada Ibn As-Samit berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, ging hinaus, um von Lailatu-l-qadr Kunde zu geben als er zwei Männer von den Muslimen miteinander streiten sah, sagte er: „Ich bin hinausgegangen, um euch von Lailatu-l-qadr* Kunde zu geben dabei sah ich den Soundso und den Soundso miteinander streiten, worauf diese (Kundgebung) rückgängig gemacht wurde. Es mag sein, dass es so besser für euch ist. Erwartet sie (Lailatu-l-qadr) dann in den letzten sieben, neun und fünf (Tagen des Monats).“**

*Siehe die Anmerkung zum Hadith Nr. 0035.

**Die herrschende Lehrmeinung sagt, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, den genauen Zeitpunkt von Lailatu-l-qadr deshalb offenließ, um den Muslimen in diesem segensreichen Monat mehr Gelegenheit zum Eifern um das Wohlwollen Allahs zu geben. Mit der ungeordneten Reihenfolge der letzten Tage ist die Vorrangigkeit der Erwartung gemeint
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0050]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, ging eines Tages zu den Leuten hinaus, da kam ein Mann zu ihm und sagte: „Was ist Glaube?“ Der Prophet erwiderte: „Der Glaube (Iman) ist, dass du an Allah, an Seine Engel, an die Begegnung mit Ihm, an Seine Gesandten und an die Auferstehung glaubst.“ Der Mann fragte weiter: „Was ist Islam?“ Der Prophet sagte: „Islam ist, dass du Allah anbetest, Ihm nichts beigesellst, das Gebet verrichtest, die vorgeschriebene Zakah entrichtest und im Ramadan fastest.“ Der Mann sagte: „Was ist Güte (Ihsan)?“ Der Prophet sagte: „Daß du Allah anbetest, als ob du Ihn sähst denn, wenn du Ihn nicht siehst, so sieht Er dich doch.“ Der Mann sagte: „Wann trifft die Stunde ein?“ Der Prophet sagte: „Der Befragte ist diesbezüglich nicht wissender als der Fragende selbst. Was aber deren Vorzeichen angeht, so werde ich dir folgendes nennen: (Die Stunde ist nah,) wenn die Sklavin ihren eigenen Herrn gebärt, und wenn die ungebildeten Kameltreiber Hochhäuser bauen. Es gibt noch andere fünf Vorzeichen, die nur Allah kennt.“ Darauf rezitierte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm:"Wahrlich, bei Allah allein ist die Kenntnis der Stunde ..." (Qur`an 31:34). Der Mann ging fort, und der Prophet verlangte, dass die Leute ihn zurückbringen, aber sie sahen ihn nicht mehr. Darauf sagte der Prophet: „Dieser war Gabriel! Er kam, um die Menschen in ihrem Glauben zu unterweisen.“ Abu `Abdullah (Imam Al-Bucharyy) sagte: „Er (der Prophet) machte all dies zum Bestandteil des Glaubens.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0052]
An-Nu`man Ibn Baschir sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Das Erlaubte ist offenkundig, und das Verbotene ist offenkundig, und zwischen den beiden gibt es zweifelhafte Dinge, über die viele Menschen keine Kenntnis besitzen. Wer nun die zweifelhaften Dinge vermeidet, der gewährt damit seinem Glauben und seiner Ehre Makellosigkeit wer aber in zweifelhafte Dinge verwickelt ist, ähnelt einem Hirten, der seine Herde um ein fremdes Revier herumweidet und beinahe das Eigentumsrecht eines anderen verletzt. Wahrlich, jeder König hat sein eigenes Hoheitsgebiet, und die von Allah verbotenen Dinge stellen das Hoheitsgebiet Allahs auf Seiner Erde dar. Wahrlich, es gibt im Menschenkörper ein kleines Stück Fleisch wenn dieses gut ist, so ist der ganze Körper gut ist es aber verdorben, so ist der ganze Körper verdorben. Wahrlich, das ist das Herz!“*

(*Hier wird die von den Medizinern und Biologen eingeschränkte Funktion des Herzens, als "ein muskuläres Zentral-Hohlorgan des Gefäßsystems, das die Triebkraft für den Blutkreislauf gibt", um andere wesentliche Gesichtspunkte erweitert. Viele Rechtsgelehrte haben nach diesem Hadith aber auch nach Quran 2:7 8:2, 49, 63 26:89 33:4 39:23 49:7, große Bedenken wegen der Praxis der Herztransplantation überhaupt und sind sich darüber einig, dass eine dazu gemachte Organspende von einem Ungläubigen an einen Muslim und umgekehrt unzuläßig ist. Denn der in diesem Hadith erwähnte Zustand von Güte und Verdorbenheit des Herzens ist nicht nur auf die biologische Funktion, sondern auch auf Glauben und Unglauben, Liebe und Haß, Aufrichtigkeit und Frevelhaftigkeit usw. - wie diese aus dem Wortlaut des Hadith anzunehmen sind - zu beziehen. Würde man sich lediglich auf die biologische Funktion beschränken, so würde das Herz in seiner derartigen Besonderheit abqualifiziert denn die Beeinträchtigung der Gesundheit geschieht gleichermaßen durch kranke Organe des menschlichen Körpers, wie z. B. Leber, Nieren, Drüsen, Hirnbereiche usw.)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0054]
`Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wahrlich, die Taten werden entsprechend dem Vorsatz bewertet, und jedem Menschen steht wahrlich das zu, was er beabsichtigt hat. Wer also seine Auswanderung um Allahs und Seines Gesandten willen unternimmt, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinen Gesandten wer aber seine Auswanderung des irdischen Lebens willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, sie zu heiraten, dessen Auswanderung ist für das, um dessentwegen er auswanderte.“

(Vgl. Hadith Nr. 0031, 6953 und 7083)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0055]
Abu Mas`ud berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn ein Mann Geld für den Lebensunterhalt seiner Familie ausgibt und dies im Trachten nach Allahs Wohlwollen tut, so wird ihm der Lohn einerSadaqa angerechnet.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0056]
Sa`d Ibn Abi Waqqas berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Niemals wirst du Geld für den Lebensunterhalt ausgeben und dabei dies im Trachten nach Allahs Wohlwollen tust, ohne daß du dafür belohnt wirst dies gilt auch dann, wenn du es für die Nahrung deiner Frau ausgibst.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 0057]
Dscharir Ibn `Abdullah berichtete: „Ich leistete dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, den Treueschwur, dass ich das Gebet verrichte, die Zakah entrichte und jedem Muslim aufrichtigen Rat erteile.“
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Kapitel: Das Wissen

[Sahih Al-Bucharyy Nr. 60]
`Abdullah Ibn `Amr berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, blieb einmal auf einer Reise, die wir unternommen hatten, hinter uns zurück. Er holte uns ein, als wir gerade den Wudu´ für ein Gebet vornahmen, welches schon überfällig war wir fuhren deshalb (in Eile) mit den Händen über unsere Füße, da wandte sich der Prophet mit lauter Stimme uns zu und sagte: „Wehe den Fersen, wenn sie im Feuer brennen.“ Und er wiederholte es zwei - oder dreimal.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 61]
Ibn `Umar berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Es gibt unter den Baumarten einen Baum, dessen Blätter nicht abfallen, und dies ist das Gleichnis eines Muslims. Sagt mir welcher Baum ist dieser!“ Die Leute suchten und dachten an die Baumarten der Wüste. `Abdullah sagte: „Es fiel mir ein, dass es sich um die Dattelpalme handelt, hielt mich aber aus Schamgefühl zurück.“ Die Leute aber sagten: „Sage uns, o Gesandter Allahs, um welchen Baum es sich handelt?“ Er sagte: „Es ist die Dattelpalme.“*

(*Botanische Bezeichnung Phoenix stammt aus der griechischen Sprache, weil die Griechen den Baum und seine Dattelfrucht „dactylus (= fingerförmige)“ erst durch die Phönikier kennengelernt hatten. Die Gattung der Arecaceae hat männliche Bäume, von denen die weiblichen befruchtet werden)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 63]
Anas Ibn Malik berichtete: „Während wir mit dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, in der Moschee saßen, kam ein Mann auf einem Kamel geritten er ließ das Kamel auf dem Boden der Moschee niederruhen, band es an und sprach zu den Anwesenden: „Wer ist von euch Muhammad?“ Dies geschah als der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sich anlehnend unter den Leuten befand. Zu dem Mann wurde gesagt: „Er ist der gutaussehende Mann, der dort sich anlehnend sitzt!“ Da sprach der Mann zu ihm: „O Sohn des `Abdulmuttalib!“ Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, antwortete: „Ja! Das bin ich!“ Der Mann sagte zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Ich will dir viele Fragen stellen und es wird dir unangenehm sein, aber fühle dich nicht unwohl wegen mir!“ Der Prophet sagte: „Frage, was du willst!“ Der Mann sagte: „Ich frage dich im Namen deines Herrn und des Herrn aller deiner Vorgänger: Hat Allah dich zu allen Menschen entsandt?“ Der Prophet antwortete: „Bei Allah, ja!“ Der Mann sagte: „Ich bitte dich im Namen Allahs, mir zu sagen: Hat Allah dir befohlen, dass wir fünf Gebete pro Tag und Nacht verrichten sollen?“ Der Prophet antwortete: „Bei Allah, ja!“ Der Mann sagte: „Ich bitte dich im Namen Allahs, mir zu sagen: Hat Allah dir befohlen, dass wir diesen Monat (Ramadan) im Jahr fasten sollen?“ Der Prophet antwortete: „Bei Allah, ja!“ Der Mann sagte: „Ich bitte dich im Namen Allahs, mir zu sagen: Hat Allah dir befohlen, dass du eine solcheSadaqa von unseren Reichen nimmst, um sie unter den Armen zu verteilen?“ Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, antwortete: „Bei Allah, ja!“ Der Mann sagte daraufhin: „Ich glaube an das, was du gebracht hast, und ich bin der Sendebote für meine Leute, die hinter mir stehen. Ich bin Dimam Ibn Tha´laba, Bruder des Banu Sa`d Ibn Bakr ...“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 67]
`Abdu-r-Rahman Ibn Abi Bakra berichtete von seinem Vater, wie er sich daran erinnerte, als der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, auf seinem Kamel saß, während ein anderer Mensch die Kamelzügel festhielt. Der Prophet fragte: „Welcher Tag ist heute?“ (`Abdu-r-Rahmans Vater sagte;) "Wir schwiegen, weil wir dachten, er würde dem Tag einen anderen Namen geben er sagte aber: „Ist heute nicht der Tag des Opferfestes?“ Wir sagten: „Doch!“ , dann sagte er: „Welcher Monat ist dieser?“ Wir schwiegen, weil wir dachten, er würde dem Monat einen anderen Namen geben, er sagte aber: „Ist dieser nicht (der heilige Monat) Dhu-l-Hidschdscha?“ Wir sagten: „Doch!“ Dann sagte er: „Wahrlich, euer Blut, eure Güter und eure Ehre sind unter euch genauso heilig, wie es heute der Fall ist, an diesem eurem Tag, in diesem eurem Monat, in dieser eurer Ortschaft. Der Anwesende soll dem Abwesenden davon berichten denn es mag sein, dass der Anwesende einem anderen berichtet, der dies mehr begreift als er selbst.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 68]
Ibn Mas`ud berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, pflegte sorgfältig eine geeignete Zeit für seine Ermahnungen an uns zu wählen, damit wir uns nicht langweilten.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 69]
Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Macht es leicht und erschwert nicht bringt frohe Kunde und schreckt nicht ab.“ (Zur Verdeutlichung der übersetzung wird der Text mit einigen Hilfssätzen zwischen Klammern wie folgt versehen: „Macht es (den Leuten mit der Religion angenehm) leicht und erschwert (ihnen) nicht (den Weg zu ihr) bringt (ihnen) frohe Kunde und schreckt (sie) nicht (davon) ab.“ )
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 71]
Mu`awiyah hielt eines Tages eine Rede, in der er sagte: „Ich hörte den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Wenn Allah jemandem Gutes zuteil werden lassen will, den läßt Er die Religion gut begreifen. Ich bin wahrlich nur ein übermittler, und Allah ist der Gebende. Und diese Umma wird nicht aufhören, solange auf der Durchsetzung der Sache Allahs zu beharren, ohne daß sie durch ihre Gegner Schaden erleidet, bis der Befehl Allahs ergeht.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 73]
`Abdullah Ibn Mas`ud berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wünscht euch niemals, wie andere zu sein, außer in zwei Fällen: Wie ein Mann, dem Allah ein Vermögen gegeben hat, das von ihm in einer rechtschaffenen Weise eingesetzt wurde und wie ein Mann, dem Allah Weisheit gegeben hat, und er ihr gemäß handelt und damit andere (Menschen) lehrt.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 75]
Ibn `Abbas sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, umarmte mich und sprach: „O Allah, lehre ihn das Buch.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 79]
Abu Musa berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Das Gleichnis der Rechtleitung und des Wissens, mit denen Allah mich entsandt hat, ist wie ein reichlicher Regen, der auf ein Gebiet niederging: Der gute Teil des Erdbodens nahm das Wasser auf und brachte eine Menge an Pflanzen und Gras hervor. Es gab aber auch felsige Teile davon, welche das Wasser bewahrten, mit dem Allah den Menschen viel Nutzen bringen ließ: davon tranken sie selbst, tränkten ihr Vieh und bewässerten ihr Feld davon. Der Regen fiel aber auch auf einen sandigen Boden, der das Wasser versickern ließ und keinerlei Pflanzen hervorbrachte. Dies ist das Gleichnis eines Menschen, der sich mit dem Wissen in der Religion Allahs, mit dem Allah mich entsandt hat, ausbildete denn er erwirbt damit das Wissen für sich selbst und lehrt es andere. Das Gegenteil stellt derjenige dar, der damit weder seine Würde erhebt noch die Rechtleitung Allahs annimmt, mit der ich entsandt worden bin.“ ...
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 80]
Anas berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Zu den Vorzeichen der Stunde gehört, dass das (göttliche) Wissen verschwindet, die Unwissenheit herrscht, der Alkohol gewöhnlich getrunken und die Unzucht (Zina) offenkundig wird.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 90]
Abu Mas`ud Al-Ansaryy berichtete: „Ein Mann sagte: „O Gesandter Allahs, ich kann kaum das Gebet hinter dem Mann Soundso aushalten, weil er das Gebet übermäßig in die Länge zieht.“ Niemals erlebte ich, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, in einer Anweisung so verärgert war, wie an jenem Tag denn er sagte: „O ihr Menschen, ihr seid abschreckend. Wer die Menschen im Gebet leitet, der soll es in erträglicher Weise tun denn unter diesen befindet sich der Kranke, der Schwache und derjenige, der einiges zu erledigen hat.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 91]
Zaid Ibn Chalid Adsch-Dschuhanyy berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, von einem Mann über den rechtmäßigen Umgang mit einer Fundsache gefragt wurde, und er folgende Antwort gab: „Bewahre sie gut auf ... und mache dies bekannt für ein Jahr lang. Danach benutze sie. Meldet sich ihr Eigentümer, so gib sie ihm zurück.“

Der Mann sagte: „Was ist mit einem verirrten Kamel?“ Der Prophet, der auf Grund dieser Frage verärgert war und dessen Wangen sich rot färbten, sagte: „Mit diesem hast du nichts zu tun! Es trägt sein eigenes Wasser und hat seine eigenen Fußsohlen es findet seinen Weg zu den Wasserquellen und ernährt sich von wilden Pflanzen. Lasse es dann weiter so, bis sein Herr es wiederfindet.“* Der Mann fragte weiter: „Was ist mit einem verirrten Schaf?“ Der Prophet sagte: „Dies ist für dich, für deinen Bruder oder für den Wolf bestimmt.“

(*Die Tragezeit einer Kamelstute dauert zwischen 11 und 13 Monaten. Die Nahrung des Tieres besteht aus Dornsträuchern und Steppenpflanzen mit sehr geringem Saftgehalt. Das Kamel ist ein Wiederkäuer, speichert selbst seine Nahrung und sein Wasser und es besitzt eine große Unempfindlichkeit gegen Wassermangel. Es kann zehn Tage lang ohne einen Tropfen Wasser leben, wenn es aber trinkt, so nimmt es durchschnittlich 135 Liter Wasser in zehn Minuten auf diese Menge entspricht etwa zehn Eimern Wasser. Bei sehr harten Strapazen, Dürrezeiten und Hungerkatastrophen überlebt das Kamel bei einem Gewichtsverlust von 35 %, und dennoch bleibt sein Blut flüssig (Beim Menschen z. B. ist ein Gewichtsverlust von 10 % tödlich, da bei Wasserverlust das Blut seine flüssige Konsistenz verliert).

All diese Eigenschaften lassen das Kamel als Lastenträger (bis 400 kg.) und Reittier in den trockenen Gebieten geeignet sein, und es wird mit Recht „Wüstenschiff“ genannt. Es hat große Füße, deren Sohlen dick und elastisch gefedert sind, so daß sie bei Eis, Schnee, Sand und spitzen Steinen ohne Probleme schreiten können. Gegen Sandstürme besitzt das Tier verschließbare Nasenlöcher. Seine Augen tränen ständig, um den Wüstensand von sich abzuweisen. Es hat ein sehr gutes Gedächtnis und findet von selbst zum Nomadenlager zurück es hat durch seine Körpergröße von 2,5 m. Höhe und 3 m. Länge sowie durch seine Stärke, eine absolute überlebenschance denn es wird gewöhnlich nicht von Raubtieren angegriffen. Auf diese wunderbare Schöpfung macht uns Allah durch Vers 17 der 88. Sura aufmerksam)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 95]
Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, seine Worte dreimal wiederholte, damit sie so verstanden werden, wie er sie gemeint hatte und wenn er zu den Leuten kam, grüßte er sie mit dem Friedensgruß (Salam) und wiederholte diesen dreimal.

(In den Hadith-Sammlungen befinden sich derartige Wiederholungen von Wörtern nur bei sehr gewichtigen Fällen, in denen die Wichtigkeit der Anweisung betont wird. Was die dreimalige Wiederholung des Salam angeht, so geschah dies, als der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, Leute besuchen wollte und den Einlaß begehrte. Der Salam hatte dann eine bessere Funktion als das Klopfen an die Tür. In unserer Zeit wäre es nach der Sunnah eine lobenswerte Handlung, wenn man das Klingeln bei den andern nicht mehr als dreimal wiederholt)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 97]
Abu Burada berichtete von seinem Vater, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Es gibt drei Arten von Menschen, die den doppelten Lohn erhalten: jemand von den Schriftbesitzern (Ahlu-l-Kitab), der an seine eigenen Propheten und dann an Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, glaubt und ein Sklave, der sich im Besitz seiner Herren befindet und seine Pflichten sowohl gegenüber Allah als auch gegenüber seinen Herren erfüllt und ein Mann, der eine Sklavin hat, sie wohlerzieht, sie gut bildet, alsdann freiläßt und anschließend heiratet. (Jeder von ihnen) erhält den doppelten Lohn.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 98]
`Ata´ sagte: „Ich bezeuge, dass Ibn `Abbas folgendes berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, kam heraus, während Bilal ihn begleitete. Er (der Prophet) ging (zu den Frauen), weil er dachte, sie hätten seine Predigt nicht hören können. So trug er sie ihnen vor und wies sie an, Almosen zu geben. Die Frauen spendeten daraufhin: einige warfen ihre Ohrringe, andere ihre Ringe, und Bilal nahm diese im Zipfel seines Gewandes auf.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 99]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „O Gesandter Allahs, es wird nach dem Menschen gefragt, der mit deiner Fürbitte am Tage der Auferstehung am glückseligsten sein wird.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Du Abu Huraira, ich habe mir schon gedacht, dass mich keiner vor dir nach diesem Hadith fragen wird denn ich kenne deinen Eifer um das Erlernen der Hadithe. Der glückseligste Mensch mit meiner Fürbitte am Tage der Auferstehung wird derjenige sein, der rein in seinem Herzen oder in seinem Innern „la ilaha illa-llah (= kein Gott ist da außer Allah)“ gesagt hat.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 100]
`Abdullah Ibn `Amr Ibn Al`As sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, folgendes sagen: „Wahrlich, Allah nimmt das Wissen nicht hinweg, indem Er es aus dem Gedächtnis der Menschen herausreißt, sondern Er nimmt das Wissen hinweg, indem Er die Gelehrten sterben läßt und wenn keiner von ihnen übrig bleibt, dann nehmen die Menschen unwissende Köpfe in Anspruch, welche gefragt werden und ein Urteil geben, bei dem jegliche Grundlage des Wissens fehlt. Somit werden sie selbst abirren, aber auch die Menschen in die Irre führen.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 101]
`Abu Sa`id Al-Chudryy berichtete: „Die Frauen sagten zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm: „Die Männer sind bei dir im Vergleich zu uns in der Mehrzahl, so gib uns einen Tag, an dem wir teil an dir haben.“ Da setzte er ihnen einen bestimmten Tag fest, an dem er mit ihnen zusammentraf, sie lehrte und ihnen seine Anweisungen gab. Mitunter sagte er zu ihnen: „Keine Frau von euch wird drei ihrer Kinder verlieren, ohne daß diese für sie den Schutzwall vor dem Höllenfeuer darstellen!“ Darauf sagte eine Frau: „Gilt dies auch für zwei Kinder?“ Er antwortete: „Auch zwei!“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 104]
Abu Schuraih sagte zu `Amr Ibn Sa`id, während dieser imstande war, Delegationen nach Makka zu entsenden: „O Führer, erlaube mir, dass ich dir etwas von dem berichte, was der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, am zweiten Tag der Eroberung von Makka sagte. Dies habe ich mit meinen eigenen Ohren gehört und in meinem Herzen bewahrt. Meine Augen haben ihn (den Propheten) wahrgenommen, als er Allah pries, lobte und anschließend sprach: „Wahrlich, Makka ist von Allah Selbst heilig gemacht, und nicht die Menschen haben es heilig gesprochen. Demnach ist es keinem Menschen, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, erlaubt, dort Blut zu vergießen oder einen Baum zu brechen.

Wenn es dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, erlaubt wurde, dort zu kämpfen, so sagt, dass Allah diese Erlaubnis nur Seinem Gesandten erteilt hat, nicht euch. Allah gab mir diese Erlaubnis nur für eine Zeitspanne im Tageslicht. Danach wurde ihr heiliger Charakter heute wie einst wiederhergestellt. Der Anwesende soll dann den Abwesenden davon in Kenntnis setzen.“ Abu Schuraih wurde daraufhin nach der äußerung des `Amr gefragt und er antwortete, dass er folgendes gesagt hat: „O Abu Schuraih, ich bin noch wissender als du: Dort (auf dem heiligen Gebiet) wird weder ein Aufsässiger noch ein flüchtiger Mörder noch ein flüchtiger Dieb Zuflucht finden.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 106]
`Alyy berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Lügt nicht über mich denn wer über mich lügt, der geht in das Höllenfeuer!“

(Der in diesem Hadith vorgekommende Wortlaut „la takthibu `alayy“ ist im Sprachinhalt umfassender als die oben angegebene übersetzung. Der Imam Ibn Hadschar schließt in seinem Kommentar noch folgende Bedeutungen ein: Belügt mich nicht, bezichtigt mich nicht der Lüge und verbreitet keine Lüge über mich. Vgl. dazu Hadith Nr. 108 ff.)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 108]
Anas sagte: „Die Tatsache, die mich davon abhält, euch eine umfangreichere Zahl von Hadithen zu übermitteln ist die, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wer immer absichtlich über mich eine Lüge verbreitet, wird mit Sicherheit seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.“

(Siehe Hadith Nr. 106 und 109 f.)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 109]
Salama sagte: „Ich hörte den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Wer immer über mich etwas erzählt, was ich nicht gesagt habe, der wird mit Sicherheit seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.“

(Vgl. Hadith Nr. 106, 108 und 110)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 110]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Benennt euch mit meinem Namen, doch benennt euch nicht mit meinem Beinamen.* Wer immer mich im Traum sieht, der hat mich sicher gesehen denn der Schaitan kann nicht in meiner Gestalt erscheinen und wer über mich lügt, der wird mit Sicherheit seinen Platz im Höllenfeuer einnehmen.“

(Arabisch = Kunya. Zu den verschiedenen Beinamen des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, gehört der Beiname "Abu-l-Qasim)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 119]
Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Ich sagte: „O Gesandter Allahs, ich höre viele Hadithe von dir, doch vergesse ich sie.“ Er sagte: „Breite dein Gewand aus.“ Ich habe dies getan, und er machte mit seinen Händen eine Bewegung, als füllte er etwas in mein Gewand, dann sagte er: „Nun lege seine Enden übereinander.“ Das tat ich, und seither habe ich nie mehr etwas vergessen.“*

(* Demnach gehört Abu Huraira tatsächlich zu denjenigen Gefährten des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, die eine große Zahl von Hadithen überliefert haben)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 123]
Abu Musa berichtete: „Ein Mann kam zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, und fragte: „O Gesandter Allahs, welcher Kampf gilt als ein Kampf auf dem Weg Allahs? Denn einige von uns kämpfen, weil sie zornig oder überheblich sind.“ Der Prophet erhob sein Haupt und tat dies deshalb, weil der Fragende vor ihm stand, und entgegnete: „Wer immer kämpft, damit Allahs Wort den höchsten Rang einnimmt, der hat auf dem Weg Allahs, Des Allmächtigen, Des Erhabenen, gekämpft.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 128]
Anas Ibn Malik berichtete: „Einmal saß Mu`ath hinter dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, auf einem Ritt. Der Prophet sagte zu ihm: „O Mu`ath Ibn Dschabal!“ Mu`ath antwortete: „Da bin ich, o Gesandter Allahs, ich stehe zu deiner gefälligen Verfügung!“ Der Prophet sagte: „O Mu`ath!“ Mu`ath antwortete: „Da bin ich, o Gesandter Allahs, ich stehe zu deiner gefälligen Verfügung!“ und wiederholte dies dreimal.* Der Prophet sagte: „Es gibt keinen, der aus seinem Herzen aufrichtig bezeugt, dass kein Gott da ist außer Allah und daß Muhammad der Gesandte Allahs ist, ohne daß ihm Allah das Höllenfeuer verwehrt.“ Mu`ath sagte: „O Gesandter Allahs, soll ich dies nicht den Menschen kund tun, damit sie sich freuen?“ Der Prophet antwortete: „Dann werden sie gleichgültig sein!“ So berichtete Mu`ath erst von diesem Hadith als er im Sterben lag, da er fürchtete, eine Sünde begangen zu haben.“ **

(*über die dreimalige Wiederholung vgl. Hadith Nr. 95 und die Anmerkung dazu.
**Mu`ath beendete sein Schweigen, weil ihm bewußt war, dass die Weitergabe des göttlichen Wissens aus Qur`an 2:159 und aus dem Munde des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, jedem Muslim Pflicht ist)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 129]
Anas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu Mu`ath sagte: „Wer immer Allah begegnet, ohne Ihm etwas zur Seite gesellt zu haben, geht ins Paradies ein.“ Mu`ath sagte: „Soll ich dies nicht den Menschen kund tun, damit sie sich freuen?“ Der Prophet antwortete: „Nein denn ich fürchte, sie würden sich dann uneifrig darauf verlassen.“
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 130]
Umm Salama berichtete: „Umm Sulaim kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, und sagte: „O Gesandter Allahs! Allah ist nicht schamhaft vor der Wahrheit! Ist die Frau zum Ghusl verpflichtet, wenn sie im Traum ihren geschlechtlichen Höhepunkt erlebt?“ Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn sie dabei das Flüssige findet!“ Da verhüllte sich Umm Salama, d.h. sie verdeckte ihr Gesicht, und sagte: „O Gesandter Allahs, hat eine Frau wirklich eine solche Flüssigkeit, wenn sie ihren geschlechtlichen Höhepunkt erlebt?“ Der Prophet sagte: „Ja! Sei nicht unbeholfen. Wie kommt es dann, dass ihr Kind ihr ähnlich aussieht?“

(Daß Umm Salama ihr Gesicht aus Scham verdeckte, zeigt deutlich, wie empfindlich eine gläubige Frau reagiert, insbesondere, wenn beim Erlangen des Wissens der intime Bereich einer Frau, aber auch in der Gegenwart eines Mannes, der zugleich der Gesandte Allahs ist, berührt wird. Vgl. dazu Hadith Nr. 24)

Kapitel: Die Gebetswaschung (Wudu´)
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 135]
[b] [align=justify]Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Das Gebet desjenigen, bei dem ein Hadath geschah, wird solange nicht angenommen, bis er den Wudu´ vollzogen hat.“ Ein Mann aus Hadramaut fragte Abu Huraira über die Bedeutung des Hadath, und er sagte zu ihm: „Es handelt sich um das Abgehen von lautlosen und hörbaren Winden.“

(Vgl. dazu Hadith Nr. 0137)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 136]
Nu`aim Al-Mudschmir berichtete: „Ich stieg mit Abu Huraira auf das Dach der Moschee er beendete dort seinen Wudu´ und sagte anschließend: „Ich hörte den Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagen: „Die Angehörigen meiner Umma werden am Tage der Auferstehung aufgerufen, und sie werden mit einem Mal auf der Stirn und einem Reifen am Fußgelenk - als Spuren des Wudu´ - erscheinen. Wer von euch dann die Dauer seiner Niederwerfung (Sudschud) verlängern kann, der soll es tun.““

(Dieser Hadith berührt zwei spezielle Eigenschaften der Muslime, nämlich den Wudu´ und den Sudschud. Die Auswirkung der beiden Eigenschaften am Tage der Auferstehung wird optisch durch die im Hadith erwähnten Merkmale wahrnehmbar sein. Das Mal an der Stirn und der Reifen am Fußgelenk werden - anderen Qur`an -Versen und Hadithen zufolge - aus Licht sein)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 137]
'Ibad Ibn Tamim berichtete, dass sein Onkel beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, stellvertretend die Ungewissheit eines Mannes in der Weise beklagte, es käme ihm während des Gebets so vor, als ob er seine rituelle Reinheit (durch den Hadath) verloren hätte. Der Prophet sagte: „Wer immer so etwas erlebt, der soll das Gebet nicht verlassen, bis er ein Geräusch hört oder Windabgang verspürt.“

(Vgl. dazu Hadith Nr. 135)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 140]
`Ata´ Ibn Yasar berichtete, dass Ibn `Abbas den Wudu´ in der Weise wie folgt vorgenommen hatte: er wusch sein Gesicht, nahm Wasser in die Hand und spülte damit Mund und Nase, nahm dann wieder Wasser in die Hand, goß es in die andere Hand und wusch mit den beiden Händen sein Gesicht er nahm dann Wasser in die Hand und wusch damit seinen rechten Unterarm (Yadd*), dann nahm er Wasser in die Hand und wusch damit seinen linken Unterarm (Yadd*). Dann strich er über seinen Kopf. Danach nahm er wieder Wasser in die Hand, verteilte es auf seinen rechten Fuß und wusch ihn, nahm dann Wasser in die Hand und wusch damit seinen Fuß, d.h. den linken. Anschließend sagte er: „Genauso sah ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, als er den Wudu´' vorgenommen hatte.“ **

(*In der arabischen Sprache wird das Wort Yadd für Hand einschließlich Unterarm bis zum Ellenbogen verwendet.
**Vgl. Hadith Nr. 162 und die Anmerkung dazu)
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[Sahih Al-Bucharyy Nr. 141]
Ibn `Abbas berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Wenn einer von euch zu seiner Frau geht und mit ihr den Geschlechtsverkehr begehrt, soll er dabei sagen: „Im Namen Allahs! O Allah, halte uns von dem Schaitan fern, und halte den Schaitan von dem fern, was Du uns beschert hast.“ War es vorherbestimmt, dass aus dieser Vereinigung ein Kind gezeugt wird, so wird ihm kein Schaden geschehen.“
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by Reisender at 31-01-2008, 01:53 PM
bismillah

Salam
Beweise vom Quran:

Allah, der Erhabene, sagt:

„Und unter den Menschen gibt es solche, die ein leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) ohne Wissen von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, und um damit Spott zu treiben. Solchen (Menschen) harrt eine schmähliche Strafe.“ (Sure Luqman)

Die Ansichten der Quran-Ausleger hinsichtlich der Bedeutung werden in drei grundlegende Kategorien eingeteilt:

a) Singen und Hören von Liedern,
b) die Anstellung von professionellen Sängern und Sängerinnen,
c) das Kaufen von Unterhaltungsmusikinstrumenten, nämlich dem Schlagzeug (tabl).


Die Elemente dieser Kategorie drehen sich um tadelnswerten Gebrauch von Instrumenten nutzloser Unterhaltung, kurz Musik und Gesang. Diese Ansicht wird von einer Reihe von Gefährten, solche wie Ibn Masud, Jabir und Ibn Abbas vertreten. Es wird erzählt, dass der erstere hinsichtlich der Bedeutung des besprochenen Verses gefragt wurde, worauf er erwiderte: „Ich schwöre bei dem Einen, außer Dem es keinen Gott gibt, dass es sich auf den Gesang (Ghina) bezieht“; Er wiederholte es dreimal, um seine Haltung zu betonen.

Es wird erzählt, dass Ibn Abbas sagte, es bezog sich auf das „Singen und dergleichen“. Von Jabir wird berichtet, dass er seine Bedeutung so ansieht, dass sie das Singen und hören von Liedern bezeichnet. Die allgemeine Ansicht, die auf den Verweis von Musik und Gesang hindeutet, wurde auch von einer großen Anzahl von Tabi’in, wie Ikrimah, Mujahid, Makhool und Umar bin Shu’ayb, um einige namentlich zu nennen, vertreten.

Beweise aus der Sunna:

Ein Teil von Bukharis Hadiths

„Es wird ein Volk, von meiner Ummah (Gemeinde) geben, das versuchen wird Ehebruch, das Tragen von Seide, Alkoholtrinken und das Benutzen von Musikinstrumenten gesetzlich zu machen.“

„Der Gesandte Allahs sagte: „ Ein Volk meiner Ummah wird Alkohol trinken und es anders nennen als bei seinem richtigen Namen. Fröhlichkeit wird für sie durch das Spielen von Musikinstrumenten und das Singen von Sängerinnen entstehen. Allah wird die Erde unter ihnen spalten und andere in Affen und Schweine Verwandeln“

Dies ist ein echtes Hadith. Es wurde auch von Al-Bayhaqi und Ibn Asaakir mit dem selben Wortlaut berichtet. Der berühmte Hadith- und Fiqh- Gelehrte Ibnul-Qayyim, erwies es als echt, wie in dem berühmten Kommentar des ‚Allamah Abut-Tib Muhammad Shamsul-Haqq al-AL-Adhim-Abadi. Darüber hinaus wurde ihm von dem Muhaddith unseres Zeitalters Sheikh Muhammad Nasiruddin Al-Albani der Grad sahih gegebebn.

Der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) sagte: „Wahrlich, Allah verbot Alkohol, Glücksspiel und Al- Kubah; und alles Berauschende ist verboten:“

Sufyan sagte: „ Ich fragte den Erzähler Ali bin Bathimah: „Was ist Al-Kubah?“
Er antwortete: „Es ist die Trommel:“
Ahmads Musnad, Teil 1, Seite 289 und 350; Teil 2, Seiten 158 und 171-172.

Alle Muslime, die einen westlichen Hintergrund haben, können die mannigfaltigen Übel, die augenscheinlich mit Musik und Gesang in so genannten Funk, Soul, Rap, Rock, Acid Rock, Punk Rock, Blues und Jazz verbunden sind, bezeugen. Es ist im wesentlichen wollüstige, sexuelle Musik, die jemandes Leidenschaft und tierische Wünsche zu einem Wahnsinn treibt. Ihre Ziele (besonders wenn sie mit berechnenden Themen, die in bestimmten Lyriken zum Ausdruck gebracht werden, verbunden sind) sind Sex, Gewalt, Verzweiflung, Selbstmord, Hedonismus und Nihilismus. Tatsächlich wird jede üble Leidenschaft, Sinn, Gefühl, Idee oder Gedanke mit diesem dämonischen Mittel zum Ausdruck gebracht.

Es ist in der Tat ein anderes Fahrzeug des Satans, das für seine offensichtliche „Freudenfahrt“ in die Hölle, angeschirrt wird, das übelste Ziel und endgültige Wohnstätte solcher Übeltäter. Ein besonders passender Fall ist der aufgeklärte Yusuf Islam (ursprünglich Cat Stevens), früher ein berühmter Sänger aus England. Würden andere unserer westlichen Brüder Und Schwestern ihn als ein großartiges Beispiel nehmen und ihm folgen.

„Ich schwöre bei deinem Herrn, sie sind nicht eher Gläubige, bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen keine Bedenken gegen deine Entscheidung finden und sich voller Ergebung fügen.“ (Sure 4 Vers 65)
Quelle: http://www.al-iman.net


.pdf   Banol, Fernando - Die okkulte Seite des Rock.pdf (Größe: 773.71 KB / Downloads: 437)


.pdf   Yasser-Musik.pdf (Größe: 17.09 KB / Downloads: 505)

Wasalam
by at 31-01-2008, 01:28 PM
Regeln für Muslime beim Surfen im Internet

Das Internet ist ein Weg der Kommunikation, die als zwei-schneidiges Schwert angesehen wird. Muslime sollten die gute Seite dieser Möglichkeit nutzen, um ihrer Religion und ihrem Leben zu dienen. Die schlechte Seite des Internet zerstört die Religion und das Leben.

Wenn du das Internet kontrollierst, kannst du seine Vorteile nutzen und seinen Schaden abwenden. Folglich kann das Internet zu einem Geschenk von Allah (s.t.) für dein Wohlergehen werden. Und wenn du unter seine Kontrolle fällst, trübt es deine Augen mit seinem glitzernden Charme und kurzzeitigem Vergnügen, klaut dein Geld, deine Zeit, dein Leben und die Pflichten, die du gegenüber deiner Familie und Lieben hast.


1) Das Gebet

Wenn ein Muslim den Gebetsruf hört, sollte er zum Gedenken Allahs (s.t.) aufstehen und nicht zulassen, dass irgendetwas ihn hindert, diesem Ruf zu antworten.

Der HERR (s.t.) sagte: (Es ist) in Häusern, für die Allah die Erlaubnis erteilte, sie sollten errichtet werden und sein Name soll darin verkündet werden. Darin preisen (sie) ihn am Morgen und am Abend, - Männer, die weder Ware noch Handel vom Gedenken an Allah abhält und der Verrichtung des Gebets und dem Entrichten der Zakah; sie fürchten eine Tag, an dem sich Herzen und Augen verdrehen werden. Sura An-Nur, Verse 36-37

2)Verbotene Szenen

Es ist sehr wichtig für Internetnutzer, ihren Blick vor verbotene Szenen zu schützen. Die verbotenen Szenen sind Shaitan´s Pfeile, seine Waffe, um das Herz der Muslime zu verschmutzen, indem er ihnen unmittelbares Vergnügen verspricht, gefolgt von lang anhaltenden Gefühlen von Gewissensbissen und Reue. Szenen anzuschauen, die Allah (s.t.) verboten hat, erfüllt das Herz mit Dunkelheit, bedrückt die Brust und erzeugt Schwerfälligkeit und Widerwilligkeit bei der Ausübung der gottesdienstlichen Handlungen an Allah (s.t.). Dies beraubt die Seele davon, die Süsse des tiefen Glaubens zu geniessen. Auf jeden Falls ist es ein Werkzeug Shaitans, welches er nutzt um Sünden hübsch zu verpacken und in dem Moment, wenn jemand in die Falle tappt, übernimmt Shaitan die Kontrolle über das Herz und spielt mit ihm, wie ein kleiner Junge, der mit einem Fussball spielt. Das Ende ist immer ein fataler Verlust.

3) Nutzen abwiegen

Besuche die islamischen Seiten regelmässig. Besuche die nützlichen Seiten, von denen du hilfreiche Informationen bekommen kannst und die dein Wissen erweitern. Ansonsten lass das Internet nicht deine Mühe und Zeit verschwenden. Dies passiert, wenn du zwischen verschiedenen Seiten und Online-Gruppen für lange Stunden umhersurfst. Du verschwendest deine kostbarsten Lebensstunden. In dieser Zeit solltest du dich Personen wie deiner Familie, Eltern, Verwandte usw. widmen, oder deiner Arbeit, mit der du dich und deine Familie ernährst.

4) Online- und Chat-Gruppen

Halte dich fern von Seiten, die Verdorbenheit gegenüber dem Glauben und der Moral fördern und von Gruppen, die Fitnah und Streit verbreiten - auch wenn es sich um religiöse Themen handelt. Schlechte Streitfragen sind unnütz. Misch dich nicht in Gespräche mit den Gegnern des Islam ein, ausser du hast das notwendige Wissen und Kraft, die dich befähigt, mit dem Thema umzugehen. Und wenn nicht, bitte einen Gelehrten an deiner Stelle zu handeln.

6) verbotene Beziehungen

Sei bei den Chat-Seiten vorsichtig. Sie sind Fallen für Männer und Frauen, in verbotene Bekanntschaften hineingezogen zu werden, was oft bei unschuldigen Einführungen anfängt, endet schmerzhaft und hinterlässt Schaden am Leben und Glauben.


7) Verhalten

Von den Menschen, mit denen du über das Internet Kontakt hast, kann dich niemand hinter deinem Computer sehen, aber Allah (s.t.) sieht dich. Verhalte dich so, wie du es von anderen dir gegenüber erwartest. Halte dein Wort. Wenn dich jemand ärgerlich gemacht hat, antworte nicht zu schnell und ohne Bedacht. Kaufe nichts, was du nicht wirklich brauchst.

Zusatz:

Eine Erinnerung an die Männer: Besucht nicht die Seiten, die von Frauen für Frauen sind, ausser es handelt sich um einen bestimmten Grund. Wenn ihr etwas erfragen wollt, kann dies evtl. eure Frau oder eine Verwandte für euch machen. Dies ist reiner für die Männer und die Frauen.
by Reisender at 29-01-2008, 02:36 AM
bismillah

Die Da´wa des Propheten (s.a.w.s)

a) Inhalt

Der Prophet (s) sprach zuerst über Tauhid, über la ilaha illa allah. Die Mekkaner glaubten zwar daran, daß Allah (t) der Schöpfer ist, beteten aber neben ihm Götzen an, begangen also Schirk. Daher forderte der Prophet (s) sie immer wieder auf, nur Allah (t) zu dienen und niemanden sonst anzubeten.


Der Tauhid ist die zentrale Botschaft des Qur´an. 92% der Ayat behandeln Tauhid und was damit zusammenhängt (Warnung, Beispiele usw.).
Der Qur´an enthält viele Beweise für den Tauhid. Er weist z.B. auf die Zeichen in der Schöpfung hin, die auf die Vollkommenheit Allahs hinweisen.


Aischa ® sagte: Am Anfang wurden solche Suren vom Qur´an herabgesandt, welche das Paradies und das Feuer erwähnten. Als dann schließlich die Menschen im Islam gefestigt waren, wurde das Halal und Haram herabgesandt. Wäre als erstes herabgesandt worden: Trinkt keinen Wein und Begeht keine Unzucht, dann hätten die Menschen gesagt: Wir werden niemals damit aufhören, Wein zu trinken und Unzucht zu treiben.


Ibn Abbas (ra) berichtete, dass der Prophet (s) Mu´adh (ra) in den Yemen entsandt hatte und zu ihm sagte:
Fordere die Menschen auf, zu bezeugen, dass kein Gott da ist außer Allah, und dass ich der Gesandte Allahs bin. Folgen sie dieser Aufforderung, so lass sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, fünf Gebete je Tag und Nacht zu verrichten. Folgen sie dieser Aufforderung, so lass sie wissen, dass Allah ihnen die Pflicht auferlegt hat, ein Almosen (sadaqa) aus ihrem Vermögen zu zahlen, das von ihren Reichen genommen und zu ihren Armen zurückgegeben wird.

1. Tauhid 2. Prophetentum 3. Gebet 4. Zakat 5. Halal und Haram
Schrittweise vorgehen, erst über das Gebet reden, wenn Tauhid angenommen wurde.


b) Innere Vorbereitung

Der Prophet (s) und die Sahaba haben :

täglich Qur´an gelesen
freiwillige Gebete in der Nacht verrichtet (Tahadjud-Gebet)
häufig Allah (t) um Vergebung gebeten


c) Methode

Yusuf 12/108:
Sag: Dies ist mein Weg, ich lade ein zu Allah mit Einblick (baseera Wissen, Verständnis) ich und jeder, der mir gefolgt ist. Und subhanallah und ich gehöre nicht zu den Muschrik.


Einladungen, individuelle Da´wa

Vor allem am Anfang der Offenbarungen hat der Prophet (s) zunächst einzelne Personen, denen er vertraute, angesprochen und sie einzeln zum Islam eingeladen.
Er lud z.B. seine Verwandten zum Essen ein und rief sie dabei zum Islam auf.



Besuche

Der Prophet (s) besuchte z.B. seinen kranken Nachbarn, obwohl dieser ihm regelmäßig Müll vor die Tür gelegt hatte. Beeindruckt von der hohen Moral des Propheten (s) wurde er später Muslim.


Vorträge, öffentliche Da´wa

Der Prophet (s) stieg auf den Hügel Saffa in Mekka und rief öffentlich zum Islam auf.
Er ging zu Jahrmärkten, Versammlungen etc., wo viele Menschen zusammenkamen und verkündete die Botschaft.


Botschafter

Der Prophet (s) schickte mehrmals Gefährten zu anderen Stämmen, Städten und Staatsoberhäuptern, um Da´wa zu machen. (Medina, Banu Âmir, Yemen, ..).


Briefe

Er schickte auch Briefe zu entfernten Staatsoberhäuptern (Persien, Rom, Byzanz ...)


Unterricht für neue Muslime

Wenn ein Stamm sich neu zum Islam bekannte, schickte der Prophet (s) einen Gefährten als Lehrer bzw. Da´i zu diesem Stamm, um sie im Islam zu unterrichten.


Geschenke

Der Prophet (s) gab den neuen Muslimen aus Mekka nach dem Sieg gegen die Hawazan die ganze Beute, um ihren Islam zu festigen.


Keine Kompromisse im Din

Der Prophet (s) hat immer die Wahrheit gesagt, keine Kompromisse gemacht in den Grundlagen des Islam. Als die Thaqif ihr Bekenntnis zum Islam von Sonderrechten (Unzucht erlauben, Götzen behalten,..) abhängig machen wollten, lehnte der Prophet (s) dies entschieden ab.


Vorbildliches Verhalten

Der Prophet (s) beeindruckte die Polytheisten durch sein vorbildliches Verhalten und seinen vorzüglichen Charakter. Er ist das praktische Beispiel des Islam. (Aischa ® sagte: Er ist ein Qur´an auf zwei Beinen)
Die meisten Menschen in der Geschichte haben durch das Vorbild der Muslime den Islam angenommen, weil sie beeindruckt waren von deren Charakter und Lebensweise.


Der Prophet (s) achtete darauf, dass die Da´wa die Menschen erreicht, dass die Menschen bereit sind zuzuhören und die Botschaft des Islam verstehen.

Als der Gesandte (s) erfuhr, dass die Könige nur Briefe lesen, die ein Siegel haben, machte er ein Siegel.(istislah: Einführung von neuen Dingen, die die Da´wa erleichtern und dazu dienen, dass die Da´wa die Menschen erreicht)
Der Gesandte (s) schickte Botschafter, die die Sprache der Leute sprachen.

Er benutzte keine Fachsprache, sprach den Dialekt der Leute mit denen er redete. Als er mit einer Frau redete, die einen grammatischen Fehler machte, machte er auch diesen Fehler.
Er schrieb kurze Briefe, zitierte immer Qur´anverse, bei Nichtarabern übersetzte Qur´anverse.-
Der Prophet (s) benutzte gezielte Rhetorik, z.B. positive Fragen, die zum Zuhören ermutigen und Vertrauen schaffen: Als der Gesandte (s) mit der öffentlichen Verkündung begann, stieg er auf den Hügel Saffa bei Mekka und forderte die Mekkaner zum Zuhören auf. Dann fragte er, ob sie ihm glauben würden, wenn er sagen würde, dass hinter dem Berg eine feindliche Armee stehen würde.
Sie sagten:
Ja, du bist doch der Wahrhaftige und Vertrauenswürdige.
Dann sagte er sinngemäß:
Ich möchte euch nicht vor einer Armee, sondern vor dem Höllenfeuer warnen. Dann begann er über den Islam zu sprechen. Da die Mekkaner ihn zuvor als wahrhaftig bezeichnet hatten, konnten sie nun schlecht sagen, er sei ein Lügner.


Der Prophet (s) war immer freundlich

Sura Al-Imran 3/159:
Und in Anbetracht der Barmherzigkeit Allahs warst du (Muhammad) mild zu ihnen; wärst du aber rauh und harten Herzens gewesen, so wären sie dir davongelaufen.

Als ein Beduine zum Propheten (s) sagte: Gib mir von dem, was Allah dir gegeben hat. wurden die Sahaba wütend.
Der Prophet (s) aber ließ ihn in sein Haus und sagte: Nimm was du willst. Der Beduine bediente sich und sprach daraufhin die Schahada. Der Prophet (s) sagte zu den Sahaba: Hätte ich euch mit diesem Beduinen allein gelassen, hättet ihr ihn geschlagen und er wäre ohne Islam gegangen und vielleicht ins Höllenfeuer eingetreten.

Mus´ab ibn Umair war der erste Da´i, der vom Propheten (s) vor der Hidjra nach Medina geschickt wurde, um die Medinenser über den Islam zu unterrichten. Als einer der Stammesoberhäupter von Medina, Sa´d ibn Ubâdah, Mus´ab mit dem Schwert bedrohte und aufforderte, die Da´wa zu unterlassen,
sagte Mus´ab: Setz dich und hör mir einen Moment zu. Wenn du dem, was ich sage, zustimmst, dann nimm es an, wenn nicht, dann werden wir vom Gespräch ablassen. Als Mus´ab dann über Allah und seinen Gesandten sprach, begann Sa´ds Gesicht zu leuchten und er nahm den Islam an. Das Gleiche wiederholte sich mit Sa´d ibn Mu´âdh, der dann selbst seinen Stamm zum Islam aufrief.


Der Prophet (s) hat das Positive hervorgehoben, mehr über den Lohn Allahs (t) als über die Strafe gesprochen.
In einem Brief an Caesar sagte der Prophet (s): Werde Muslim und du wirst sicher sein. Allah wird dir doppelten Lohn geben.

Quelle: Quran-Online

Wasalam
by at 25-01-2008, 03:19 PM
bismillah

Salam

Meinungsverschiedenheiten und Benehmen

Fragen & Antworten Schaich Muhammad Ibn Salih Al-Uthaimin

Besuchen Sie uns im Internet: http://www.salaf.de
Quelle: Alharamain.org Newsletter (Volume 4, Issue 4, March2000)
Aus dem Englischen von: Abu Imran

Die Qualität der Übersetzung variiert entsprechend der Vorlage. Fehler sind daher nicht ausgeschlossen im Vergleich zum Original, falls die Übersetzung einer Übersetzung verwendet wurde!

Frage: Wenn zwei Gelehrte unterschiedliche Urteile über eine Angelegenheit geben, wie entscheiden wir, welche Meinung wir wählen? Betrachten wir die Spezialisierung des Gelehrten, sein Alter oder die Beweise, die er bringt?

Antwort: Es ist bekannt und wichtig, dass wir wissen, was aufgrund des Beweises richtig ist. Somit liegt es an ihm (die Person, die die Wahrheit sucht), demjenigen zu folgen, von dem er sieht, dass er der Wahrheit am nächsten ist. Dies erfolgt bezüglich des Wissens des Gelehrten und der Stufe des Vertrauens, die man zu ihm hat. So weit es das Wissen betrifft – es gibt in der Tat Leute, die ohne Wissen reden. Er kann einige Aspekte an Wissen haben, während viele andere Aspekte des Wissens an ihm fehlen. Was das Vertrauen betrifft, so gibt es einige Leute, die viel Wissen besitzen, dennoch orientieren sie sich nach dem, was die Leute sich wünschen.

Daher werden sie nachlässig, und sie urteilen so, wie es dem Fragenden am besten passt. Wenn also Gelehrte unterschiedlicher Meinung sind, halte nach dem Ausschau, welcher der Wahrheit am nächsten ist. Genau wie bei zwei Ärzten, die in der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit unterschiedlicher Meinung sein können. Du wirst gewiss dem folgen, dessen Diagnose du für tiefer und gründlicher ansiehst.

Frage: Wenn wir eine der beiden Meinungen von zwei Gelehrten über eine Person, Gruppe oder Angelegenheit auswählen, wie behandeln wir jene, die eine andere Meinung erwählen?

Antwort: Es ist notwendig, dass dein Wirken zu ihnen Liebe und Nachsicht zeigt, falls sie nicht die richtige `Aqida (Glaubensgrundlagen) aufgeben oder verlassen. Da die Gefährten des Propheten (radiallahuanhum) zwar zu verschiedenen Themen Meinungsverschiedenheiten hatten, aber dennoch in den Grundsätzen einig und im Konsens waren. Sie waren sich einig (muttafiquun), dass das Ziel die Erlangung der Wahrheit ist, und zugleich das, was richtig ist. Ebenso waren sie in Übereinstimmung (muwaafiquun) mit der Scharia (Islam). Jede Person wird nicht das gleiche Verständnis wie eines anderen verwirklichen. Wenn es daher eine Differenz zu einer bestimmten Angelegenheit gibt, besteht keine Notwendigkeit zu streiten. Wir stimmen dem alle zu, auf einer gemeinsamen Linie (d.h. die gleiche `Aqida) zu sein, da ich weiß, dass mein Weggefährte (mit der anderen Meinung) mir nicht ohne Beweis widersprechen wird, ebenso würden wir ihm nicht widersprechen, außer mit Beweisen.

Unser Ziel ist das Gleiche. Somit ist es für jemanden nicht erlaubt Hass, Feindseligkeit oder Wut gegenüber dem anderen zu haben. Wir haben viele Beispiele zu dieser Sache, unter anderem die ngelegenheit mit Banu Quraidha (jüdischer Stamm, der den Vertrag mit den Muslimen gebrochen und sie verraten hat). Als der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - von einer Schlacht zurückkehrte und die Waffen des Krieges niederlegte, kam Gabriel (Jibril) und befahl zu den Banu Quraidha hinauszugehen, um gegen sie zu kämpfen, da sie den Vertrag mit den Muslimen gebrochen hatten. Der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - delegierte seine Gefährten und sagte ihnen, dass sie nicht Asr (Nachmittagsgebet) beten sollen, bis sie Banu Quraidha erreicht haben. Dieser Stamm war von Medina weit entfernt.

Sie brachen von Medina auf und nach einer Weile kam die Zeit für das Asr-Gebet. Einige von ihnen verrichteten das Gebet, indem sie sagten, dass der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - sie mit seiner Aussage nur zur Eile drängen wollte. Andere nahmen den Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - bei Wort und äußerten, dass der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - es so befohlen hatte, und sie somit erst bei Banu Quraidha beten werden, auch wenn die Sonne bis dahin untergeht. Die Sache erreichte den Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm -. Er beschuldigte und tadelte niemanden von ihnen. Ebenso sah niemand von ihnen die Schuld bei den anderen. Dies ist das, was uns bindet. Wenn ich weiß, dass mein Weggefährte mit der anderen Meinung eine gute Absicht hat, und er mir nur aufgrund von Beweisen widerspricht, so ist es notwendig zu wissen, dass es mir nicht erlaubt ist, gegenüber ihm Hass zu hegen. Warum (sollte ich)? Wenn es dazu dient, die Abscheu gegenüber ihm zu rechtfertigen, bedeutet dies, dass ich mich selber rechtfertige, befolgt zu werden, als ob ich unfehlbar bin. Das ist nicht erlaubt. Sein Argument gegen mich ist wie mein Argument gegen ihn, und auch er kann fragen, warum ich ihm nicht folge.

Frage: Trifft dies auch zu, wenn ein Gelehrter eine Person kritisiert hat?

Antwort: Ja. Ich mag keine Gelehrten, die sich gegenseitig kritisieren. Insbesondere in dieser Zeit. Die Jugend hat dieses Niveau noch nicht erreicht. Es ist meine Meinung, dass seitens der Gelehrten Respekt herrschen sollte, und wer einen Gelehrten sich irren sieht und sein Kollege ist, sollte ihn privat darauf ansprechen. Wenn danach die Wahrheit erkenntlich wird, sei es auf der Seite des einen oder anderen, so wird es verbindlich, dieser Wahrheit zu folgen (d.h. dem, der richtig liegt). Falls aber die Wahrheit nicht klar zum Vorschein tritt, so hat jeder von ihnen seinen eigenen Platz.

Was die harten Dispute, offensichtliche Spaltereien, heftiges Partei ergreifen bis zur Stufe der Feindseligkeit und Hass, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit einigen Personen unter den Gelehrten, anbelangt, so ist dies ein Fehler. Ein Gelehrter kann sterben und Allah - Erhaben ist Er - wird für alles Rechenschaft verlangen, und dieser Gelehrter kann im Recht oder auch im Irrtum sein. Wenn ich merke, dass er ein Fehler in seinen Worten begannen hat, so ist es verpflichtend davon abzulassen und nicht diese zu wiederholen. Und ich sollte versuchen, eine ntschuldigung dafür zu finden, ganz besonders dann, wenn ich weiß, dass dieser Mann eine gute Absicht hatte. Ebenso muss ich sein Ausüben von Idschtihad (Anstrengung um zur Wahrheit zu gelangen) berücksichtigen.

Frage: Wer hat das Recht zu sagen, dass jemand Bid’a (Unerlaubte Neuerung in der Religion) hat oder macht bzw. jemanden als Irregegangener oder Ahlu Bid’a (Leute der Bid’a) zu nennen? Und was ist die Bedeutung des Wortes `inhiraaf?

Antwort: `Inhiraaf bedeutet das Abweichen vom geraden Weg. Es könnte ein vollständiges `Inhiraaf sein, welches den Grad des Kufr (Unglaube) erreicht oder es könnte ein `Inhiraaf sein, welches einem Fehltritt gleichkommt, ohne dass er zum Unglauben führt. Die Wahrheit ist, dass wir nicht nur über die Sache, was Neuerung ist, entscheiden. Die Waagschale, mit der wir die Angelegenheit wiegen, ist das Buch Allahs - Erhaben ist Er - und die Sunna.

Wenn dies nicht der Fall wäre, dann würden wir bezüglich jeder Angelegenheit, über die die Gelehrten des Fiqh eine Meinungsverschiedenheiten hatten – und diese sind viele – zu all diesen Gelehrten, die verschiedener Meinung waren, Neuerer (Mubtadi’in) sagen, [hier hat der Schaich seine Hände zusammengeklatscht, als wäre die Sache schon beendet] und jeder, der eine verschiedene Meinung als die unsere hat, ist ein Neuerer und alle Fuqaha (Rechtsgelehrte) würden wir derart betrachten, als wären sie in Bid’a verfallen! Es sind nur wenige Angelegenheiten, in denen es absolut keine Meinungsverschiedenheit gibt.

Frage: Was meint man dann, wenn man die Bezeichnung `Inhiraafauf eine Person anwendet?

Antwort: [Der Schaich veranschaulichte optisch ein Beispiel, indem er sagte...] Hier ist ein gerader Weg zur Tür. Wenn einer davon abweicht, was geschieht dann? [Die Gruppe antwortete: `Inhiraaf?] Ja, es ist `Inhiraaf. Jedoch kann es leicht und einfach sein zurückzukehren, oder aber auch schwer. Und genau dies ist das Beispiel, welches der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - gab, als er eine gerade Linie zeichnete und anschließend Linien, die von dieser Geraden auf beiden Seiten weggingen.

Frage: Wie kann jemand zurückkehren, wenn er auf diesem Weg wandelt?

Antwort: Bei Allah, die Methode, um sie zurückzubringen, ist jene, dass man ihnen die Wahrheit mit Güte und Milde erklärt, ohne jemanden mit Aussagen wie „Du Mubtadi’ (Neuerer), du bist irregegangen!“ anzugreifen. Dies würde nichts anderes verursachen, als dass er noch enger an seiner Meinung festhält, zumindest versucht, sich zu verteidigen oder sich selber zu bestätigen. Jedoch sollte jemand zu ihm mit etwas kommen, das besser ist. Lade ihn ein zu dir nach Hause oder besuche ihn persönlich und sag ihm, dass diese Angelegenheit dir Probleme bereitet. Er wird dir sagen: „Mit Sicherheit ist dies ein Problem.“ Versuche jedoch den Disput zu vermindern, indem du dich ihm demütig näherst (so, als ob du das Problem hättest).

Allah, der Allmächtige und Erhabene, sagt: „Ist Allah besser oder diejenigen, die sie Ihm als Partner beigesellen?“ Wohl wissend, dass Allah in der Tat besser ist, wurde dies zum Wohle des Disputanten (als Argument) unterbreitet. Geh und sag zu ihm: „Wir sind gekommen, um dieses Problem zu lösen. Deine Worte waren so und so. Bitte erläutere dies mir, damit wir zu Verständnis oder zu einer Übereinstimmung gelangen.“ Wenn jemand nach diesem Maßstab handelt, so glaube ich, dass dieser Bruder sich selber entmachten wird und sich in der Gegenwart dieser Milde und Güte fügen wird.

Frage: Was sollen wir in manchen Situationen machen, wenn manche Brüder sagen: „Wir werden nicht da und da hingehen, weil der so und so dort sein wird.“ In anderen Worten, was sind die Richtlinien für das Umsetzen von Hidschraan (Boykott) in den Angelegenheiten des Inhiraaf (Abweichung)?

Antwort: Wisse zuallererst, dass es nicht erlaubt ist gegenüber einem Gläubigen. Jeder Gläubiger ist davon absolut) ausgeschlossen, gemieden zu werden, selbst wenn er ein Ehebrecher, Trinker, Dieb oder ein Killer ist, weil keine dieser Taten ihn davon entfernt, Iman zu haben. So wie Allah taala es sagt: „Und wenn zwei Parteien der Gläubigen einander bekämpfen, dann stiftet Frieden zwischen ihnen; wenn jedoch eine von ihnen sich gegen die andere vergeht, so bekämpft diejenige, die im Unrecht ist, bis sie sich Allahs Befehl fügt. Fügt sie sich, so stiftet in Gerechtigkeit Frieden zwischen ihnen und seid gerecht. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten. [49:9] Die Gläubigen sind ja Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren Brüdern und fürchtet Allah, auf dass euch Barmherzigkeit erwiesen werde.“ [49:10] Es ist nicht erlaubt, den Gläubigen zu meiden.

Es ist für eine Person nicht erlaubt, einen anderen Gläubigen für mehr als drei Tage zu meiden. Wenn sich diese beiden treffen, so ist derjenige der Beste, der zuerst den Salam gibt. Verstehst du? Es ist nicht erlaubt, außer es gibt im allgemeinen einen Nutzen in dieser Meidung. Nämlich, dass dieser Boykott die gemiedene Person dazu veranlasst, seine Sünde zu unterlassen, wofür er mit dieser Meidung bestraft wird. In diesem Fall ist diese Meidung ein Heilmittel. Wenn derartiges eine Heilung für die Krankheit sein kann, dann lass es geschehen, aber wenn nicht, dann bleibe fern davon. Manchmal kann das Boykottieren (Meiden) die Ursache für das Wachsen der Abweichung sein, und zugleich der Verlust dieser Person.

Wenn du jedoch diese Person grüßt und ihn anlächelst, so wird er milder, und er wird eher zur Wahrheit zurückkehren. Das Boykottieren, weil er seinen Bart abrasiert oder Zigaretten raucht oder mit Zinsen handelt, ist nicht korrekt. Er ist immer noch ein Gläubiger. Der Kafir ist jemand, den wir nicht zuerst mit Salam grüßen, aber was, wenn er zuerst mit Salam grüßt? Wir sind verpflichtet seinen Gruß zu erwidern aufgrund der Aussage Allahs - Erhaben ist Er -: „Und wenn ihr mit einem Gruß gegrüßt werdet, so grüßt mit einem schöneren wieder oder erwidert ihn.“ [4:86] Wir bleiben nicht weg, und dabei ist so eine Person ein Kafir. Diese Angelegenheiten sind in Wahrheit sehr spezifisch. Es ist nicht erlaubt, in diesen Angelegenheiten nach Emotionen zu urteilen. Wir müssen immer zum Richter zurückkehren, nämlich Kitab, Sunna und die Taten der rechtschaffenen Vorgänger (as-Salaf as-Salih).

Frage: Gehen wir etwas mehr ins Detail und fragen nach einer der zentralen Angelegenheiten, aber ohne dabei Namen oder Persönlichkeiten zu nennen. Nehmen wir an, dass einer der Gelehrten gesagt habe, eine bestimmte Gruppe sei sehr schlecht, schädlicher oder gefährlicher als die Juden und die Christen, und ein anderer sagt, dass wir nicht verallgemeinern dürfen, weil so viele Menschen in dieser Gruppe vorkommen, die unwissend sind hinsichtlich dieser Gruppenprobleme, und es ist ein größerer Fehler, eine generelle Aussage zu machen, welche diese übermäßig verletzten würde. Wie sollen wir so eine Person behandeln?

Antwort: Warum sagt er (der Gelehrte) nicht, dass die „Madhhab (Rechtsschule) dieser Gruppe für den Islam gefährlicher ist als die Juden und die Christen“? Dies ist richtiger und sicherer, ohne dabei über die Mitglieder dieser Gruppe Übertreibung zu begehen. Lasst uns ein Beispiel von den Schiiten geben. Die extremen Schiiten sind gefährlicher als die Juden und die Christen, weil sie aussagen, dass ihre Imame das Universum kontrollieren, und dass ihre Imame besser sind als die Gesandten Allahs. Sie verfluchen die Gefährten des Propheten auf den Minbars, und sie verfluchen die Mutter der Gläubigen, nämlich `Aischa (radiallahu anha). Sie ist diejenige, auf deren Brust der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm -gestorben ist, und deren Speichel das Letzte war, was er in dieser Welt gekostet hat, an ihrem Tag, in ihrem Haus.

Sie klagen sie an! Nicht einmal die Juden und die Christen würden so etwas sagen! Ganz oben ist das Problem, dass sie sagen, dies wäre der Islam! Dies ist ein wirkliches Problem. Schau und lies in Sura al-Munafiqiin. Was sagt Allah taala über die Heuchler? Er sagt: „Sie sind der Feind, darum nimm dich vor ihnen in acht.“ [63:4] Dies ist eine Art einschränkender Satz, so kenne seine beiden Teile. Sie sind der Feind –nimm dich vor ihnen in acht. Sogar mit diesem Satz, sehe ich keine totale Ablehnung oder Zurückweisung dieser Leute, wie wenn man sagen würde: „Ihr Schiiten seid eine Gruppe von Kafirs!“ Vielmehr sage ich, dass diese Madhhab und diejenigen, die ihrem Weg folgen, gefährlicher für den Islam sind als die Juden und die Christen. Dies ist richtiger. Ist das klar?

Frage: Aber wie sollen wir mit jemandem umgehen, der es ablehnt, das oben erwähnte zu diesen Gruppen zu sagen (nicht die Schiiten ansprechend). Wir sehen ihn im Irrtum, oder so, dass er die Wahrheit über diese Gruppen nicht kennt. Er sagt, dass man keine generelle Aussage über sie machen soll, weil unter ihnen fromme und rechtschaffene Männer wären, während wir aber dafür eine Notwendigkeit verspüren. Sollen wir die gleiche allgemeine Beurteilung über jene unter diesen Gruppen machen, die über Themen wie Hakimiyya und ähnliche ohne komplettes Wissen schreiben, und über die Führer dieser Gruppen und die durchschnittliche Person, welcher nur seinen Führern folgt, sie als gut ansieht, und der zugleich über sie zum Islam gelangt ist? Sagen wir zu ihm, dass solche Leute gefährlicher für den Islam sind als die Juden und die Christen?

Antwort: Es ist so, wie ich anfangs sagte. Konzentriere dich auf die Madhhab (Rechtschule, Richtung) und die Methode, aber nicht auf die Person, selbst wenn sie auf dem Irrweg ist, ganz zu Schweigen, wenn sie Wissen hat und vielleicht Idschtihad gemacht hat. Es darf keinen Aufruf zu Härte und Vehemenz gegen ihn geben, da manche Leute sich gegen so eine Person verschwören. Wenn wir uns jedoch auf die Methode konzentrieren, so ist dies für uns nützlicher. Auf diese Art und Weise sehen wir, dass keiner der Führer der Kuffar (Ungläubige unter den Al-Quraisch) im Qur’an mit dem Namen erwähnt werden, außer einer (d.h. Abu Lahab). Dies sollte die Art sein, wie wir inschaallah den richtigen Weg gehen. Selbst wenn der Neuerer (Mubtadi; derjenige, der Bida’ macht) zu uns kommt und seine Bida’ ist größer als die der Yahud und Nasara (Juden und Christen), so sagen wir nicht „Du sagst...“ oder „Deine Meinung ist so und so...“, wir sagen stattdessen zu ihm: „Dies ist der Weg. Wenn du diesem folgst, so hast du ihn für dich selbst gewählt. Wenn du nicht diesem folgst, so ist es deine Entscheidung.“

Frage: Nehmen wir an, ich sehe jemanden, der einen Fehler in der Religion macht, möglicherweise in Aqida, in seiner Handlung oder in seinem Minhadsch. Ist es für mich, der wenig Wissen besitzt, erlaubt, ihn zu ermahnen?

Antwort: Hat es dich nicht erreicht, dass der Prophet - Allahs Heil und Segen auf ihm - sagte: „Überliefert über mich, selbst wenn es eine einzige Ayah ist.“? Reicht das? Einer sagt zwischendurch: Schaich, wir lieben dich um Allahs Wohlgefallen. Schaich Al’Uthaimin: Wir lieben Denjenigen, Der dich dazu brachte, mich zu lieben. Allah taala brachte uns dazu, uns gegenseitig zu lieben und diejenigen zu lieben, die für Seine Sache sind (auwliyaa-ihi). Wahrlich, Er hat alles unter Kontrolle. Bleibt fest und haltet zusammen!

Frage: Ist es richtig für eine Gruppe von Islamstudenten (talibul ilm), dass sie ein Urteil über ein Individuum fällen, ohne dass sie zu ihm gehen, mit ihm sprechen und ihn zuerst ermahnen, dafür aber zu anderen gehen und sie gegen ihn warnen und dies verbreiten?

Antwort: Nein. Nein. Niemals! Zuallererst, wenn du über eine Person etwas hörst, und du siehst ihn im Irrtum, so gibt es Stufen der Vorgehensweise. Die erste Stufe ist die Bestätigung. Die Übermittlung über so eine Person kann richtig sein, aber auch falsch. Wie viele Menschen gibt es, die eine Sache über eine Person übermitteln, die entweder diese Sache falsch verstanden haben oder die Absicht haben, Feindschaft unter den Muslimen zu stiften. Daher ist die erste Sache die Bestätigung. Und was kann besser sein als die Aussage des Schaich Al-Islam (Ibn Taymiyya) in Widerlegung der Rafidha (Schia) in seinem Buch „Der Weg der Sunna“: „die erste Sache, die gefordert ist, ist die Verifikation der Übermittlung.“ Dies ist eine Regel und dabei sehr wichtig. Zweitens, wenn die Übermittlung verifiziert wurde, dann müssen wir uns dem zuwenden und weiterfragen. Gibt es irgendeine Erklärung, die vielleicht der Übermittler verstanden oder nicht verstanden hat?

Wenn wir sehen, dass es eine Erklärung gibt und der Übermittler dies falsch verstanden hat, so sagen wir zum Übermittler: „Bruder, fürchte Allah! Der Mann ist nicht so und so!“ oder „Die Bedeutung ist so und so.“ In so einem Fall würden wir die Wahrheit verteidigen und diesen Mann davor bewahren, seinen Bruder zu verleumden. Drittens, wenn wir keine Erklärung finden, so wird es obligatorisch zu jenem hinzugehen, über den diese Berichte gesagt werden und ihn fragen: „Es kam uns solches und solches zu Ohren. Ist das richtig oder nicht?“ Falls er bejaht, so müssen wir manierlich und höflich mit ihm umgehen und ihn nicht provozieren oder durcheinanderbringen, dabei ihm aber klarmachen, dass in dieser Sache ein Problem besteht. Hat nicht Allah taala so und so gesagt? Wurde nicht überliefert, dass der Gesandte Allahs - Allahs Heil und Segen auf ihm - so und so gesagt hat? Es ist notwendig, dass wir zur Wahrheit zurückkehren. Es ist möglich, dass er Wissen besitzt, welches ich nicht habe. Wenn ich ihn darauf anspreche und er deutet auf dieses Wissen, so wird es bindend, diesem Wissen zu folgen.

Frage: Ist es erlaubt zu dieser Person zu sagen: „Wir sahen dich mit diesem und diesem Mubtadi’, als ob du dieser Neuernden (Bida’) Gruppe folgen würdest?“

Antwort: Niemals. Du verwickelst ihn in eine Sache, obwohl du nie darüber gehört hast.

Frage: Wenn ein Bruder sich verletzt oder geschadet durch die Handlungen anderer Brüder fühlt und diese sich zugleich vor diesem Bruder verstecken, wobei dieser Bruder als Ergebnis diesen Schmerz in seinem Herzen fühlt, wie kann dann dieser Bruder sich von diesem Schmerz heilen oder in seinem Inneren eine Art Versöhnung herbeiführen? Und wie können diese Brüder vielleicht zurechtgewiesen werden, wenn ihre Handlungen in der Tat falsch sind?

Antwort: Er sollte sich an die Aussage des Propheten - Allahs Heil und Segen auf ihm - erinnern: „Allahs Barmherzigkeit sei auf Moses, der mit mehr als dies verletzt wurde und sich geduldig verhielt.“ (Buchari) Sei geduldig und das gute Ende ist mit den Frommen. „Das ist einer der Berichte von den verborgenen Dingen, die Wir dir offenbaren. Zuvor kanntest du sie nicht, weder du noch dein Volk. So harre denn aus; denn der Ausgang entscheidet zugunsten der Gottesfürchtigen.“ [11:49]

Frage: Was ist für einen Muslim obligatorisch und insbesondere für diejenigen, die nach Wissen suchen und Da’wah machen, in Bezug auf die Befreundung mit Gelehrten, die fähig sind, Idschtihad zu leisten – unter der Annahme, dass sich das Halten an eine Gruppe von Gelehrten, welche fähig sind, Idschtihad zu leisten, einer der verbindlichen Mitteln ist, sich der Dschma’ahanzuschließen?

Antwort: Ich sage, die Verpflichtung der allgemeinen Öffentlichkeit der muslimischen Gemeinschaft ist das Befolgen jener Gelehrter, die dafür bekannt sind, viel Wissen zu besitzen, korrekt in der `Aqida (Glaubensgrundlagen) und gesund in ihrer Minhadsch (Methodologie)sind. Dies aufgrund der Aussage Allahs -Erhaben ist Er - Übersetzung): „Und frage ahlu-dhikr (Leute des Wissens), wenn du nicht weißt.“ Und die Gelehrten, die ich eben beschrieben habe, sind diejenigen, die „Befehlsgewalt besitzen“. Diese hat Allah-Erhaben ist Er -im folgenden Vers erwähnt: „O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen.“ [4:59]

Denn diejenigen, die Befehlsgewalt besitzen, lassen sich in zwei Gruppen von Leuten unterteilen. Die erste Gruppe sind die Gelehrten, und diese sind der primäre Gegenstand dieser Ayah. Die zweite Gruppe stellt die Regierenden dar, also jene, die die Scharia Allahs über die Diener Allahs realisieren. Die Gelehrten sind Leute der Klärung, des Wissens und der Leitung. Die Regierenden sind Leute der Ausführung und der Gerichtsbarkeit. Wenn daher die Öffentlichkeit dazu angehalten wäre, jede dahergelaufene Person zu folgen, ohne ihr Wissen, ihr Vertrauen, ihr Minhadsch und `Aqida zu untersuchen, so würde diese Öffentlichkeit sich spalten und irre gehen. Und diese Spaltung ist genau das, was Allah - Erhaben ist Er - in mehr als einem Vers im Qur’an verboten hat: Allah sagt (ungefähre Bedeutung): „Er verordnete für euch die Religion, die Er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir Abraham und Moses und Jesus anbefohlen haben. Nämlich (die), in der Einhaltung der Religion treu zu bleiben und euch deswegen nicht zu spalten.“ [42:13] „Und seid nicht wie jene, die gespalten und uneins sind, nachdem die deutlichen Zeichen zu ihnen kamen; und jene erwartet eine schmerzliche Strafe.“ [3:105]

„Mit jenen aber, die zur Spaltung ihrer Religion beitrugen und zu Parteien geworden sind, hast du nichts Gemeinsames. Ihre Angelegenheit wird sicherlich von Allah beurteilt werden; dann wird Er ihnen verkünden, was sie getan haben.“ [6:159] Alles Lob gebührt Allah, die Wege und die Mitteln der Kommunikation sind zahlreich geworden. Dadurch ist es nun einer Person, die im Osten lebt, möglich, jemanden im Westen in wenigen Sekunden zu kontaktieren und ihn zu fragen, was immer er auch braucht. Der Beweis wurde daher dargelegt und die Information wurde klar. So bewahre, bewahre vor der Abspaltung – und ich sage Spaltung und nicht Meinungsverschiedenheit, denn man kann gegen Meinungsverschiedenheit nichts machen, da die Leute diese im Verständnis hatten, ebenso im Wissen, Iman und Taqwa. Wenn die Leute also in diesen eine Differenz vorwiesen, dann umso mehr in den Meinungen. Die einzige Sache, vor der man sich hierbei in Acht nehmen muss, ist die Abweichung der Herzen voneinander und das Meiden untereinander, die nur dazu führen, dass sich die Leute als Konsequenz gegenseitig mit Irregehen und Neuerung (Bida’) schuldigen. Hütet euch deswegen davor und seid gewarnt.

Wasalam
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