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Was ist "neu" im Islam?
#10
Also, die Bibel ist nachweislich keine Offenbarung von Gott, so wie sie ist. Sie enthält noch Passagen von Gottes Wort, aber auch das Wort von Propheten, Zeitzeugen und sogar anonymen bzw. unbekannten Autoren. Diese kann man keineswegs Gott zuschreiben. Das Evangelium, dass er auf Jesus offenbart hat, ist ja in der Bibel gar nicht zu finden. Weder eins von Jesus, noch nach Jesus. Es gibt zahlreiche Manipulationen an der Bibel. Das sagen nicht nur wir Muslime, das sagen vor allem christliche Theologen und Exegeten höchster Eminenz. Und da darin noch Gottes Wort zu finden ist, ist es ja nicht verwunderlich, dass es gleiche Inhalte gibt, denn diese Gemeinsamkeiten sind ja auf eine gemeinsame Quelle zurückzuführen. Völlig logisch.

Und bitte übertreibe es nicht. Die Bibel gab es einige Jahrhunderte vor Koran. Ca. 600 Jahre, aber keine Tausende von Jahren. Da das Judentum gar nicht die Religion bei Gott ist, kann Gott mit dem Koran gar keine Rückkehr zum Judentum bewirkt haben wollen. Das ist Unfug. Nur praktizieren die Juden noch näher an der "originalen" Religion, als alle anderen Nichtmuslime. Darum so viele Ähnlichkeiten. Sie haben den Monotheismus jedenfalls sehr gut verstanden.

Und wenn du sagst: Schreiber vom Koran, sagst du indirekt, dass du nicht annimmst das der Koran von Gott ist, sondern von einem menschlichen Verfasser. Das kann aber ausgeschlossen werden, also ein menschl. Verfasser. Dazu muss man aber am besten Arabisch beherrschen, um den Koran richtig analysieren zu können. Das dauert eine Zeit und braucht auch eine Menge Geduld. Anhand bestimmter Kriterien kann man aber eindeutig feststellen, dass der Koran nur von Gott sein kann. Das kann man aber nicht durch bloßes Lesen feststellen.Die meisten können es jedenfalls nicht.

Deine Aussagen zeigen außerdem, dass du den Koran nicht komplett gelesen haben kannst oder zumindestens nicht sorgfältig genug. Wie sonst kann man behaupten, dass Jesus im Koran völlig übergangen wird? Es gibt mehr Verse über ihn, als über den Propheten Muhammad.

Nein, der neue Bund wurde nicht mit allen Menschen geschlossen, wo genau steht das? Kannst du das zitieren? In der Bibel wird immer wieder betont, dass Jesus nur zu den Kindern Israels gesandt wurde. Das Evangelium, wie auch alle anderen vorherigen Offenbarungsschriften, galt nur für ein bestimmtes Volk und nur für eine befristete Zeitperiode. Wäre der Bund für alle Menschen gewesen, hätte Gott nicht noch Muihammad gesandt. Muhammad ist ja das Siegel der Propheten. Er ist für alle Menschen gekommen und der Koran wurde nicht befristet, sondern gilt bis zum jüngsten Tag. Selbst wenn wir heute noch die originale Thora, Psalter oder das Evangelium von Jesus finden würden, hätten diese keine Gültigkeit, keine Relevanz mehr für uns. Der Koran hat diese abglöst. Er ist das letzte Update. 

Na, ja, und der Opfertod Jesus`hat nie stattgefunden. Er ist eine von anderen Lügen der Kirche. Gott sagt uns im Koran wie es wirklich war. Und wer weiß es besser als Gott? Wenn du den Koran schon nicht als Gottes Wort akzeptieren, wie dann aber so ein Unfug-Buch, wie die Bibel? Das kann ich nicht nachvollziehen.....

Wie gesagt, der Islam ist keine Neuauflage des alten Bundes, sondern eine Perfektion der bereits vorhandenen Religion, die es schon seit Adam gab. Gott wollte uns wieder an seine Religion heranführen, nicht an das Judentum.


Zitat:Koran 3:19
“Gewiss, die Religion ist bei Gott der Islam. Doch diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Missgunst untereinander. Doch wer Gottes Zeichen verleugnet –, so ist Gott schnell im Abrechnen.“
 
Koran 3:85
“Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein. “
 
Koran 5:3
"Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden. "
#11
Zitat:Sie enthält noch Passagen von Gottes Wort, aber auch das Wort von Propheten, Zeitzeugen und sogar anonymen bzw. unbekannten Autoren. Diese kann man keineswegs Gott zuschreiben. 

Anonyme Autoren? Welche denn? 

Zitat:Das Evangelium, dass er auf Jesus offenbart hat, ist ja in der Bibel gar nicht zu finden. Weder eins von Jesus, noch nach Jesus. 


Wo ist dieses ominöse Evangelium zu finden, das Jesus offenbart sein sollte? 

Woher nimmst du die Information, dass es ein Evangelium gab, das heute nicht mehr existiert? Vor allem da der Koran ausdrücklich davon spricht (mehrmals), dass die Bibel (AT und NT) vollständig ist.

 
Zitat:Es gibt zahlreiche Manipulationen an der Bibel.

Nenn mir eine. 

Also, ich kenne ein paar Stellen, die in manchen früheren Handschriften nicht vorkommen. Das ist aber meistens in den Bibelausgaben angemerkt. UND: Es sind Stellen, die die Grundaussagen von Gottes Wort nicht berühren.

Ist dir nicht bewusst, dass Gottes Wort nicht verfälscht werden kann?

Zitat:Und bitte übertreibe es nicht. Die Bibel gab es einige Jahrhunderte vor Koran. Ca. 600 Jahre, aber keine Tausende von Jahren. Da das Judentum gar nicht die Religion bei Gott ist, kann Gott mit dem Koran gar keine Rückkehr zum Judentum bewirkt haben wollen. Das ist Unfug. Nur praktizieren die Juden noch näher an der "originalen" Religion, als alle anderen Nichtmuslime. Darum so viele Ähnlichkeiten. Sie haben den Monotheismus jedenfalls sehr gut verstanden.

Wann hat Moses gelebt? Als sein Geburtsjahr hab ich ca. 1500 vor Christus gefunden. D. h. Teile der Bibel sind älter, als du dachtest.

"Das Judentum" ist nicht die Religion bei Gott, weil Gott keinen Namen für eine Religion kennt. Gott kennt nur diejenigen, die an seine Propheten und den Messias glauben und tun, was er für uns Menschen will.

Weißt du, die Juden kennen mehr Gesetze (Mitzwot) als jede andere Religion. 613 Gesetze. Die "originale Religion" ist, wenn dann, das Judentum, weil Gott sich den Juden zuerst offenbart hat. Und du weißt das genau. Gott hat uns von den Gesetzen befreit. Das war Übertragung des Judentums auf die ganze Welt: Das Christentum. Der Schreiber des Koran hat eine synkretisierte Religion im Kopf gehabt, die Elemente des Christentums und des Judentums vereint. 

Ein Beweis ist Sure 6, 145 (in anderen Übersetzungen 147): 

Zitat:"Sag: Ich finde in dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben wurde, nichts, das für den Essenden zu essen verboten wäre, außer es ist Verendetes oder ausgeflossenes Blut oder Schweinefleisch – denn das ist ein Greuel [...]"

Das ist auf Gottes Erlaubnis in der Bibel zurückzuführen, alles essen zu dürfen. Siehe Jesu Worte. 

Dann wird das aber von Mohammed wieder rückgängig gemacht, in dem er sagt: "außer Schweinefleisch. Das ist immer noch unrein." 

Das mein ich damit, dass der Islam einen Schritt zurück zu den Gesetzten des Judentums macht. Das Christentum wird nicht richtig erfasst, sondern es wird ein "Judentum light" erschaffen.

Und wenn die Juden den Monotheismus gut verstanden haben, WAS ist dann neu im Islam?
 
Zitat:Und wenn du sagst: Schreiber vom Koran, sagst du indirekt, dass du nicht annimmst das der Koran von Gott ist, sondern von einem menschlichen Verfasser. Das kann aber ausgeschlossen werden, also ein menschl. Verfasser. Dazu muss man aber am besten Arabisch beherrschen, um den Koran richtig analysieren zu können. Das dauert eine Zeit und braucht auch eine Menge Geduld. Anhand bestimmter Kriterien kann man aber eindeutig feststellen, dass der Koran nur von Gott sein kann. Das kann man aber nicht durch bloßes Lesen feststellen.Die meisten können es jedenfalls nicht.

Was bringt es, wenn du ein paar wenige den Text richtig verstehen? Die Gefahr ist groß, dass selbsternannte Schriftgelehrte sagen, sie hätten den größten Durchblick und die Kleinen müssen diesen Leute mit ihren Auslegungen glauben. 

Jeder wahre Christ ist vom Heiligen Geist Gottes erfüllt und wird durch ihn belehrt, z. B. wenn er sein Wort liest. Wir haben niemanden nötig, der uns das Wort Gottes erst erklärt.

Zitat:Deine Aussagen zeigen außerdem, dass du den Koran nicht komplett gelesen haben kannst oder zumindestens nicht sorgfältig genug. Wie sonst kann man behaupten, dass Jesus im Koran völlig übergangen wird? Es gibt mehr Verse über ihn, als über den Propheten Muhammad.

Ja, es gibt Verse über Jesus, aber nicht von ihm. Es geht mir darum, dass Jesu Wort nicht in seinem wahren Sinn vorkommt. Und wenn, dann wird es nur benutzt, um Mohammeds Lehre zu unterstützen, auch wenn Jesu Wort verdreht wird.


Zitat:Nein, der neue Bund wurde nicht mit allen Menschen geschlossen, wo genau steht das? Kannst du das zitieren? In der Bibel wird immer wieder betont, dass Jesus nur zu den Kindern Israels gesandt wurde.

Ähm. Nein. (Nationen bedeutet Heiden, Ungläubige, Nichtjuden):

"...und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis.
(Matthäus, 10, 18) 

"Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat; ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen Recht verkünden." 
"...und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen."
(Matthäus 12, 18 + 21)

"Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen."
(Matthäus 24, 9)

"Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen."
(Matthäus 24, 14)

"Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe!"
(Matthäus 28, 19 f.)

Das waren alle Zitate aus dem Matthäusevangelium. Hier ist die restliche Liste von Gottes Wort, das zeigt, dass du dich irrst mit deiner Behauptung, Jesus sei nur zu Israel gekommen. Zuerst ja, aber das war nur Teil 1 seines Auftrags. Der neue Bund ist für alle Menschen.


Zitat:Wäre der Bund für alle Menschen gewesen, hätte Gott nicht noch Muihammad gesandt. 

Richtig. Gott hat Mohammed auch nicht gesandt. 


Zitat:Muhammad ist ja das Siegel der Propheten. Er ist für alle Menschen gekommen und der Koran wurde nicht befristet, sondern gilt bis zum jüngsten Tag. Selbst wenn wir heute noch die originale Thora, Psalter oder das Evangelium von Jesus finden würden, hätten diese keine Gültigkeit, keine Relevanz mehr für uns. Der Koran hat diese abglöst. Er ist das letzte Update. 

Wer sagt, dass Gottes Botschaft befristet sei? Wo steht das, wer behauptet das?

Wir haben heute nachgewiesermaßen die originale Tora, das originale Psalter und die originalen Evangelien. Wenn du das Gegenteil behauptest, müsstest du mir einen Beweis dafür liefern, dass es andere gab. Gab es aber nicht. Sogar der Koran sagt nicht, dass Tora und Evangelium verfälscht seien. Das sind Aussagen, die Menschen erfunden haben, weil sie gemerkt haben, dass der Anspruch des Korans, eine Fortsetzung der Bibel zu sein, nicht funktioniert hat, weil er der Bibel widerspricht. Also ist er keine Fortsetzung, sondern der Versuch einer Irreführung von Menschen. (Ich muss das so sagen, verzeihe mir, wenn ich dich beleidigen sollte. Es ist nicht meine Absicht.)


Zitat:Na, ja, und der Opfertod Jesus`hat nie stattgefunden. Er ist eine von anderen Lügen der Kirche. Gott sagt uns im Koran wie es wirklich war. Und wer weiß es besser als Gott? Wenn du den Koran schon nicht als Gottes Wort akzeptieren, wie dann aber so ein Unfug-Buch, wie die Bibel? Das kann ich nicht nachvollziehen.....


3 Jünger und ein Schüler von ihnen schreiben als Augenzeugen ein Wunder Gottes auf. Jeder von ihnen unabhängig voneinander. Hunderte von anderen Christen haben diese Wunder selbst miterlebt, dass Jesus gekreuzigt wurde und am dritten Tag auferstanden ist. Jesus hat dies sogar angekündigt, obwohl seine Jünger nicht wollten, dass er gekreuzigt wird.

600 Jahre später taucht ein arabischer Kriegsherr auf, der behauptet, dass Jesus gar nicht gekreuzigt wurde, sondern ein Jünger von ihm, der zufällig genauso aussah und selbst seine eigene Mutter hat das nicht gemerkt?
Weiter führt er Eroberungskriege, um seine neugegründete Religion den Eroberten aufzuzwingen, lässt seine Kritiker ermorden, bekommt Verse von "Gott" herabgesandt, wonach er seine Schwiegertochter heiraten dürfte und und und.
Und du sagst, die Bibel sei Unfug.

Lies sie.

Ich weiß, du bist wahrscheinlich als Moslem aufgewachsen und sozialisiert worden, aber das ist leider keine Entschuldigung.

Zitat:Wie gesagt, der Islam ist keine Neuauflage des alten Bundes, sondern eine Perfektion der bereits vorhandenen Religion, die es schon seit Adam gab. Gott wollte uns wieder an seine Religion heranführen, nicht an das Judentum.

"Seine Religion"? Der Islam ist eine Nachfolgereligion der Hanifen, wie gesagt an christliche und jüdische Lehren angelehnt, die aber nicht verstanden werden, weil die Kenntnis der "Bücher", von denen der Koran spricht, sehr zu Wünschen übrig lässt.
#12
(07-01-2019, 02:05 PM)Das Leben schrieb: Friede sei mit euch,

ich habe mich neben der Bibel auch schon viel mit dem Koran beschäftigt. Was mir aufgefallen ist: Ich kann zusammenfassend sagen, dass viele Lehren, die im Koran vorkommen, manchmal schon tausende Jahre in unserer Bibel stehen. Vor allem wurde deutlich, dass der Schreiber des Koran eine Art Rücktritt zum Judentum bezwecken will. Dies bedeutet, dass Jesus Christus übergangen wird. Und damit wird auch der Neue Bund (Neues Testament) (siehe Sure 5, 14) komplett übergangen, weil das Neue Testament durch das Opfer Christi mit allen Menschen geschlossen wurde.

Wer weiterhin also im Alten Bund (Altes Testament, Torah) bleiben will, hat die Gesetze des Mose und ist Jude.
Wer den Neuen Bund Gottes durch sein Wort, den Messias, annimmt, ist Christ.

Wozu benötigt man also eine Neuauflage des Alten Bundes?

Friede sei auch mit dir.
Der Islam ist eben keine Neuauflage des Alten Bundes, denn er lehnt das Judentum und das Christentum im Kern nicht ab, kritisiert aber zurecht dass beide Religionen von uns Menschen verfälscht wurden. Besonders beim Christentum ist dies gut erkennbar, denn dort war es der Römische Kaiser Konstantin, der im Jahre 325 selbst bestimmte, welche Evangelien in die Bibel aufgenommen werden und welche nicht. Dies obwohl Konstantin sein Leben lang Heide war und erst auf seinem Totenbett getauft wurde.
Zudem war es niemals im Sinne von Jesus eine neue Religion zu begründen. Der Neue Bund sollte keine neue Religion sein, sondern es sollte eine Reform des Judentums sein hin zu seinem wahren Ursprung, da auch das Judentum damals verfälscht war. Hier gibt es auch viele Hinweise in der Bibel, als Jesus zum Beispiel die Händler aus den Tempeln vertrieb, weil diese mit Unterstützung der jüdischen Hohepriester an einem heiligen Ort ihre Geschäfte machten.

Und vor diesem Kontext ist auch der Islam zu verstehen. Der Islam ist letzten Endes eine Rückkehr zu den Wurzeln des Juden- und Christentums. Deswegen mag es sein, dass dir dies als eine Neuauflage des Alten Bundes erscheint, aber es ist eben letzten Endes das Original.

LG
Eine zum Islam konvertierte Katholikin
#13
Hallo Jeanne,

wie ich oben schon irgendwo gesagt habe, sagt der Koran nicht aus, dass Tanach und Neues Testament verfälscht wurden. Und in der Tat ist eine Fälschung der Bibel mit nichts zu beweisen. Der Schluss liegt nahe, dass islamische Gelehrte diese Geschichte erfunden haben, um den Islam (der vor dem Gott der Bibel keinerlei Daseinsberechtigung hat) als wahr darzustellen. Klar: "Wenn alle anderen falsch liegen, muss unsere Religion wahr sein."

Konstantin war Christ. Zu der Zeit war es oft so, dass die Leute zwar gläubig waren, aber mit der Taufe (also der Vergebung der Sünden) so lang wie möglich gewartet haben. 
Konstantin hat nicht bestimmt, welche Evangelien in die Bibelkanon aufgenommen wurden, sondern das Konzil von Nizäa. Diese haben nicht die anderen verboten, sondern es war so, dass die Gemeinden der ganzen Welt diejenigen Evangelien und Apostelbriefe festgelegt haben, die sie ohnehin schon gelesen haben und die gebräuchlich waren, seit der Zeit der Augenzeugen der Wunder Gottes. 

Eine Fälschung von den Lehren Christi ist ganz unmöglich, wenn man in Betracht zieht, dass die alten Handschriften der noch nicht kodifizierten Schriften mit den heutigen gleich sind. Selbst die Sekundärquellen stimmen überein, d. h. wenn man z. B. nur die Bibel-Zitate der Texte der ersten Kirchenväter nimmt. Mit diesen kann man die Bibel fast komplett zusammensetzen und sieht, dass kaum irgendwo eine Diskrepanz zu sehen ist.

Du sagst, das Judentum wäre verfälscht gewesen? Was soll das heißen? Der Tanach war niemals verfälscht, hier gilt das selbe wie oben. Also was war verfälscht? --> Die Auslegung der Tora! 

Jesus hat hierauf das Neue Testament besiegelt und zwar mit seinem Tod. Wie sonst sollte ein Testament in Wirkung treten, wenn nicht mit dem Tod von jemandem?

Ich habe irgendwo oben übrigens beschrieben, wie oft Jesus und die Apostel die "Nationen" erwähnt haben und wie wichtig für Gott die Bekehrung der Heiden war: Jesus ist gekommen, um den Tod zu von uns zu nehmen, den wir sterben seit Adam! Ohne Glaube an Jesus, sterben wir. Glaube an Jesus bedeutet, seine Gebote zu erfüllen. Wenn du seine Gebote ablehnst ("das ist alles verfälscht"), stirbst du. Wir alle.

Der Islam ist keine Rückkehr zu den Wurzeln....zu welchen denn? Der Islam bestreitet alle Wurzeln. 

Mein Eindruck ist:

Mohammed hat die Universalität der Hanifen genommen, ein paar Fetzen AT und NT hineingestreut und dann seine Kriege und Gesetze (die ihm immer zugute kamen) mit Hilfe eines Gottes abgesegnet, den die Mekkaner schon vor ihm angebetet hatten.

"Das Original" ist Jesus, als das Wort Gottes. Denn alles ist ursprünglich durch Gottes Wort geschaffen worden.


Zitat:Sollte ich jemanden beleidigt haben, tut es mir leid. Ich betone es immer wieder, aber es ist nicht meine Absicht. Ich gebe nur meine Sicht der Dinge wieder.
#14
Mein lieber Dasleben,

Mich wundert es doch immer wieder wenn Menschen sagen, sie hätten sich mit dem Islam bzw Koran beschäftigt und dann Aussagen treffen wie (ich zitiere dich): „Mohammed hat die Universalität der Hanifen genommen, ein paar Fetzen AT und NT hineingestreut und dann seine Kriege und Gesetze (die ihm immer zugute kamen) mit Hilfe eines Gottes abgesegnet, den die Mekkaner schon vor ihm angebetet hatten. (...)“

Ich frage mich ernsthaft wie du zu diesem Eindruck gekommen bist. Wenn du dich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigst, kommst du ja gar nicht drum herum zu recherchieren und dich mit der gesamten Thematik auseinander zu setzen. Aber das, was ich bisher von dir gelesen habe erinnert mich stark an c&p antworten aus irgendwelchen Foren, die du übernommen hast weil sie deiner Meinung (!) nach entsprechend sind.-ohne das du dich wirklich damit beschäftigt hast.

Deine Aussage: „Der Schluss liegt nahe, dass islamische Gelehrte diese Geschichte erfunden haben, um den Islam (der vor dem Gott der Bibel keinerlei Daseinsberechtigung hat) als wahr darzustellen. Klar: "Wenn alle anderen falsch liegen, muss unsere Religion wahr sein." ist ebenfalls verwunderlich. Islam funktioniert nicht wie ein Ausschlussverfahren, sondern es geht um die Inhalte. Der Grund, warum wir Wissen das der Koran die letzte und endgültige Botschaft ist, ist der Koran selbst. Ein seit 1400 Jahren komplett enthaltendes, geschütztes Buch. Nicht ein Buchstabe verändert. Und nicht nur das, sondern auch die Inhalte sind fehlerfrei, perfekt und unnachahmlich. Es gibt keinen widerspruch, keinen Fehler oder unlogik. Die wissenschaftlichen Themen die im Koran mit einer nicht vergleichbaren Präzision behandelt werden (zb Astronomie, Biologie, Chemie usw). Aber auch linguistisch ist der Koran perfekt. Die Sprachlichen Wunder sind so tiefgreifend. Das klappt nicht auf deutsch. Die deutschen Übersetzungen kommen nicht mal ansatzweise an das arabische original ran. Das würde den Rahmen sprengen, hier jetzt näher drauf einzugehen, ich wollte es nur angeschnitten haben. Vielleicht kannst du dich ja eigentständig mit den Wunder des Korans als auch im Koran beschäftigen und dann daraus folgend einen seperaten Beitrag starten oder in einen bereits existierenden Antworten wenn du Fragen dazu hast.


Wenn du dich mit den Evangelien beschäftigst (und ihrer „Wahrhaftigkeit“) kommst du ebenfalls nicht um recherche herum. Wenn man sich damit befasst, wird früher oder später auffallen das die Evangelien eigentlich annonym sind. Die heutigen Namen der jeweiligen Evangelien tauchten erst 180 Jahre nach Jesus tod auf. Interessant sind hierzu die Schriften von Justin dem Märtyrer. Er zitierte zwar aus den Evangelien, aber nannte sie nicht bei den Namen die sie heute tragen. Und auch die Verfasser der Evangelien sagten das sie nicht Augenzeugen waren. Im Lukasevangelium 1:1-2: Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.“ Der Verfasser von Lukas sagt selbst, das er nicht Augenzeuge war, noch mit Augenzeugen Kontakt hatte. Vielmehr erklärt er, das seine Inhalte auf Berichten von Augenzeugen und „Dienern des Wortes“ basieren. Das einzige Evangelium, was von sich selbst behauptet von einem Jünger Jesus zu sein ist das Johannesevangelium. Allerdings ist hier die Zuverlässigkeit von den Gelehrten als zweifelhaft eigestuft. Das wird u.a mit der Sprache, dem Inhalt und dem verwendeten Stil begründet. Unter anderem steht in der Apsotelgeschichte 4:13: „als sie den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, dass es ungebildete und einfache Leute waren, wunderten sie sich. Sie erkannten sie als Jünger Jesu“. Im Strong`s Bible Dictionary finden wir die griechischen „original“ mit denen die Wörter „ungebildet“ und „einfach“ übersetzt wurden: „agrammatos“: analphabeten, die nichts gelernt haben und „idiotes“: ein ungelernter analphabet, der gegensatz zu Gelehrten und Gebildten, die nicht auf Feld ausgebildet sind. Wenn du dir das jetzt mal bewusst machst, ist es doch mehr als unglaubwürdig das ungebildete analphabetische Jünger (wie die Bibel sie ja selbst beschreit) die Verfasser der Evangelien sein soll. Hinzukommt, das jedes Evangelium die selbe Geschichte aber anders erzählt. Besonders herausstechend finde ich die unterschiede der Auferstehung in Matthäus 28:1-9 und Johannes 20:1-2. Vergleiche die Texte. Diese beiden Texte widersprechen einander. Mätthaus, bei dem Maria Magdalena Jesus trifft , ihn berührt und das nachdem er das Grab verlassen hat steht im widerspruch zu Johannes der berichtet das sie das Grab verließ und den Jüngern sagte das Jesus gestohlen sie und sie nicht wüsste wo er war. Ist dir das schonmal aufgefallen?
Aber noch merkwürdiger wird es in Matthäus 51-53: „Und siehe, der Vorhang riss im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt. Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.“ kein anderes Evangelium erwähnt diesen Umstand. Wie kann das sein? Mike Licona nennt diesen Bericht poetisch, eine legende und eine Verschönerung bzw „special effects“. Auch Dr. William Lane Craig wies den historisch-geschichtlichen Hintergrund zurück. Wie authentisch und vertrauenswürdig ist der Verfasser des Evangeliums, wenn er einfach eine Auferstehung vieler Toter erfindet um Jesus`s tod auszuschmücken? Und es gibt noch soviel mehr.
Aber jetzt die Evangelien zu analysieren würde ebenfalls den Rahmen sprengen, ich wollte es nur anschneiden und einen denk- bzw Rechercheanstoß geben. „Fast-Food“ gibt es nicht in der Religion. Beschäftige dich einfach mal mit der Entstehung und den Personen. Es geht nicht darum, ob es noch originale Schriftstücke gibt oder nicht, sondern um die Dinge die auf diesen Schriftstücke stehen und von sich behaupten bzw behauptet wird.

Jetzt aber zu einem anderen angesprochenen Thema.

Der Islam lehrt uns, das unser Schöpfer u.a. barmherzig, liebevoll, gerecht ist. Keiner muss und kann die Sünden eines anderen Menschen übernehmen, sondern ist nur für sich selbst verantwortlich. Im Koran 17:15 sagt Gott: Wer der Rechtleitung folgt, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil rechtgeleitet. Und wer irregeht, der geht nur zu seinem Nachteil irre. Und keine lasttragende (Seele) nimmt die Last einer anderen auf sich (…) “. Jeder Mensch hat eigene Verantwortung über sein eigenes Handeln. So hat Gott uns ja erschaffen: als Geschöpfe mit freien Willen. Im Islam wird nicht jemand anderes für mein fehlverhalten zur rechenschaft gezogen. Ein Muslim strebt sein ganzes leben über danach, sich und seine taten zu verbessern und gottes wohlgefallen zu erlangen. Gott hat viele Namen. Zwei sind ar-rahim (der barmherzige) und al-wadud (der liebevolle). Im Koran 39:53 sagt uns Gott: „Sag: O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiß, Allah vergibt die Sünden alle. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige“. Gott sieht und weiß über all unsere Sünden bescheid. Aber er wartet auf unsere Reue und das wir uns reumütig Gott wieder zu wenden und wenn wir ernsthaft bereuen, dann vergibt Gott uns. Gott liebt das freiwillge umkehren. Gottes liebe und Gnade übersteigt alles andere. Er braucht nichts und ist auf nichts angewiesen.-wir sind auf ihn angewiesen. Gott ist absolut unabhängig und steht über seiner Schöpfung und ist nicht auf sie angewiesen. Gottes liebe ist absolute und reine liebe.

Im gegensatz dazu steht die christlich /biblische Lehre. Sünden sind eine Schuld die beglichen werden muss. Gott ist also abhängig vom Blut vergießen wie im Hebräer 9:22 beschrieben: „Fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne dass Blut vergossen wird, gibt es keine Vergebung.“ Desshalb wurde ja Jesus gesandt um am Kreuz zu sterben. Also sein sündenloses Leben ist das einzige opfer um den Zorn Gottes zu beruhigen und die Sünden der gesamten Menschheit zu bereinigen und nur dadurch können sich die Menschen mit Gott zu versöhnen. Im Christentum wird gelehrt das die Menschen nur sünder sind, weil Adam sich Gott widersetzte und trotz verbot vom Baum aß. Desshalb kam die Sünde über die Menschen wie uns die Bibel in Römer 5:12 erklärt: „Durch einen einzigen Menschen, nämlich durch Adam, ist die Sünde in die Welt gekommen und als Folge davon der Tod. Nun sind alle Menschen dem Tod ausgeliefert, denn alle haben auch selbst gesündigt.“ Um diese „Erbsünde“ von den Menschen zu nehmen muss Jesus leut Bibel am Kreuz sterben. Ebenfalls in Römer 5:17: „Durch einen einzigen Menschen, nämlich durch Adam, ist die Sünde in die Welt gekommen und als Folge davon der Tod. Nun sind alle Menschen dem Tod ausgeliefert, denn alle haben auch selbst gesündigt.“.

Im Islam sind wir selbst verantwortlich für unser Handeln und Gott gewährt allen, die ihn alleine bitten und bereuen, Vergebung. Im Christentum werden alle Menschen für etwas verantwortlich gemacht, was sie nicht getan haben (Adams „Erbsünde), und uns wird vergeben wegen etwas, was jemand anderes getan hat (Jesus kreuzigung). Und das muss jetzt noch genauer auf die dreieinigkeit übertragen werden: Wenn Jesus Gott ist, dann ist die kreuzigung Gott, der sich als seine Schöpfung reinkarniert hat und selbstmord begeht, um Sünden durch sich selbst zu vergeben. Also laut der christlich-biblischen Lehre kann Gott die Sünde nur dann vergeben, wenn er sich zuerst selbst bestraft... obwohl er derjenige ist, gegen den das Verbrechen begangen wurde.
Gottes liebe ist der Mittelpunkt der Botschaft der Evangelien (Johannes 3:16): Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Da wäre die Kreuzigung Jesu`s absolute ungerechtigkeit Gottes. In der christlischen theologie zeigt Gott also eine Liebe, indem er seinen Sohn foltert und tötet.

Es gibt sehr viele Ansätze und die unglaubwürdigkeit der Bibel steht außer Frage.

Heute erstmal nur bis hierhin. Mir fehlt leider die Zeit um noch auf das Konzil von Nicaä bzw Konstantins Einfluss einzugehen, als auch auf die weiteren Konzile sowie deine Behauptungen über den Koran und Muhammad, die ich anfangs thematisiert habe. Und dann habe ich noch einige Anmerkungen. Ich bitte dich DasLeben, mit deiner Antwort noch zu warten, bis ich den zweiten Teil meiner Antwort geschafft habe zu verfassen. Danke dafür im vorauss. 

Liebe Grüße.
#15
(04-02-2019, 01:13 PM)Das Leben schrieb: Hallo Jeanne,

wie ich oben schon irgendwo gesagt habe, sagt der Koran nicht aus, dass Tanach und Neues Testament verfälscht wurden. Und in der Tat ist eine Fälschung der Bibel mit nichts zu beweisen. Der Schluss liegt nahe, dass islamische Gelehrte diese Geschichte erfunden haben, um den Islam (der vor dem Gott der Bibel keinerlei Daseinsberechtigung hat) als wahr darzustellen. Klar: "Wenn alle anderen falsch liegen, muss unsere Religion wahr sein."

Konstantin war Christ. Zu der Zeit war es oft so, dass die Leute zwar gläubig waren, aber mit der Taufe (also der Vergebung der Sünden) so lang wie möglich gewartet haben. 
Konstantin hat nicht bestimmt, welche Evangelien in die Bibelkanon aufgenommen wurden, sondern das Konzil von Nizäa. Diese haben nicht die anderen verboten, sondern es war so, dass die Gemeinden der ganzen Welt diejenigen Evangelien und Apostelbriefe festgelegt haben, die sie ohnehin schon gelesen haben und die gebräuchlich waren, seit der Zeit der Augenzeugen der Wunder Gottes. 

Eine Fälschung von den Lehren Christi ist ganz unmöglich, wenn man in Betracht zieht, dass die alten Handschriften der noch nicht kodifizierten Schriften mit den heutigen gleich sind. Selbst die Sekundärquellen stimmen überein, d. h. wenn man z. B. nur die Bibel-Zitate der Texte der ersten Kirchenväter nimmt. Mit diesen kann man die Bibel fast komplett zusammensetzen und sieht, dass kaum irgendwo eine Diskrepanz zu sehen ist.

Du sagst, das Judentum wäre verfälscht gewesen? Was soll das heißen? Der Tanach war niemals verfälscht, hier gilt das selbe wie oben. Also was war verfälscht? --> Die Auslegung der Tora! 

Jesus hat hierauf das Neue Testament besiegelt und zwar mit seinem Tod. Wie sonst sollte ein Testament in Wirkung treten, wenn nicht mit dem Tod von jemandem?

Ich habe irgendwo oben übrigens beschrieben, wie oft Jesus und die Apostel die "Nationen" erwähnt haben und wie wichtig für Gott die Bekehrung der Heiden war: Jesus ist gekommen, um den Tod zu von uns zu nehmen, den wir sterben seit Adam! Ohne Glaube an Jesus, sterben wir. Glaube an Jesus bedeutet, seine Gebote zu erfüllen. Wenn du seine Gebote ablehnst ("das ist alles verfälscht"), stirbst du. Wir alle.

Der Islam ist keine Rückkehr zu den Wurzeln....zu welchen denn? Der Islam bestreitet alle Wurzeln. 

Mein Eindruck ist:

Mohammed hat die Universalität der Hanifen genommen, ein paar Fetzen AT und NT hineingestreut und dann seine Kriege und Gesetze (die ihm immer zugute kamen) mit Hilfe eines Gottes abgesegnet, den die Mekkaner schon vor ihm angebetet hatten.

"Das Original" ist Jesus, als das Wort Gottes. Denn alles ist ursprünglich durch Gottes Wort geschaffen worden.


Zitat:Sollte ich jemanden beleidigt haben, tut es mir leid. Ich betone es immer wieder, aber es ist nicht meine Absicht. Ich gebe nur meine Sicht der Dinge wieder.

Hallo Das Leben,
der Koran wie er heute existiert ist das original welches dem Propheten Muhammad so überliefert wurde. Somit ist es tatsächlich das Original, während die Bibel eben doch nachweisslich gefälscht wurde. Du schreibst es sei nicht Konstantin gewesen, der entschieden hätte, welche Evangelien in die Bibel eingefügt werden und welche nicht. Im Grunde ist dies irrelevant, denn auch die Mitglieder des Konzils von Nicäa waren keine Propheten oder anderweitig ermächtigt zu bestimmen, welche Evangelien zum Wort Gottes gehören und welche nicht.
Ebenso finde ich die Entschuldigung für Konstantin amüsant, dass alle frühen Christen sich erst spät taufen liessen. Denn es ist schon ein lustiger Zufall, wenn man sein Leben lang Heide bleibt und sich erst auf dem Totenbett taufen lässt. Klar ist es legitim, aber Konstantin regierte ein Reich, welches das Christentum als Staatsreligion ansah, während er selbst Heide war. Dies ist purer Opportunismus.

Zudem hat Jesus den Tod nicht besiegt, denn wir sterben egal ob wir Christen, Muslime oder Juden sind. Denn er war lediglich ein Prophet Gottes, kein Sohn. Denn wozu braucht ein allmächtiger Gott einen Sohn um sein Werk zu erledigen? Wenn er allmächtig ist, dann braucht er niemanden, der sein Werk erledigen kann. Somit schliesst die Idee von Jesus als Sohn Gottes die Idee von einem einzigen, allmächtigen Gott aus. So ist es auch mit der Trinität. Somit sind es Gottes Regeln die ich zu erledigen habe und die uns die fünf Propheten überliefert haben und nicht die Gesetze von Jesus persönlich.

Weiterhin kann man dies nicht so stehen lassen, dass der Islam alle Wurzeln verneint. Der Islam erkennt sowohl die Tora, wie auch die Bibel als heilige Schriften an. Es sind verfälschte Schriften, doch im Kern heilig. Ebenso gebietet der Islam den Muslimen Christen und Juden zu achten und zu schützen. Dass also der Islam seine Wurzeln vereint, stimmt nicht.

Grüsse
Jeanne
#16
Hallo UkhtiTaliba,


Zitat:Ich bitte dich DasLeben, mit deiner Antwort noch zu warten, bis ich den zweiten Teil meiner Antwort geschafft habe zu verfassen. Danke dafür im vorauss. 



Nein, da muss ich dich leider enttäuschen. Ich habe es lieber, nicht 5 Stunden für eine Antwort zu brauchen, sondern das Ganze zu stückeln. Ich werde wie immer direkt auf jedes Argument von dir eingehen, weil die Wahrheit in mir brennt.


Zitat:Ich frage mich ernsthaft wie du zu diesem Eindruck gekommen bist. Wenn du dich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigst, kommst du ja gar nicht drum herum zu recherchieren und dich mit der gesamten Thematik auseinander zu setzen. Aber das, was ich bisher von dir gelesen habe erinnert mich stark an c&p antworten aus irgendwelchen Foren, die du übernommen hast weil sie deiner Meinung (!) nach entsprechend sind.-ohne das du dich wirklich damit beschäftigt hast. 



Nein, überhaupt nicht. Tut mir leid, wenn du dir noch nie solche Mühe gegeben hast, das Christentum zu untersuchen. Solltest du wirklich tun. Natürlich bekomme ich auch Infos aus dem Internet. Die Islamforschung steckt ja noch in den Kinderschuhen und Islamforscher werden mit dem Tod bedroht. Da kommt man nicht so gut zur Wahrheit.


Zitat:Islam funktioniert nicht wie ein Ausschlussverfahren, sondern es geht um die Inhalte. Der Grund, warum wir Wissen das der Koran die letzte und endgültige Botschaft ist, ist der Koran selbst. Ein seit 1400 Jahren komplett enthaltendes, geschütztes Buch. Nicht ein Buchstabe verändert. Und nicht nur das, sondern auch die Inhalte sind fehlerfrei, perfekt und unnachahmlich. Es gibt keinen widerspruch, keinen Fehler oder unlogik. Die wissenschaftlichen Themen die im Koran mit einer nicht vergleichbaren Präzision behandelt werden (zb Astronomie, Biologie, Chemie usw). Aber auch linguistisch ist der Koran perfekt. Die Sprachlichen Wunder sind so tiefgreifend. Das klappt nicht auf deutsch.



Also… so wie ich das verstanden habe, gab es mehrere Ausgaben des Koran in verschiedenen Dialekten. Also gab es nicht EIN Buch, sondern mehrere. Keiner kann wissen, was in diesen Ausgaben stand, weil Uthman sie verbrennen ließ. Wir wissen außerdem, dass die so „perfekten“ Koranhandschriften keinesfalls in perfekter arabischer Schrift geschrieben wurden, sondern mit keinerlei diakritischer Zeichen. Das heißt (ich kann arabisch schreiben und lesen), dass du z. B. ein scharfes H nicht von einem CH und dem TSCH unterscheiden konntest. Außerdem haben die Vokalzeichen gefehlt.


In Sahih Muslim 2, 2286 heißt es, dass Verse vergessen wurden.
In Sahih Bukhari 5, 416 heißt es, dass Verse gestrichen wurden und 8, 817, dass Verse verloren gegangen sind. In anderen Hadithen gibt es noch mehr davon. Also, wie kannst du von „komplett erhalten und geschützt“ reden? Ich versteh es nicht.
Widersprüche gibt es viele im Koran, ich kann dir welche nennen, die ich selbst bemerkt habe.


Zitat:Wenn man sich damit befasst, wird früher oder später auffallen das die Evangelien eigentlich annonym sind. Die heutigen Namen der jeweiligen Evangelien tauchten erst 180 Jahre nach Jesus tod auf. Interessant sind hierzu die Schriften von Justin dem Märtyrer. Er zitierte zwar aus den Evangelien, aber nannte sie nicht bei den Namen die sie heute tragen.


Die Evangelien sind NICHT anonym.
Wikipedia sagt: „Die Verfasserangaben (wie „Evangelium nach Matthäus“ usw.) gehören nicht zum ursprünglichen Text der Evangelien, wurden aber früh hinzugefügt und sind in der gesamten Überlieferung einheitlich.
Das ist schon der Beweis: Alle Kirchenväter zitieren die selben Evangelien, die selben Worte Jesu, über alle Jahrhunderte hinweg. Und alles ist unverändert. Justin der Märtyrer hat wie ich gerade gesehen habe, vor allem aus dem Lukas- und dem Matthäus-Evangelium zitiert. Wie ich das verstanden habe hat Justin dem römischen Kaiser geschrieben, damit er von der Christenverfolgung ablässt und hat dafür die Worte Jesu benutzt, zu zeigen wie perfekt die christliche Lehre ist. Den Kaiser haben die Namen der Evangelisten nicht interessiert. Die Zitate beweisen, dass Jesu Wort unverändert bis heute geblieben ist. Weil es Gottes Wort ist, das nicht verändert werden kann. Hab ich recht?



Zitat:Und auch die Verfasser der Evangelien sagten das sie nicht Augenzeugen waren. Im Lukasevangelium 1:1-2: „Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren.“ Der Verfasser von Lukas sagt selbst, das er nicht Augenzeuge war, noch mit Augenzeugen Kontakt hatte. Vielmehr erklärt er, das seine Inhalte auf Berichten von Augenzeugen und „Dienern des Wortes“ basieren.


Also, das ist falsch.
Matthias (Mattitjahu) war Augenzeuge Jesu, ein Jünger Jesu.
Johannes (Johanan) war Augenzeuge Jesu, ein Jünger Jesu.
Markus war Mitarbeiter des Paulus und Schüler des Petrus (Kefa), der Augenzeuge Jesu und Jünger war.


Nun zu Lukas (Lika): Kein Augenzeuge Jesu, aber Begleiter des Paulus und somit in Kontakt mit allen Aposteln Jesu, das heißt mit den Augenzeugen Jesu direkt. Das erklärt auch, warum er die Geschehnisse der Apostelgeschichte live aufzeichnen konnte.


Zitat:Allerdings ist hier die Zuverlässigkeit von den Gelehrten als zweifelhaft eigestuft. Das wird u.a mit der Sprache, dem Inhalt und dem verwendeten Stil begründet.


Ich nenn dir mal ein Beispiel, warum man „Gelehrten“ nicht alles glauben kann und auch auf Wikipedia viel Mist steht:


Auch berichtet die Apostelgeschichte andere Details aus dem Leben des Paulus, als Paulus selbst sie in seinen Briefen angibt.


Das soll ein Beweis sein, dass Lukas die Apostelgeschichte nicht geschrieben hat. Weil er dort andere Details von Paulus aufgeschrieben hat, wie Paulus in seinen Briefen selbst? Nicht widersprechende Details, sondern andere! Und man könnte nicht drauf kommen, dass Lukas die Briefe des Paulus kennt und deshalb andere, unbekannte Details für die Nachwelt aufbewahren wollte? Durch den Heiligen Geist dazu animiert wurde? Diese Leute verstehen das Wirken Gottes nicht. Und das sind die Leute, die du als Gelehrte bezeichnest.


Zitat:Unter anderem steht in der Apsotelgeschichte 4:13: „als sie den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, dass es ungebildete und einfache Leute waren, wunderten sie sich. Sie erkannten sie als Jünger Jesu“. Im Strong`s Bible Dictionary finden wir die griechischen „original“ mit denen die Wörter „ungebildet“ und „einfach“ übersetzt wurden: „agrammatos“: analphabeten, die nichts gelernt haben und „idiotes“: ein ungelernter analphabet, der gegensatz zu Gelehrten und Gebildten, die nicht auf Feld ausgebildet sind. Wenn du dir das jetzt mal bewusst machst, ist es doch mehr als unglaubwürdig das ungebildete analphabetische Jünger (wie die Bibel sie ja selbst beschreit) die Verfasser der Evangelien sein soll. 


Ich weiß, dass der Koran, die „Wissenden“ anspricht. Das zeigt die Unwissen des Koranschreibers vom Wort Gottes:


Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast.(Matthäus 11, 25) (vergleiche auch Lukas 10, 21)


Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge [Unwissende] hast du Macht gegründet wegen deiner Bedränger, um zum Schweigen zu bringen den Feind und den Rachgierigen.(Psalm 8, 3)


Und als Jesus ein Kind herbeigerufen hatte, stellte er es in ihre Mitte und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr keinesfalls in das Reich der Himmel hineinkommen.“ (Matthäus 18, 2 + 3)


Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ (Matthäus 5, 3)


Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott; denn es steht geschrieben: "Der die Weisen fängt in ihrer List."(Hiob 5, 13) Und wieder: "Der Herr kennt die Überlegungen der Weisen, dass sie nichtig sind." (Psalm 94, 11)
(1. Brief des Paulus an die Korinther 3, 19 ff.)


Der Koran hat hier also nichts mit Gottes Wort zu tun und du verstehst jetzt hoffentlich, warum „Ungebildet sein“ für Gott gut ist.


Zitat:Besonders herausstechend finde ich die unterschiede der Auferstehung in Matthäus 28:1-9 und Johannes 20:1-2. Vergleiche die Texte. Diese beiden Texte widersprechen einander. Mätthaus, bei dem Maria Magdalena Jesus trifft , ihn berührt und das nachdem er das Grab verlassen hat steht im widerspruch zu Johannes der berichtet das sie das Grab verließ und den Jüngern sagte das Jesus gestohlen sie und sie nicht wüsste wo er war. Ist dir das schonmal aufgefallen?


Das findest du herausstechend? Ich weiß nicht, woher du das hast, aber es zeigt einfach, dass jemand nicht richtig lesen kann:


Die von dir erwähnte Stelle im Johannesevangelium spielt zeitlich zuvor. Sie geht zum Grab und sieht, dass es leer ist.
Die Stelle, die aber mit der Matthäus-Stelle vergleichbar ist, fängt erst bei Johannes 20, 11 an! Jesus erscheint ihr in beiden Berichten außerhalb seines Grabes, nachdem er schon auferstanden war (als erster Mensch überhaupt).



Zitat:Aber noch merkwürdiger wird es in Matthäus 51-53: „Und siehe, der Vorhang riss im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich. Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt. Nach der Auferstehung Jesu verließen sie ihre Gräber, kamen in die Heilige Stadt und erschienen vielen.“ kein anderes Evangelium erwähnt diesen Umstand. Wie kann das sein? Mike Licona nennt diesen Bericht poetisch, eine legende und eine Verschönerung bzw „special effects“. Auch Dr. William Lane Craig wies den historisch-geschichtlichen Hintergrund zurück. Wie authentisch und vertrauenswürdig ist der Verfasser des Evangeliums, wenn er einfach eine Auferstehung vieler Toter erfindet um Jesus`s tod auszuschmücken? Und es gibt noch soviel mehr.


Es ist im 27. Kapitel von Matthäus. Wie das sein kann, dass es kein anderes Evangelium erwähnt? Hier steht: „sie erschienen vielen“. Das kann bedeuten, dass es nur Matthäus bezeugen kann, die anderen Apostel haben es vielleicht nicht erlebt. Ganz einfach. Und dass du irgendwelche atheistischen Forscher erwähnst, die NATÜRLICH NICHT an die Auferstehung glauben, spricht für sich. Aber ich denke, dass du an die Auferstehung glaubst und der Bericht eines Jüngers Jesu glaubwürdiger sein sollte als irgendwelche Menschen, die 2000 Jahre später Religionen zu Märchen erklären wollen.


Jetzt zu deinen letzten 3 großen Abschnitten. Die waren zum Teil ein wenig schwer zu verstehen, vermutlich deshalb, weil du die Gesetze Gottes nicht genau kennst. Wenn du noch nie die Bibel gelesen hast, ist das klar. Deswegen bin ich jetzt hier.


Ich fang mal im Alten Testament an. Du sagtest selbst: Gott ist gerecht. Weil Gott gerecht ist, muss er unsere Sünden bestrafen. Wenn ich jemandem etwas Schlechtes antue, dann straft mich Gott, weil ich es verdiene.
Gott hat Moses den Jom Kippur (Versöhnungstag) aus Gnade gegeben, um die Menschen wieder rein zu machen von ihren Sünden: Die Sünden des Volkes werden auf Tiere geladen und das Tier in die Wüste geschickt, wo es stirbt. So werden die Sünden getilgt. Das Problem ist, man muss es jedes Jahr machen, weil die Gesetze des Moses schwierig sind einzuhalten.

Und DESWEGEN hat Gott Jesus geschickt, uns seinen wahren Willen offenbart und dieses NEUE Testament mit dem Tod Jesu besiegelt. Ein für alle mal. Wer sich an Jesu Wort hält und an ihn glaubt, ist von Gott auserwählt und hat das ewige Leben.


Adam ist gestorben, WEIL er gesündigt hat. Alle seine Nachfahren sind gestorben, weil wir nicht mehr im Garten Eden wohnen. Und warum? Wegen Adam, deinem und meinem Vorfahren. Deshalb sterben unsere Körper. Weil Adam gesündigt hat und jeder von uns genauso. Das ist Erbsünde. Der Beweis, dass sie existiert ist, dass wir sterben müssen.


Die einzige Rettung davon ist das Opfer Jesu anzunehmen. Unsere sündigen Körper sterben immer noch, aber unser Geist (was uns ausmacht) lebt ewig weiter.
Gott zeigt seine Liebe zu uns, indem er seinen Sohn opfert, damit ALLE Menschen, die dieses Opfer annehmen, gerettet sind vom ewigen Tod.


Also, ich hoffe, ich habe nichts vergessen und ich freue mich schon auf deinen zweiten Teil deines Beitrags.
#17
Eine kurze Ergänzung zum Thema Blut:

Das Gesetz Gottes, das er Moses gegeben hat zum Versöhnungstag, kann hier nachgelesen werden, schwarz auf weiß. 

Der erste Bund, den Gott mit Moses geschlossen hat, wurde durch Blut besiegelt. Daher wurde das auch beim zweiten und letzten Bund nötig:

Der Heilige Geist hat es uns durch Paulus aufschreiben lassen. Eine bessere Erklärung findest du nicht:


Zitat:Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt - das nicht mit Händen gemacht, das heißt, nicht von dieser Schöpfung ist - und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum hineingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben
Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als Opfer ohne Fehler Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient
Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen. - Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat.
Denn ein Testament ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat. 
Daher ist auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht worden. 
Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk mitgeteilt war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk und sprach:  "Dies ist das Blut des Bundes, den Gott für euch geboten hat." (Stelle in der Tora, die er meint)

(Brief an die Hebräer 9, 11 - 20)  Link
#18
(11-02-2019, 09:03 PM)Jeanne schrieb: Hallo Das Leben,
der Koran wie er heute existiert ist das original welches dem Propheten Muhammad so überliefert wurde. Somit ist es tatsächlich das Original, während die Bibel eben doch nachweisslich gefälscht wurde. Du schreibst es sei nicht Konstantin gewesen, der entschieden hätte, welche Evangelien in die Bibel eingefügt werden und welche nicht. Im Grunde ist dies irrelevant, denn auch die Mitglieder des Konzils von Nicäa waren keine Propheten oder anderweitig ermächtigt zu bestimmen, welche Evangelien zum Wort Gottes gehören und welche nicht.
Ebenso finde ich die Entschuldigung für Konstantin amüsant, dass alle frühen Christen sich erst spät taufen liessen. Denn es ist schon ein lustiger Zufall, wenn man sein Leben lang Heide bleibt und sich erst auf dem Totenbett taufen lässt. Klar ist es legitim, aber Konstantin regierte ein Reich, welches das Christentum als Staatsreligion ansah, während er selbst Heide war. Dies ist purer Opportunismus.

Zudem hat Jesus den Tod nicht besiegt, denn wir sterben egal ob wir Christen, Muslime oder Juden sind. Denn er war lediglich ein Prophet Gottes, kein Sohn. Denn wozu braucht ein allmächtiger Gott einen Sohn um sein Werk zu erledigen? Wenn er allmächtig ist, dann braucht er niemanden, der sein Werk erledigen kann. Somit schliesst die Idee von Jesus als Sohn Gottes die Idee von einem einzigen, allmächtigen Gott aus. So ist es auch mit der Trinität. Somit sind es Gottes Regeln die ich zu erledigen habe und die uns die fünf Propheten überliefert haben und nicht die Gesetze von Jesus persönlich.

Weiterhin kann man dies nicht so stehen lassen, dass der Islam alle Wurzeln verneint. Der Islam erkennt sowohl die Tora, wie auch die Bibel als heilige Schriften an. Es sind verfälschte Schriften, doch im Kern heilig. Ebenso gebietet der Islam den Muslimen Christen und Juden zu achten und zu schützen. Dass also der Islam seine Wurzeln vereint, stimmt nicht.

Grüsse
Jeanne

Hallo Jeanne,

also, wie ich glaub ich schon sagte, ist die Verfälschung der Bibel unmöglich. Wenn sie vor dem Entstehen des Koran verfälscht wurde, wieso spricht der Koran dann immer wieder davon, dass sich Christen und Juden doch bitte an ihre Schriften halten sollten?
Und wenn die Bibel nach dem Koran verfälscht wurde: Wie sollte das gehen, wo die Bibel über die gesamte bekannte Welt verteilt war? Alle einsammeln und neu schreiben?

Und außerdem, wie auch schon erwähnt: Alle Indizien sprechen dafür, dass an Bibeln nichts verfälscht wurde. Z. B. die Kirchenväter, die über alle Jahrhunderte die Evangelien und Apostelbriefe usw. zitiert haben mit den Wortlauten von heute.

Die Sache mit dem Konzil. Ich glaube, ich habe das auch einfach falsch übernommen (ich weiß nicht mehr, wer das behauptet hat). Jedenfalls hat Konstantin nichts mit dem Bibelkanon zu tun. Ich habe ein wenig auf Wikipedia recherchiert und das betreffende Konzil wäre die Dritte Synode von Karthago 397. 

In dieser Synode ging es nicht darum festzulegen, was "reinkommt" und was nicht, sondern schon bestehende Kanones anzuerkennen. Das heißt, dass (fast) ALLE Gemeinden zugestimmt haben, was ihren Bibelkanon betrifft. Unumstritten waren immer die vier Evangelien, die Apostelgeschichte, alle Paulusbriefe, alle Pastoralbriefe und der 1. Brief des Johannes. Acht Briefe wurden teilweise angezweifelt, aber dann doch aufgenommen in die Schriftensammlung der Bibel. Sieben Briefe wurden teilweise anerkannt, aber dann doch nicht aufgenommen. Manche davon kenne ich und sie unterstützen andere Sachen, die in der Bibel stehen. Sie wurden also nicht wegen ihrem Inhalt verworfen, sondern weil nicht bewiesen werden konnte, dass sie von einem Apostel oder Schüler eines Apostel stammen.


Mehr dazu steht hier. Auch wenn manche Bücher der Bibel noch nicht offiziell in den Kanon aufgenommen wurden, wurden sie von allen christlichen Gemeinden gelesen und rezitiert. Es hat also niemand für jemand etwas entschieden.

Konstantin hatte damit nichts zu tun, aber um es nochmal zu betonen: Ich kenne seinen Glauben nicht, aber erstens haben sich nicht ALLE Christen spät taufen lassen, da Jesus das als Gebot zur Reinigung der Vorsünden gegeben hat. Und zweitens kann man notfalls auch ohne Taufe in den Himmel kommen, wie z. B. der Kriminelle am Kreuz neben Jesus: "Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein."


Zitat:Zudem hat Jesus den Tod nicht besiegt, denn wir sterben egal ob wir Christen, Muslime oder Juden sind. 

Ja, unsere Körper sterben alle, egal was wir glauben. Das liegt an der Erbsünde Adams, wegen der wir aus dem Paradies vertrieben worden sind und sterblich wurden. 

Christus hat durch seine Auferstehung am dritten Tag den Tod besiegt. Er war der erste Mensch, der auferstanden ist. Wenn wir an ihn glauben, bekommen wir das, was er hat:


Zitat:"Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. 
Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden."

(1. Korinterbrief 15, 21 f.)

Du schreibst:

Zitat:Denn er war lediglich ein Prophet Gottes, kein Sohn. Denn wozu braucht ein allmächtiger Gott einen Sohn um sein Werk zu erledigen? Wenn er allmächtig ist, dann braucht er niemanden, der sein Werk erledigen kann. 

Was heißt denn Sohn? Nicht das, was der Koran suggeriert. Sohn Gottes bedeutet, dass man Gottes Willen tut. Jesus war der einzige Mensch, der nie gesündigt hat. Deshalb muss man ihn als einzigen Sohn Gottes bezeichnen. Wegen seiner Sündlosigkeit war er der einzige, der die Sünden der Menschen auf sich nehmen und dieses Thema für immer erledigen konnte. Wie oben beschrieben, ist sein Tod notwendig, dass die Menschen nur einmal sterben müssen, um ihren irdischen Körper loszuwerden, ihren überirdischen zu bekommen und dann das ewige Leben. Wie es mit Jesus schon geschehen ist.


Zitat:Weiterhin kann man dies nicht so stehen lassen, dass der Islam alle Wurzeln verneint. Der Islam erkennt sowohl die Tora, wie auch die Bibel als heilige Schriften an. Es sind verfälschte Schriften, doch im Kern heilig. Ebenso gebietet der Islam den Muslimen Christen und Juden zu achten und zu schützen. Dass also der Islam seine Wurzeln vereint, stimmt nicht.

Der Islam erkennt nur 5 Propheten an und lässt sie alle den selben Satz sagen (übertrieben gesagt). In der Bibel gibt es um die 80. Wie bejaht der Islam also diese Wurzeln? Wo erkennt der Islam die Bibel als Heilige Schrift an? Wie können verfälschte Schriften heilig sein? Jesus sagt, dass man alle Menschen lieben soll, d. h. ihnen Gutes tun. Wo ist diese Wurzel im Islam vertreten? Dass Christen und Juden geachtet und geschützt werden sollen ist ja großartig, aber was ist mit den anderen? Das ist nicht die Wurzel bejahen, sondern Ausnahmen hinzufügen. Und das ist für mich eine Verfälschung.

Puh, länger geworden als ich dachte. Wollte ich eigentlich nicht. 

Wünsche dir und allen, die meine Beiträge lesen, Gottes Segen und dass sich keiner über mich aufregen muss!
  


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